Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
WWF-Erfolg: Großer Uferschwalben-Brutplatz an der Drau geschützt
Es war eines der Projektziele unseres DRAVA Life Projekts, einen der größten Uferschwalben-Brutplätze an der Drau zu sichern. Mitte Juni ist das nach jahrelanger Arbeit endlich gelungen. Das ist ein wichtiger Schritt, um das Schutzgebiets-Netzwerk im Fünf-Länder Biosphärenpark Mur-Drau-Donau zu renaturieren.
Die kleine Gemeinde Ðelekovec im Osten Kroatiens und eine Bäuerin der Region stellten ihre Flächen, die an die Drau grenzen, der natürlichen Dynamik des Flusses zur Verfügung. Die Natur kann sich dort wieder entfalten. Das bestehende Steilwandufer bleibt erhalten und der Fluss bekommt mehr Raum. So können mit der Zeit neue natürliche Lebensräume für bedrohte Arten entstehen.
Steilwandufer sind wichtige Brutplätze für Uferschwalben. Doch durch die Begradigung der Flüsse in Europa gibt es diesen Lebensraum kaum noch. Daher sind die Uferschwalben in Mitteleuropa aktuell bedroht. An den Steilwandufern graben die nur 12 cm kleinen Vögel bis zu 70 cm tiefe Bruthöhlen in die sandige Wand, in denen bis zu zwei Mal im Jahr ihre Eier legen und ausbrüten. Das Steilwandufer nahe der Gemeinde Ðelekovec ist ein ganz besonderer Brutplatz für die seltenen Zugvögel. In guten Jahren brüten hier mehr als 1.000 Brutpaare! Dieser besondere Lebensraum ist aber auch für Bienenfresser und Eisvogel wertvoll.

Das Erfolgsgeheimnis: Die Entscheidung, die angrenzenden Flächen dem Steilufer zur Verfügung zu stellen, hat für alle Projekt-Partner Vorteile. Die Bäuerin zahlt immer weniger Pacht, weil ihre Agrarflächen mit der Zeit erodieren, also vom Wasser der Drau abgetragen werden. Die Gemeinde Ðelekovec kann ihr neu gewonnenen Titel „erstes Uferschwalben-Dorf Kroatiens“ für naturnahen Tourismus nützen. Zugleich wird der natürliche Hochwasserschutz im Gebiet verbessert, weil dem Fluss mehr Raum zur Entfaltung gegeben wird. Und die größte Gewinnerin ist die Natur, der – ganz im Sinne des jüngst beschlossenen EU-Renaturierungsgesetzes – ein Stück zurück gegeben wurde.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Auswilderungsprojekt: Tiroler Wisent-Kuh „Ina” erfolgreich im Kaukasus freigelassen
Naturschutzorganisation siedelt Wildrinder in ihrer Heimat Aserbaidschan an – Kuh „Ina” aus Innsbruck ist eines von 18 Tieren – WWF: „Paradebeispiel für internationalen Artenschutz”
Stromanbieter-Check: TIWAG fällt bei Stromanbieter-Check durch
129 heimische Stromanbieter von WWF und GLOBAL 2000 analysiert – TIWAG aufgrund von mangelnder Transparenz und fehlender naturverträglicher Strategie nur auf Platz 116
Stromanbieter-Check: Wenige Vorreiter, viel Intransparenz
WWF und GLOBAL 2000 analysieren 129 heimische Stromanbieter: Nur drei Vorreiter gekürt, schlechtes Zeugnis für viele Landesenergieversorger
Tiwag-Talschaftsverträge: WWF fordert Reformen statt heimlicher Absprachen
Geheime Vereinbarungen erst nach Gerichtsbeschluss offengelegt – WWF fordert volle Transparenz, unabhängige Kontrolle und neue Spielregeln für künftige Verträge
Good News: Neues Jahr bringt Fangverbot für Störe in Bulgarien
Bulgarien hat ein dauerhaftes Fangverbot für Störe in der Donau und im Schwarzen Meer eingeführt. Der WWF Bulgarien spielte dabei eine Schlüsselrolle.
Treibhausgas-Bilanz: WWF warnt vor drohendem Verfehlen der Klimaziele
Ausblick negativ, Österreich nicht auf Kurs für 2030 und 2040 – Verfehlen der Klimaziele wäre „politisches Debakel der Sonderklasse“
WWF zum Ableben von Andreas Pataki
Früherer Bürgermeister von Marchegg und langjähriger Partner im WWF-Auenreservat Marchegg verstorben – WWF würdigt Lebenswerk und Einsatz für Natur
Good News: Abkommen als Meilenstein für Meeresschutz
Das neue Jahr läutet eine neue Ära der Meerespolitik ein: Durch das internationale Abkommen zum Schutz der Hohen See gibt es nun endlich Regeln für zwei Drittel der globalen Meeresfläche.












