Vollversammlung der internationalen Meeresbodenbehörde startet am Montag in Jamaika – Massiver Druck könnte Moratorium gefährden – WWF fordert das Verhindern einer Umweltkatastrophe
Nach Massen-Fischsterben: WWF fordert Wasser-Rettungspaket für Untere Lobau
Anlässlich des großen Fischsterbens in der Unteren Lobau fordert der WWF eine transparente Aufklärung der Ursachen und das Beschleunigen langfristig wirksamer Gegenmaßnahmen – darunter vor allem ein „Wasser-Rettungspaket“ für das Naturjuwel. „Ein derart massives Fischsterben wäre absolut vermeidbar, wenn die Stadtregierung endlich die Einleitung von Wasser in die Untere Lobau ermöglichen würde. Die Untere Lobau leidet seit Jahren unter einem extremen Wassermangel, der sich in niederschlagsarmen und kälteren Wintern doppelt negativ für die Fische auswirkt“, sagt WWF-Experte Michael Stelzhammer.
Zu den Maßnahmen eines Rettungspakets zählt laut WWF vor allem eine Weiterleitung des Wassers von der Oberen in die Untere Lobau, um die ausgetrockneten Flächen zu revitalisieren. Zudem fordert der WWF gezielte Renaturierungsmaßnahmen. Dazu gehören die Anbindung der Unteren Lobau an die Donau und die Zugabe von Schotter in das Donaubett, um den Wasserspiegel zu heben und damit die Au-Gewässer der gesamten Au im Nationalpark weiter mit Wasser zu versorgen. Weiters muss für die Trinkwasserbrunnen in der Lobau eine Wasseraufbereitungsanlage errichtet werden, um damit auch die Wasserversorgung der Stadt sicherzustellen.
„Die Stadtregierung hat im Vorjahr nochmals eine Studie zum Thema beauftragt, obwohl die notwendigen Lösungen seit Jahren auf dem Tisch liegen. Es müsste daher schon längst um die konkrete Umsetzung gehen. ‚Nicht ob, sondern wann und wie machen wir das‘ muss die Devise sein“, sagt Michael Stelzhammer vom WWF.
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