Bundespräsident Alexander Van der Bellen ruft gemeinsam mit WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides zur Teilnahme an der globalen Klima- und Naturschutz-Aktion auf
27 wilde Tiger leben derzeit in ganz China
WWF Presseaussendung
Wien, 12. März 2015 – Chinas Präsident Xi Jinping kündigte auf dem jüngsten Volkskongress die Verstärkung des Schutzes der letzten 27 wild lebenden Amur-Tiger an. Bisher wurden seit 2010 nur 20 Tiere gezählt. „Wenn China nun den Schutz der Tiger auf die höchste politische Ebene hebt, dann bedeutet das auch mehr Hoffnung für die chinesische Artenvielfalt“, so WWF-Experte Georg Scattolin. Der WWF hofft, dass China zukünftig neben der wirtschaftlichen Entwicklung verstärkt Nachhaltigkeits- und Umweltkriterien den Vorzug gibt. Von der chinesischen Regierung wünscht sich der WWF nun eine Zählung um den Bestand genau zu erfassen.
Amur-Tiger leben nur noch in zwei chinesischen Provinzen – in Jilin und Heilongjiang. Die chinesischen Behörden sprachen bisher nur von 20 Tieren. Durch die Schutzbemühungen in Russland, die auch der WWF massiv unterstützt, leben dort wieder mehr als 400 Amur-Tiger in den sibirischen Wäldern. In den 40er Jahren wurden sie dort fast ausgerottet. Nun kommen die Tiere verstärkt wieder aus Russland nach China und pflanzen sich dort fort. Das konnte vor kurzem das Foto einer Kamerafalle beweisen, das etwa 30 Kilometer von der russischen Grenze mehrere Tigerjungen zeigte. „Wir brauchen nun eine Zählung der in China lebenden Tiere um den Bestand zu erfassen, zu schützen und weiter zu stärken“, so Scattolin.
2010 nahm der frühere chinesische Premierminister Wen Jiabao am Tigergipfel in St. Petersburg teil. Dort verpflichteten sich die 13 Staaten in denen noch wilde Tiger leben zu einer Verdoppelung der Zahl bis zum Jahr 2022. 2016 soll das Erreichen dieses Zieles zur Halbzeit überprüft werden. Kürzliche Zählungen in Indien und Nepal zeigten steigende Tigerzahlen in beiden Ländern. Russland, Bangladesh und Bhutan werden ihre Zahlen ebenfalls bald präsentieren. Säumig sind die Länder Malaysia, Indonesien, Thailand, Myanmar, Kambodscha und Vietnam.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, WWF Pressesprecher, Tel. 01-48817-231, E-Mail: franko.petri@wwf.at. Weitere Informationen: www.wwf.at/tigerschutz.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Klimaschutz-Monitor: Schlechte Klimapolitik wird zum Milliardenrisiko
Analyse nach erstem Jahr der Dreier-Koalition zeigt große Defizite – Bundesregierung verspielt Erreichen der Klimaziele und erzeugt Milliardenrisiken für Budget – WWF fordert Kurskorrektur
Bundesregierung: Erstes Bodenschutz-Zeugnis zeigt große Defizite
WWF-Bodenschutz-Monitor 2026 veröffentlicht: Ein Jahr nach Regierungsstart prägen Stillstand und Rückschritte die Bodenpolitik – Widmungsabgabe als positive Ausnahme
Video: Animation zeigt Klimarisiken im Kaunertal
Eine ZDF-Animation zeigt, was passieren könnte, wenn ein Felssturz den Gepatsch-Stausee trifft.
Notruf vom Nordpol: WWF warnt vor zunehmenden Gefahren für die arktische Tierwelt
Eisbären, Walrosse und Ringelrobben leiden unter Klimakrise und Öl-Industrie – WWF fordert konsequenten Ausstieg aus fossiler Energie und wirksam geschützte Rückzugsräume
Good News: Seltene Gorilla-Zwillinge im Virunga-Nationalpark geboren
Seltene Neuigkeiten aus dem Virunga-Nationalpark: Gorillaweibchen Mafuko hat Zwillinge bekommen!
„Achtung Gefahr“: WWF protestiert mit 20-Meter-Banner gegen Kaunertal-Ausbau
Massive Gefahren für Bevölkerung und Natur weiterhin ungeklärt – UVP-Unterlagen „skandalös unvollständig“ – WWF macht mit Riesen-Banner auf Sicherheitsrisiken aufmerksam
Nach Massen-Fischsterben: WWF fordert Wasser-Rettungspaket für Untere Lobau
Naturschutzorganisation: Langjähriger Wassermangel wirkt sich in niederschlagsarmen und kälteren Wintern besonders fatal für Fische aus – Stadt Wien sollte rasch mit Gegenmaßnahmen starten
WWF-Erfolg: Wisente erfolgreich im Kaukasus ausgewildert
Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.













