Neuer Landesbefund legt nahe, dass getöteter Wolf für Ziegenrisse nicht verantwortlich war – WWF fordert Aufklärung und Ende voreiliger Abschussfreigaben
WWF: Neuer IPBES-Bericht sollte Weckruf für Politik und Wirtschaft sein
Im Rahmen der Vollversammlung des Weltbiodiversitätsrats IPBES in Manchester wurde am Montag ein neuer wissenschaftlicher Report über die Wechselwirkungen zwischen Unternehmen und Biodiversität veröffentlicht. Demnach müssen Politik und Wirtschaft in Zukunft mehr Verantwortung übernehmen, um den Verlust von Arten und Ökosystemen wirksam zu stoppen. „Wer ohne Rücksicht auf planetare Grenzen wirtschaftet, sägt am eigenen Ast. Der neue Bericht sollte daher ein Weckruf für Politik und Wirtschaft sein“, sagt WWF-Expertin Sabrina Peer.
Der WWF fordert verbindliche Regeln für biodiversitätsfreundliche Lieferketten, eine Erhebung und Offenlegung naturbezogener Auswirkungen und Risiken durch Unternehmen sowie den weltweiten Abbau umweltschädlicher Subventionen. „Unternehmen müssen ihre Geschäftsmodelle konsequent an den planetaren Grenzen ausrichten – andernfalls gefährden sie nicht nur unsere Lebensgrundlagen, sondern auch ihre eigene Zukunft“, sagt Sabrina Peer vom WWF. „Freiwilligkeit und unverbindliche Selbstverpflichtungen reichen nicht ansatzweise aus, um den globalen Naturverlust zu stoppen. Vielmehr braucht es einen Mix an Maßnahmen, die wirksam, transparent und nachvollziehbar gegensteuern.“
Damit die heimische Wirtschaft den Schutz der Biodiversität besser berücksichtigen kann, sind auch passende Rahmenbedingungen und Informationsgrundlagen notwendig. Daher fordert der WWF unter anderem höhere Investitionen in den Ausbau des Monitorings, die Etablierung einer zentralen Koordinationsstelle und ein zeitgemäßes Biodiversitätsinformationssystem Austria (BISA).
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