Aufnahmen von Wildtierkameras zeigen, wie thailändische Tigerfamilien durch die Wälder streifen. Und auch Zahlen bestätigen, dass sich die dortigen Tigerbestände erholen – in Thailand ist er seit 2024 um 16% angestiegen.
WWF: Vier Seeadler besendert – Population im Aufwind
Vor 25 Jahren galt Österreichs Wappentier hierzulande als ausgerottet. Mittlerweile ist die Seeadler-Population auf etwa 70 Brutpaare angewachsen – ein großer Naturschutzerfolg, der auf den strengen europaweiten Schutz der Tiere zurückgeht. Ein wichtiger Bestandteil davon ist das Forschungs- und Schutzprogramm des WWF Österreich. Im Rahmen dessen konnten heuer vier Jungadler in Niederösterreich und im Burgenland mit GPS-GSM-Sendern ausgestattet werden. “Die Sender liefern wichtige Erkenntnisse über Flugrouten oder Paarungsverhalten. So hat zum Beispiel eine kürzlich durchgeführte Studie gezeigt, dass sich Seeadler besonders häufig in Natura 2000-Schutzgebieten aufhalten“, sagt WWF-Artenschutzexperte Christian Pichler. “Anhand der Daten lässt sich zudem ablesen, dass in Österreich geschlüpfte Seeadler inzwischen unter anderem in Tschechien, der Slowakei und in Ungarn brüten. Unser Schutzprogramm trägt also auch zur Stärkung der Populationen in unseren Nachbarländern bei.” Um Österreichs Wappentier weiterhin bestmöglich zu schützen, braucht es das EU-Renaturierungsgesetz. Die geplante Verordnung würde sowohl bestehende Schutzgebiete aufwerten, als auch Areale außerhalb davon verbessern und damit für Wildtiere attraktiver machen. Der WWF Österreich fordert daher die neun Bundesländer dazu auf, ihre nationale Blockade des EU-Renaturierungsgesetzes aufzugeben und damit die grüne Infrastruktur Europas zu stärken.
Die federleichten Telemetrie-Datenträger beeinflussen die Adler nicht in ihren Bewegungen und fallen nach etwa fünf Jahren von selbst wieder ab. Zusätzlich an den Beinen befestigte Ringe der Österreichischen Vogelwarte sorgen dafür, dass die Tiere ein Leben lang identifiziert werden können. Wichtige Kooperationspartner bei der Besenderung der heurigen Jungtiere sind der Nationalpark Donau-Auen und PANNATURA. Gemeinsam mit dem WWF wurde an drei Standorten in den Donau-Auen und dem Leithagebirge besendert. “Intakte und ruhige Naturlandschaften bieten die besten Voraussetzung für den störungsempfindlichen Seeadler. Dort findet er Fische und Wasservögel für den Nahrungserwerb sowie mächtige Horstbäume in abgeschiedenen Waldbereichen für die Brut“, erklärt Nationalpark-Direktorin Edith Klauser. “Besenderungen zeigen nicht nur die beeindruckend weiten Reisen heimischer Seeadler über den ganzen Kontinent. Je mehr man über Streifgebiete, Paarungsverhalten, Rast- und Überwinterungsplätze weiß, umso besser kann man sie vor Gefahren schützen“, sagt Matthias Grün, Geschäftsführer PANNATURA.
Illegale Verfolgung ist größte Bedrohung für heimische Population
Trotz der sich gut entwickelnden Population ist das Überleben der Seeadler in Österreich noch nicht dauerhaft gesichert. Illegale Abschüsse und Vergiftungen stellen die größte Bedrohung für das österreichische Wappentier dar. Kollisionen mit Fahrzeugen, Stromleitungen und Windkraftanlagen sind ebenfalls ein Problem.
Brutgebiete und Brutpaare im letzten Jahr:
Waldviertel: 20 Brutpaare
Nationalpark Donau-Auen: 6 Brutpaare
Donau westlich von Wien (NÖ): 4 Brutpaare
March-Thaya-Auen: 7 Brutpaare; Weinviertel: 5 Brutpaare
Oberösterreich: 2 Brutpaare
Nordburgenland: 6 Brutpaare; Südburgenland: 2 Brutpaare
Steiermark: 8 Brutpaare
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