Tropenwälder: Der grüne Gürtel der Erde

Infos zu den drei Tropenwald-Arten
Tropische Wälder durchziehen die Kontinente der Erde wie ein grüner Gürtel. Sie wachsen zwischen dem Äquator (geographische Breite 0°) und 23,5° nördlicher und südlicher Breite.

Regenwald, © by WWF-Canon / Edward PARKER

Es gibt drei Typen von Tropenwäldern:

1. Tropische Regenwälder

Nahe beim Äquator liegen die tropischen Regenwälder, wie der Amazonas-Regenwald.
Sie sind die Tropenwälder im klassischen Sinne mit regelmäßigen Niederschlägen und feuchtem Klima.
Sie wachsen zwischen 10° südlicher und 10° nördlicher Breite, stellenweise aber auch deutlich darüber hinaus. Zum Beispiel in der Andenregion Südamerikas und in Ostafrika. Experten unterscheiden Tieflandregenwälder bis in 800 Meter Höhe, Bergregenwälder bis 2.100 Meter sowie Bergnebelwälder und Wolkenwälder bis 3.200 Meter über dem Meeresspiegel.

Nirgends sonst auf der Welt gibt es eine solche Vielfalt an Pflanzen  und Tieren, und an keinem anderen Ort hat die Natur so bizarre  Lebewesen geschaffen, wie in den tropischen Regenwäldern. Hier schlingen sich üppige Lianen aus dem Dämmerlicht in die Höhe, klettern Faultiere und Orang-Utans, Koboldmakis und andere exotische Arten in den Baumkronen.

2. Tropische Trockenwälder

Wandert man weiter Richtung Norden oder Süden, schließen sich die Zonen mit jahreszeitlich aufeinander folgenden Regen- und Trockenzeiten an.
Hier befinden sich die regengrünen Feucht (Monsun)- und Trockenwälder mit tiefgelegenen Gebieten, in denen es zu ausgedehnten Dürreperioden kommt.
Tropische Trockenwälder sind nicht so artenreich wie die tropischen Regenwälder, aber auch ihre Funktion für das Klima, für die biologische Vielfalt und als Lebensgrundlage für Millionen Menschen ist unersetzlich.
Tropische Trockenwälder kommen zum Beispiel im Norden von Argentinien, im westlichen Teil von Paraguay und im Südosten von Bolivien vor. Auch die so genannten "Miombowälder" Ostafrikas, sind Trockenwälder, die nur im tropisch-wechselfeuchten Afrika der Südhalbkugel vorkommen. Die weit auseinander stehenden Bäume haben sich der 5 bis 7 Monate dauernden Trockenzeit angepasst. Um sich vor der wasserarmen Zeit zu schützen, werfen in dieser Zeit ihr Laub meistens ab.
Auch die Teak-Wälder Südostasiens bezeichnet man als Tropische Trockenwälder.

3. Tropische Laubabwerfende Wälder

In Gebieten mit ausgedehnten Regen- und Dürrezeiten findet man die tropischen laubabwerfenden Wälder. Wenn der Wasserverlust in den Bäumen so hoch ist, dass er ihre gespeicherten Wasservorräte übersteigt, werden die Blätter als Schutz vor Austrocknung abgeworfen. Erst wenn es wieder zu heftigen Niederschlägen in der nächsten schweren Monsun- oder Regenzeit kommt, treiben die Pflanzen erneut aus. Diese Wälder werden auch tropische Feuchtwälder genannt.

Factsheets zum Download:
PDF-Dokument, 178,11 KB Tropische Wälder



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