Aktueller WWF-Artencheck: Langjähriger Wassermangel bedroht Bitterling, Donau-Kammmolch, Sumpfschildkröte und Flussmuscheln – Anhaltende Dürre verschärft die Lage und bedroht lokale Vorkommen
WWF zu Wolfsabschuss im Pitztal: Verdacht auf Straftat rasch aufklären
Innsbruck, 8. September 2026 – Nach dem Abschuss eines Wolfes in Arzl im Pitztal fordert die Naturschutzorganisation WWF eine „rasche und lückenlose strafrechtliche Aufklärung“. Laut Medienberichten wurde das Tier am Sonntagabend erlegt, obwohl für das betreffende Jagdgebiet keine Abschussverordnung in Kraft war. „Damit steht der Verdacht eines rechtswidrigen Abschusses einer geschützten Art im Raum. Die Behörden müssen diesen Fall umfassend aufklären und bei einem Gesetzesverstoß die vorgesehenen Konsequenzen ziehen“, sagt WWF-Artenschutz-Experte Christian Pichler.
Zugleich fordert der WWF einen Kurswechsel von der Landesregierung: „Anstatt vor allem auf Abschüsse und Stimmungsmache zu setzen, müssen rechtssichere, wissenschaftlich fundierte Lösungen dominieren. Dazu zählen die Einhaltung des EU-Artenschutzrechts, mehr Herdenschutz und ein konsequentes Vorgehen gegen Wildtierkriminalität“, sagt Christian Pichler.
Der Ökologe verweist zudem auf die Schlüsselrolle der intelligenten und sozialen Tiere für die Natur. „Als großer Beutegreifer hilft der Wolf übermäßig hohe Wildbestände zu regulieren und die Artenvielfalt und die Waldverjüngung zu fördern“, sagt WWF-Experte Christian Pichler.
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