Eisbären, Walrosse und Ringelrobben leiden unter Klimakrise und Öl-Industrie – WWF fordert konsequenten Ausstieg aus fossiler Energie und wirksam geschützte Rückzugsräume
Zahnloses Energieeffizienzgesetz: WWF kritisiert Blockadepolitik der Parteien
Vergangenheitskurs statt klimataugliches Zukunftskonzept: Nach drei Jahren Blockadepolitik von ÖVP und Wirtschaftskammer sowie einer finalen Totalverweigerung der SPÖ wird heute über den übriggebliebenen Rest des Energieeffizienzgesetzes im Parlament abgestimmt. “Was die Politik in den letzten Monaten und Jahren beim Thema Energiesparen abgeliefert hat, gleicht einem Trauerspiel, nun hat es seinen Höhepunkt erreicht. Nicht einmal die ursprüngliche, schwache Regierungsvorlage schafft es zu einem Beschluss im Parlament – stattdessen kommt nur eine Minimalvariante in den Nationalrat. Das ist fahrlässig und verantwortungslos. Dabei böten sinnvolle Investitionen in Energieeffizienz auch wirtschaftliche Chancen, etwa für innovative heimische Unternehmen. Doch die bleiben nun auf der Strecke, zerstört von destruktiver Parteipolitik und Blockade der Wirtschaftskammer”, kritisiert Karl Schellmann, Klimasprecher des WWF Österreich.
Ökonom:innen und Klimaforscher:innen sind sich einig, dass ohne Halbierung des Energieverbrauches die versprochene Klimaneutralität nicht zu erreichen ist. Die Rahmenbedingungen dafür bleibt die Politik – wieder einmal – schuldig. „Die Regierung Nehammer schafft es nicht einmal, das eigene Regierungsprogramm umzusetzen – es bleibt ein leeres Versprechen. Anstatt ineffiziente Verbrennerautos zu propagieren, sollte vielmehr endlich ein zukunftsfähiges Energieeffizienz-Paket beschlossen werden”, so Karl Schellmann.
Ein wirksames Energieeffizienzgesetz muss aus Sicht des WWF an folgenden fünf Maßstäben gemessen werden:
1. Gesetzliche Verankerung eines 2030-Ziels von 800 Petajoule (PJ) für den Endenergieverbrauch. Investitionen in Österreich statt EU-Strafzahlungen bei Zielverfehlung
2. Reale Einsparungen sicherstellen: Überprüfung anhand empirischer Daten, regelmäßige Anpassung an Stand der Technik.
3. Bei strategischen Maßnahmen müssen Einspareffekte garantiert sein. Nur zusätzliche Förderungen und jeweils neue steuerliche Maßnahmen dürfen angerechnet werden.
4. Wirksamer Energieeffizienz-Fonds: Der Ausgleichsbetrag muss sich an den Kosten realer Maßnahmen orientieren.
5. Scheinmaßnahmen und Rechenspiele wie im alten Energieeffizienzgesetz müssen verhindert werden.
News
Aktuelle Beiträge
Good News: Seltene Gorilla-Zwillinge im Virunga-Nationalpark geboren
Seltene Neuigkeiten aus dem Virunga-Nationalpark: Gorillaweibchen Mafuko hat Zwillinge bekommen!
„Achtung Gefahr“: WWF protestiert mit 20-Meter-Banner gegen Kaunertal-Ausbau
Massive Gefahren für Bevölkerung und Natur weiterhin ungeklärt – UVP-Unterlagen „skandalös unvollständig“ – WWF macht mit Riesen-Banner auf Sicherheitsrisiken aufmerksam
Nach Massen-Fischsterben: WWF fordert Wasser-Rettungspaket für Untere Lobau
Naturschutzorganisation: Langjähriger Wassermangel wirkt sich in niederschlagsarmen und kälteren Wintern besonders fatal für Fische aus – Stadt Wien sollte rasch mit Gegenmaßnahmen starten
WWF-Erfolg: Wisente erfolgreich im Kaukasus ausgewildert
Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
Aschermittwoch: WWF empfiehlt heimischen Bio-Fisch als Alternative zu Hering und Co
Weltmeere drastisch überfischt – Nordatlantische Heringsbestände in kritische Bereiche gesunken – 92 Prozent des konsumierten Fischs in Österreich importiert
Schutz der Mur: Slowenische Regierung stoppt endgültig alle Kraftwerkspläne
WWF begrüßt Konzessionsentzug für acht geplante Wasserkraftwerke an der Mur an der Grenze zur Steiermark – Weg frei für Renaturierung im UNESCO-Biosphärenpark
Good News: Slowenien stoppt Kraftwerkspläne an der Mur
Aufatmen an einem der letzten großen, frei fließenden Flüsse Mitteleuropas: 8 geplante Wasserkraftwerke an der Mur werden doch nicht gebaut.
WWF-Hilferuf: Amphibien in Not am Tiroler Inn
Neue Untersuchung zeichnet drastisches Bild vom Zustand der Frosch- und Schwanzlurche – INNsieme connect setzt Hilfsmaßnahmen für bedrohte Amphibienarten










