September-Bilanz: Massiver Wassermangel in Flüssen von Niederösterreich bis Vorarlberg – Grundwasserstände bleiben vielerorts niedrig – WWF fordert Schutzprogramm und mehr Renaturierung
WWF zum Bauernbund: „Ganz genau, jetzt mitbestimmen, wie GAP2020+ ausschauen soll“
Wien, 3. Februar 2017. Die Umweltorganisation WWF begrüßt den gestern gestarteten Konsultationsprozess zur Zukunft der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik. Mit Verwunderung nahm der WWF die Stellungnahmen von ÖVP-Bauernbund-Präsident Auer zur Kenntnis, der seine Mitglieder dazu aufrief, bei der Konsultation mitzumachen, weil die Gefahr drohe, „dass andere Interessensgruppen über uns bestimmen werden“. Genannt wurden hier „Lobbying-Gruppen für Tierschutz, Umwelt- oder Konsumentenschutz“. „Wer von Subventionen aus öffentlichen Mitteln abhängig ist, sollte die Mitsprache aus der Gesellschaft nicht als Bedrohung darstellen, sondern Umweltschutz und Konsumentenwünsche als Chance begreifen. Ansonsten droht auch die Gefahr, dass der Steuerzahler irgendwann nicht mehr bereit ist, für die Agrarsubventionen aufzukommen – und dann hätten wir gemeinsam ein richtiges Problem“, so Jurrien Westerhof, politischer Leiter beim WWF Österreich.
Der WWF spricht sich für eine Kehrtwende in der EU-Agrarpolitik aus. „Das Ergebnis von jahrzehntelanger europäischer Agrarpolitik ist ein ungebremstes Bauernsterben, so darf es wirklich nicht weitergehen“, so Westerhof. Nicht die Produktion für den Weltmarkt sondern eine langfristig zukunftsfähige und klimaneutrale Lebensmittelproduktion – mit Rücksicht auf Tier-, Umwelt- und Naturschutz – müssen künftig ins Zentrum der Agrarpolitik gerückt werden, auch im Interesse der österreichischen Landwirtschaft.
Rückfragehinweis:
Mag. Gerhard Auer, WWF Pressesprecher, 0676 83488231, gerhard.auer@wwf.at
Jurrien Westerhof, politischer Leiter WWF Österreich, 0664 6126701, jurrien.westerhof@wwf.at
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