WWF und BirdLife: Aktuelle Genanalyse des Mageninhalts liefert neue Erkenntnisse zur Vergiftung – Wölfe könnten das eigentliche Ziel der Täter gewesen sein
WWF kritisiert lückenhaftes Umweltbudget
Der WWF kritisiert das von Umweltminister Norbert Totschnig präsentierte Umweltbudget als „unzureichende Antwort auf die Klima- und Biodiversitätskrise“. Das geplante Resilienzpaket sei zu klein und lasse zentrale Aufgaben bei Biodiversität, Renaturierung und Gewässerschutz offen. Zugleich werde beim Klimaschutz massiv gekürzt und Ordnungspolitik vernachlässigt. „Dieses Budget hat große Lücken und verwaltet die ökologische Krise, statt Österreich krisenfester zu machen. Sparen bei der Vorsorge führt zu höheren Schäden und Folgekosten“, sagt Viktoria Auer vom WWF.
Der WWF fordert deutliche Nachbesserungen und mehr Planungssicherheit. Allein für die ökologische Gewässersanierung brauche es eine verbindliche Zusage von mindestens 200 Millionen Euro für die kommende Sechs-Jahres-Periode des 4. Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplans. Zusätzlich erfordere die Umsetzung der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur eine ausreichende Finanzierung, die über Wald und Wasser hinaus auch Moore, Auen, Feuchtgebiete, Böden und gefährdete Arten abdeckt. Darüber hinaus müsse die Transformation in Richtung Klimaneutralität stärker unterstützt werden.
Besonders kritisch sieht der WWF die Schieflage zwischen dem unterfinanzierten Naturschutz und neuen fossilen Förderungen. Allein beim Schutz der Biodiversität klafft laut einer WWF-Analyse eine Finanzierungslücke von rund einer Milliarde Euro pro Jahr, während umweltschädliche Subventionen bis zu sechs Milliarden Euro jährlich ausmachen. Zusätzlich stellt die Bundesregierung jetzt neue Mittel für den Agrardiesel bereit. „Ein Sparbudget mit neuen fossilen Subventionen setzt die völlig falschen Prioritäten. Das konterkariert auch die Ankündigungen des Finanzministers, dass kontraproduktive Anreize reduziert werden sollen“, kritisiert Viktoria Auer.
Auch beim Klimaschutz warnt der WWF vor hohen Folgekosten. Die Kürzungen bei Klimaförderungen werden fortgesetzt, während ein wirksames Klimaschutzgesetz und zusätzliche Maßnahmen zur Zielerreichung weiter fehlen. Dadurch steigt das Risiko, dass Österreich seine EU-Klimaziele verfehlt und mögliche Strafzahlungen von bis zu 2,9 Milliarden Euro drohen könnten. „Dieses Budget spart bei der Vorsorge und riskiert Milliardenkosten in der Zukunft“, sagt Viktoria Auer.
News
Aktuelle Beiträge
Artenschutz: WWF-Studie stellt Bundesländern schlechtes Zeugnis aus
WWF-Bundesländerbarometer: Nur vier von 35 Bewertungen erreichen gute Umsetzung – Große Defizite beim Management von Biber, Fischotter, Luchs und Wolf – Lichtblick beim Seeadler
WWF: Hunderte Menschen setzen Zeichen für den Schutz des Platzertals
660 Meter Menschenkette in Innsbruck machte Ausmaß des geplanten Tiwag-Staudamms sichtbar – Initiative „Rettet das Platzertal“ fordert Stopp des Projekts und naturverträgliche Alternativen
WWF zu EABG-Einigung: Schutz der letzten Flussjuwele vor Aushebelung bewahrt
Untauglicher Entwurf der Koalition in parlamentarischen Verhandlungen entschärft, aber Druck auf Flüsse bleibt hoch – WWF fordert Energiewende mit naturverträglichen Standorten und mehr Effizienz
Budget: WWF kritisiert Kürzungen bei Umwelt und Klima
Umweltschutzorganisation ortet falsche Prioritäten: Umweltschädliche Subventionen bleiben großteils unangetastet, Biodiversität bleibt unterfinanziert, beim Klimaschutz wird gekürzt
WWF: Österreichs Luchsbestand auf nur mehr rund 30 Tiere geschrumpft
Tag des Luchses: Aktueller FFH-Bericht an die EU-Kommission zeigt weitere Verschlechterung der bislang größten Teilpopulation im Mühl- und Waldviertel – WWF fordert rasche Bestandsstützung
WWF: Neun von zehn Flusspegeln mit Niedrigwasser
90 Prozent der Pegelmessstellen mit niedrigen bis sehr niedrigen Abflüssen – Flüsse in Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark besonders betroffen – WWF fordert mehr Renaturierung und Schutz für Gewässer
Welttag der Ozeane: WWF fordert Verdreifachung der Schutzgebiete im Mittelmeer
Rund 90 Prozent der Meeresfläche im Mittelmeer derzeit nicht geschützt – Überfischung, Verschmutzung und Klimakrise bedrohen einzigartige Artenvielfalt
WWF-Check: Rund ein Drittel der Grillfleisch-Angebote ohne österreichische Herkunft
95 Prozent der Grillfleisch-Angebote aus konventioneller Tierhaltung, nur jedes 20. Angebot ist Bio – WWF fordert verpflichtende Kennzeichnung von Herkunft und Haltung










