Tiere wie die grüne Meeresschildkröte, die Schneeeule und der Große Hammerhai werden zukünftig besser geschützt. Die Entscheidung fiel auf der UN-Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten.
WWF zu Weltklima-Bericht: Schluss mit der Vogel-Strauß-Politik beim Klimaschutz
Die Umweltorganisation WWF Österreich sieht im heute veröffentlichten Synthesebericht des Weltklimarates (IPCC) einen eindeutigen Handlungsauftrag an die Politik: “Der Befund des Weltklimarats ist klar: Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren. Es braucht entschlossene Maßnahmen zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen – auch in Österreich. Schluss mit der Vogel-Strauß-Politik beim Klimaschutz!”, fordert WWF-Klimasprecher Thomas Zehetner. Während es weltweit 20 Staaten im letzten Jahrzehnt gelungen ist, ihre Emissionen dauerhaft zu senken, ist in Österreich der CO2-Ausstoß seit 1990 fast unverändert. “Um von der Nachzügler-Rolle wieder zum Vorreiter zu werden, brauchen wir dringend ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz und ein groß angelegtes Naturschutz-Programm”, fordert Thomas Zehetner.
Bislang wird Klimapolitik in Österreich meist anhand von Einzelmaßnahmen und ohne klares Ziel betrieben. „Die Rede von Bundeskanzler Nehammer hat einmal mehr belegt, dass die Politik keinen Plan für das Erreichen der Klimaziele hat. Es ist, als wäre das klimapolitische Wappentier Österreichs der Vogel Strauß, der seinen Kopf bei Bedarf in den Sand stecken kann”, kritisiert Thomas Zehetner. Anstatt auf fragwürdige Klima-Verharmloser zu hören, solle der Bundeskanzler lieber die speziell an Entscheidungsträger*innen gerichtete Zusammenfassung des Weltklimarats zu Rate ziehen: “Darin wird sehr anschaulich dargelegt, welche Folgen weitere Untätigkeit in der Klimakrise haben wird und was jetzt zu tun ist. Der Handlungsauftrag an die Politik ist eindeutig: Wir haben alle Mittel, um die Emissionen zu reduzieren, aber die Zeit ist knapp”, sagt WWF-Klimasprecher Thomas Zehetner.
Besonderes Augenmerk muss die Rolle der Natur im Kampf gegen die Klimakrise bekommen. Wie ein aktueller WWF-Bericht zeigt, können intakte Ökosysteme die Auswirkungen der Klimakrise verlangsamen, indem sie vom Menschen gemachte Treibhausgasemissionen aufnehmen. „Die Natur ist unsere beste Verbündete im Kampf gegen die Klimakrise. Nur mit der Natur können wir die beiden Zwillingskrisen unserer Zeit, die Erderhitzung und den Verlust der biologischen Vielfalt, in den Griff bekommen“, sagt Zehetner.
Der WWF fordert daher groß angelegte Naturschutz- und Renaturierungs-Programme. Zudem brauche es einen Bodenschutz-Vertrag und die Abschaffung klimaschädlicher Subventionen in Österreich. “Nur eine naturverträgliche Energiewende wird unseren kaputten globalen Energiemix wieder in Ordnung bringen. Das ist möglich, erfordert aber rasches und entschlossenes politisches Handeln“, sagt Zehetner vom WWF Österreich
News
Aktuelle Beiträge
WWF an Bundesregierung: Verzicht auf Energiesparen verschärft Energiekrise
Anhaltendes Verweigern wirksamer Energiespar-Maßnahmen und Kampagnen erhöht Risiko von Versorgungsengpässen – Umdenken der Politik gefordert
Neue WWF-Umfrage zeigt große Unterstützung für Renaturierung in Österreich
76 Prozent halten Renaturierungsmaßnahmen für wichtig – Mehrheit fordert Kanzler-Einsatz für Finanzierung und Abbau umweltschädlicher Subventionen
Bauarbeiten für Lobau-Autobahn gestartet – WWF kritisiert sündteuren Irrweg
Umweltrisiken und Milliardenkosten sprechen eindeutig gegen neue S1-Autobahn – WWF fordert Ausbau des öffentlichen Verkehrs und flächensparende Raumplanung
Drama um Buckelwal „Timmy“: WWF warnt vor steigenden Gefahren für Wale weltweit
Wachsender Unterwasserlärm, Schiffsverkehr und Folgen der Klimakrise bringen Wale weltweit unter Druck – WWF fordert verstärkten Schutz, um Risiko für Strandungen zu reduzieren
WWF und VCÖ: Rund 17.000 Hasen jährlich Opfer des Straßenverkehrs
Straßennetz wird zur tödlichen Falle – Zerschneidung der Lebensräume nimmt zu – WWF und VCÖ fordern Stopp der Naturzerstörung
WWF-Erfolg: Comeback der Spitzmaulnashörner in Südafrika
Hoffnung für eine stark bedrohte Art: Durch Schutzmaßnahmen leben wieder 6.487 Spitzmaulnashörner in Südafrika. Vor allem Lebensraumverlust und Wilderei sind eine große Gefahr.
WWF: Neues Gesetz bedroht Österreichs letzte intakte Flüsse
Naturschutzorganisation warnt vor „Freibrief für Flussverbauung“ durch EABG – Geplantes Aufweichen des Gewässerschutzes geht weit über EU-Vorgaben hinaus – WWF fordert deutliche Verbesserungen
20 Jahre WWF Earth Hour: Licht aus gegen Energieverschwendung
Jubiläum für eine der größten Klima- und Naturschutz-Aktionen – Berühmte Wahrzeichen, Städte und Gemeinden machen mit – Bundespräsident Van der Bellen unterstützt Aktion in Österreich










