Abschüsse von Bibern, Fischottern, Wölfen und Greifvögeln nehmen deutlich zu – WWF warnt vor „Normalisierung“ der Tötung geschützter Arten – Neue Kampagne gestartet
WWF zu EABG-Verhandlungen: Regierung muss ihren Entwurf grundlegend verbessern
Der WWF kritisiert die mangelnde Kompromissbereitschaft der Regierungsparteien bei den Verhandlungen über das Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG) und fordert deutliche Nachbesserungen. Aus Sicht der Naturschutzorganisation sind die stockenden Verhandlungen die direkte Folge eines unausgewogenen Gesetzesvorschlags mit erheblichen ökologischen Schwächen, vor allem beim Schutz von Flüssen und kleinen Bächen. „Die Energiewende erfordert breite Akzeptanz und tragfähige Lösungen. Dafür braucht es aber ein Gesetz, das Klima- und Naturschutz gemeinsam stärkt anstelle eines Regierungsentwurfs mit massiven ökologischen Schwächen“, sagt WWF-Energiesprecher Reinhard Uhrig.
Der bisherige Vorschlag der Dreier-Koalition enthält erhebliche Lücken beim Schutz sensibler Lebensräume und geht in mehreren Punkten über die EU-Vorgaben hinaus. Kritisch seien insbesondere geplante Erleichterungen bei Eingriffen in hochwertige Natur- und Gewässerräume sowie die insgesamt starke Gewichtung von angeblicher Beschleunigung gegenüber Umwelt-Schutzstandards. „Gerade in Zeiten der Klima- und Biodiversitätskrise braucht es eine Energiewende, die konsequent naturverträglich umgesetzt wird“, sagt Uhrig.
Der WWF betont, dass der Ausbau erneuerbarer Energien und der Schutz der Biodiversität keine Gegensätze seien. Österreich verfüge insbesondere bei Photovoltaik und Windkraft in Kombination mit modernen Batteriespeicherlösungen über große Potenziale, die naturverträglich erschlossen werden könnten. „Ein gutes Gesetz schafft Planungssicherheit und Akzeptanz, anstatt neue Konflikte zu produzieren. Dafür braucht es jetzt ernsthafte Nachbesserungen und mehr Kompromissbereitschaft der Regierung. Das ist nach mehreren Verhandlungsrunden offensichtlich“, sagt Reinhard Uhrig.
News
Aktuelle Beiträge
Almauftrieb am Hundsheimer-und Spitzerberg: Erste Beweidung seit 60 Jahren stärkt Biodiversität
Grasende Rinder sichern Lebensraum für seltene Arten – Vorzeigemodell: WWF fordert Ausweitung naturnaher Beweidungsprojekte in ganz Österreich
WWF: Wasserkrise erfordert Schutz der Natur statt rein technischer Reparaturmaßnahmen
Naturschutzorganisation unterstützt ÖVGW-Forderung nach Register für Wasserentnahmen, warnt aber vor zu starkem Fokus auf technische Lösungen – Renaturierung, Bodenschutz und Wassersparen zentral für Versorgungssicherheit
WWF: Landesrechnungshof zeigt massiven Nachholbedarf bei Renaturierung
Naturschutzorganisation fordert mehr Budget, Personal und Tempo bei der Umsetzung der EU-Renaturierungsverordnung – Alle Länder sowie Bundesregierung massiv in der Pflicht
Trockenheit in Österreich: BOKU-Studie zeigt Wirkung natürlicher Schutzmaßnahmen
March-Einzugsgebiet im Weinviertel untersucht: Naturbasierte Lösungen sorgen für mehr Bodenwasser, senken Dürre-Risiken und sichern Erträge der Landwirtschaft – WWF fordert „grünes Sicherheitsnetz“ für Österreich
Dürre spitzt Lage zu: WWF warnt vor Austrocknung der Unteren Lobau
Anhaltende Trockenheit verschärft Wassermangel im Nationalpark und gefährdet Biodiversität – WWF fordert Stadt Wien zum Handeln auf
WWF warnt: Drei Viertel der Fluss-Pegel in Österreich mit Niedrigwasser
Extreme Trockenheit setzt Gewässer und Arten stark unter Druck – Besondere Betroffenheit in der Steiermark, Niederösterreich und Kärnten – WWF fordert Schutzpaket für Flüsse
Good News: Persischer Leopard überwindet Grenzzaun
Spektakuläre Aufnahmen zeigen wie ein Leopard den Grenzzaun zwischen Iran und Aserbaidschan überwindet. Das gibt Hoffnung für die bedrohte Art.
WWF fordert Sieben-Punkte-Plan gegen zunehmende Dürre
„Österreichs Wasserpolitik nicht klimatauglich“ – WWF fordert mehr Wasserrückhalt, weniger Versiegelung und konsequente Renaturierung – Biber als natürlichen Helfer fördern









