Naturschutzorganisation analysiert Bodenpolitik der Bundesländer – Salzburg an der Spitze, aber nur „lückenhaft“ – Kärnten und Oberösterreich Schlusslichter – Mehr als die Hälfte der 99 Teilbewertungen im neuen WWF-Bodenreport kritisch oder ungenügend
WWF zu Weltklima-Bericht: Schluss mit der Vogel-Strauß-Politik beim Klimaschutz
Die Umweltorganisation WWF Österreich sieht im heute veröffentlichten Synthesebericht des Weltklimarates (IPCC) einen eindeutigen Handlungsauftrag an die Politik: “Der Befund des Weltklimarats ist klar: Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren. Es braucht entschlossene Maßnahmen zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen – auch in Österreich. Schluss mit der Vogel-Strauß-Politik beim Klimaschutz!”, fordert WWF-Klimasprecher Thomas Zehetner. Während es weltweit 20 Staaten im letzten Jahrzehnt gelungen ist, ihre Emissionen dauerhaft zu senken, ist in Österreich der CO2-Ausstoß seit 1990 fast unverändert. “Um von der Nachzügler-Rolle wieder zum Vorreiter zu werden, brauchen wir dringend ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz und ein groß angelegtes Naturschutz-Programm”, fordert Thomas Zehetner.
Bislang wird Klimapolitik in Österreich meist anhand von Einzelmaßnahmen und ohne klares Ziel betrieben. „Die Rede von Bundeskanzler Nehammer hat einmal mehr belegt, dass die Politik keinen Plan für das Erreichen der Klimaziele hat. Es ist, als wäre das klimapolitische Wappentier Österreichs der Vogel Strauß, der seinen Kopf bei Bedarf in den Sand stecken kann”, kritisiert Thomas Zehetner. Anstatt auf fragwürdige Klima-Verharmloser zu hören, solle der Bundeskanzler lieber die speziell an Entscheidungsträger*innen gerichtete Zusammenfassung des Weltklimarats zu Rate ziehen: “Darin wird sehr anschaulich dargelegt, welche Folgen weitere Untätigkeit in der Klimakrise haben wird und was jetzt zu tun ist. Der Handlungsauftrag an die Politik ist eindeutig: Wir haben alle Mittel, um die Emissionen zu reduzieren, aber die Zeit ist knapp”, sagt WWF-Klimasprecher Thomas Zehetner.
Besonderes Augenmerk muss die Rolle der Natur im Kampf gegen die Klimakrise bekommen. Wie ein aktueller WWF-Bericht zeigt, können intakte Ökosysteme die Auswirkungen der Klimakrise verlangsamen, indem sie vom Menschen gemachte Treibhausgasemissionen aufnehmen. „Die Natur ist unsere beste Verbündete im Kampf gegen die Klimakrise. Nur mit der Natur können wir die beiden Zwillingskrisen unserer Zeit, die Erderhitzung und den Verlust der biologischen Vielfalt, in den Griff bekommen“, sagt Zehetner.
Der WWF fordert daher groß angelegte Naturschutz- und Renaturierungs-Programme. Zudem brauche es einen Bodenschutz-Vertrag und die Abschaffung klimaschädlicher Subventionen in Österreich. “Nur eine naturverträgliche Energiewende wird unseren kaputten globalen Energiemix wieder in Ordnung bringen. Das ist möglich, erfordert aber rasches und entschlossenes politisches Handeln“, sagt Zehetner vom WWF Österreich
News
Aktuelle Beiträge
Countdown für Renaturierungspläne: WWF fordert rasche Fertigstellung und Veröffentlichung
Zwei Wochen vor EU-Deadline noch immer kein Gesamtentwurf vorliegend – Historische Dürre zeigt Notwendigkeit von Renaturierung – Umweltminister und Bundesländer in der Pflicht
Klimakrise trifft verbaute Flüsse besonders hart: WWF fordert Renaturierung zum Schutz seltener Huchen
Fehlender Wasserrückhalt verschärft Austrocknung – Kleinwasserkraftwerke behindern Fischwanderung – WWF fordert mehr Renaturierung zum Erhalt der gefährdeten Huchen in der Pielach
WWF-Erfolg: 20 Sambars in thailändischem Nationalpark freigelassen
20 Tiere, ein Nationalpark und ein großes Ziel: Die Natur wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Im Nationalpark Mae Wong wurden erfolgreich Sambars freigelassen.
WWF und ÖKOBÜRO gewinnen Artenschutzverfahren am Verwaltungsgerichtshof
Höchstgericht bestätigt fehlende Rechtskonformität von Abschuss-Verordnungen für geschützte Tierarten – Ende der pauschalen Tötungen gefordert
WWF: Klimakrise stellt Budget auf Belastungsprobe
Folgen der Klimakrise sorgen für Schäden in Millionenhöhe – Umweltschutzorganisation fordert konsequenten Klimaschutz und wirksame Klimawandelanpassung statt reiner Symptombekämpfung
Elefanten in der Klimakrise: WWF warnt vor “gefährlichem Cocktail” für Dickhäuter
Dürre, Hitze und extreme Niederschläge verändern den Lebensraum von Elefanten massiv – Suche nach Wasser und Futter zunehmend erschwert – WWF fordert verstärkte Schutzmaßnahmen
Ein Drittel des Tiroler Wolfsbestandes abgeschossen: WWF kritisiert Management des Landes scharf
2026 bereits zehn Wölfe in Tirol getötet – Naturschutzorganisation fordert Ende von Abschüssen als Standardlösung: „Wild sein ist kein Verbrechen“
Fischkonsum im Urlaub: WWF warnt vor Importware und verstecktem Haifisch-Fleisch
Fischgerichte auf Touristenmenüs und Märkten häufig aus Asien und Lateinamerika importiert oder unter irreführenden Namen angeboten – WWF fordert mehr Transparenz und ruft zur Vorsicht beim Fischkonsum auf










