2030-Ziel außer Reichweite – WWF fordert Waldschutzpaket und entwaldungsfreie Lieferketten
Neuer Biodiversitätsbericht: WWF fordert Naturschutz-Offensive
Anlässlich der Veröffentlichung des Berichts „Multiple Krisen, gemeinsame Lösungen” mit 22 Vorschlägen aus der heimischen Wissenschaft fordert der WWF eine Naturschutz-Offensive von Bund und Ländern. „Der Bericht zeigt sehr deutlich, dass eine intakte Natur unsere beste Verbündete gegen die Folgen der Klima- und Biodiversitätskrise ist. Umwelt und Gesundheit profitieren von natürlichen Schutzmaßnahmen, die auch mit dem EU-Renaturierungsgesetz umgesetzt werden sollen”, sagt WWF-Experte Arno Aschauer. Der Bericht veranschauliche die enge Verbindung einer intakten Biodiversität mit der Verfügbarkeit von Wasser, einer sicheren Ernährung, einer hohen Gesundheit und dem Klimaschutz. „Daher sollte die Politik dem bis heute vernachlässigten Schutz der Biodiversität mehr Priorität geben, gerade auch was die Finanzierung betrifft“, sagt Arno Aschauer vom WWF.
Für Österreich empfehlen die Fachleute unter Bezug auf die Erkenntnisse des Weltbiodiversitätsrats (IPBES) u.a. mehr Renaturierungen, die Wiederherstellung von Flussauen, den Abbau unnötiger Querbauwerke und den Schutz wertvoller Moore und Böden. „Renaturierungen bringen nicht nur Vorteile für die heimische Fauna mit sich, sondern auch positive Effekte auf das Hochwasserrisiko und die Wasserqualität”, wird betont. Zudem warnt der Report vor den Folgen von Bodenversiegelung und Klimaveränderung. „In Österreich sind landwirtschaftliche Böden bedroht, weil immer mehr Flächen verbaut werden, der Boden sehr intensiv genutzt wird und Erosion sowie Wetterextreme zunehmen”, heißt es im Wortlaut. Daher seien sowohl die Entsiegelung von Böden als auch die Vermeidung neuer Versiegelung zentral.
Naturbasierte Lösungen sind laut dem Bericht auch für das Gesundheitssystem zentral, um die Folgen von Hitze, Extremwetter, Allergien und Infektionen abzufedern. „Eine gesündere Ernährung, ein verbesserter Hitzeschutz, etwa durch den Ausbau grüner Infrastruktur, sowie eine Reduzierung von Luft-, Wasser- und Bodenverunreinigungen haben nicht nur für das österreichische Gesundheitssystem positive Folgen, sondern auch für Nahrung, Wasser und Biodiversität”, so der Bericht wörtlich.
News
Aktuelle Beiträge
WWF: Bodenverbrauch in Österreich 2025 gestiegen
7,7 Hektar pro Tag – Politisches Ziel deutlich überschritten – „Boden-Budget“ bereits Ende April erschöpft – WWF fordert Maßnahmen gegen fortschreitende Verbauung
Budget: WWF fordert Wasserzins nach Schweizer Vorbild
Österreichisches Modell könnte rund 685 Millionen Euro jährlich für Budget bringen – Einnahmen sollen zweckgebunden in Gewässerschutz, Renaturierung und Energiesparmaßnahmen fließen
WWF: Salzburger Wolf-Verordnung verstößt gegen EU-Recht
Naturschutzorganisation warnt vor Gefährdung des Artenschutzes und erheblichem Tierleid – Rückzug der Verordnung aufgrund zahlreicher Mängel gefordert
WWF-Analyse zeigt dramatische Unterfinanzierung des Naturschutzes
Finanzierungslücke von fast einer Milliarde Euro beim Schutz der Biodiversität – Nur 30 Prozent des Bedarfs gedeckt – WWF und Wissenschaft fordern Kurswechsel bei Budget-Entscheidungen
WWF kritisiert Österreich-Vorstoß zur Lockerung von EU-Umweltauflagen
Kritik an Vorpreschen der Bundesregierung bei Deregulierung – Natur- und Artenschutz-Richtlinien wichtiges Schutzschild für Biodiversität und Klima
Durchbruch an der Grenzmur: WWF zeigt, wie Renaturierung gelingt
WWF Österreich und slowenische Projektpartner stellen natürlichen Fluss der Mur wieder her – Verbesserung des Hochwasserschutzes und der Flusslebensräume
Hitzetod bedroht Amazonas-Delfine: Studien zeigen gefährliche neue Normalität
Anhaltende Überhitzung von Flüssen gefährdet seltene rosa Flussdelfine – Klimakrise als Ursache für “thermische Fallen” von bis zu 41 Grad Celsius – WWF fordert besseren Schutz von Flüssen
Hunde-Spaziergang am Inn: Wie man Vogel-Nachwuchs schützen kann
An den Kiesbänken des Inns brüten derzeit wieder seltene Vogelarten. Doch Spaziergänger:innen und freilaufende Hunde können den Nachwuchs unwissentlich gefährden.










