Mehr als 3.000 Tonnen pro Tag – WWF fordert zum Internationalen Tag gegen Lebensmittelverschwendung verbindliche Reduktionsziele und erleichterte Lebensmittelspenden
WWF: Wilde Katzen vor der Kamera
Wien, 16. November 2011 – Mit Hilfe von Kamerafallen gelang es der Umweltschutzorganisation WWF fünf der sieben bekannten Wildkatzenarten auf der indonesischen Insel Sumatra zu fotografieren. Durch die wissenschaftliche Auswertung der insgesamt über 400 Aufnahmen konnten Wanderwege und Aufenthaltsorte von Sumatra-Tiger, Nebelparder, Marmorkatze, Goldkatze und Bengalkatze untersucht und dokumentiert werden. Die meisten wilden Katzen wurden demnach in einem ungeschützten Waldkorridor fotografiert, der vom Bukit Tigapuluh Nationalpark bis zum Rimbang Baling Wildlife Schutzgebiet reicht. „Die betreffende Region ist von Landnutzung und Abholzung bedroht. Die indonesische Regierung ist jetzt in der Pflicht dieses Gebiet unter Schutz zu stellen“, sagt WWF-Artenschutzexperte Stefan Ziegler. Bereits heute sind nach der Roten Liste vier der fotografierten Katzenarten akut vom Aussterben bedroht.
„Unternehmen der Papier- und Zellstoffindustrie dürfen nicht mehr ungehindert in den von seltenen Katzenarten bewohnten Waldkorridoren roden“, so Ziegler. Deshalb fordert der WWF die indonesische Regierung auf, gesetzliche Regulierungen zum Schutz der gefährdeten Wildkatzen und ihres Lebensraums zu implementieren.

Der Bukit Tigapuluh Nationalpark in Sumatra ist bekannt für seine große Artenvielfalt und gilt als eines der wichtigsten Tigerschutzgebiete überhaupt. Die indonesische Regierung verpflichtete sich auf dem letzten Tigerschutzgipfel in St. Petersburg 2010 insgesamt sechs artenreiche Gebiete unter Schutz zu stellen. Die angrenzenden Waldgebiete sind stark durch Rodung, großflächige industrielle Nutzung und den Anbau von Ölpalmplantagen gefährdet. Der voranschreitende Lebensraumverlust und Wilderei sind die Gründe für den Rückgang der Wildkatzenbestände. Um diesen Trend umzukehren, müssen, so die Forderung des WWF, neue Schutzgebiete ausgewiesen und Nationalparks erweitert werden.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231 oder E-Mail: franko.petri@wwf.at.
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