Online-Voting über neun Flüsse aus allen Bundesländern bis 1. September – Fachleute wählten Kandidaten nach Artenvielfalt, Gefährdung und Schutzbedarf aus
WWF trauert um Lechtaler Pfarrer Karlheinz Baumgartner
Österreich verliert einen seiner engagiertesten Naturschützer – Beispielgebender Einsatz für den Schutz der Wildfluss-Landschaft am Lech
Innsbruck, am 3. November 2020. Mit tiefem Bedauern hat der WWF Österreich vom Ableben des Lechtaler Pfarrers Karlheinz Baumgartner am Montag erfahren. „Mit Karlheinz Baumgartner verlieren wir eine wichtige moralische Säule und Stütze des Naturschutzes in Österreich“, sagt WWF-Naturschutzleiter Christoph Walder anlässlich des Ablebens des 81-jährigen Seelsorgers von Steeg, Kaisers und Hägerau. Die Naturschutzorganisation war mit Baumgartner vor allem über die gemeinsame Arbeit zum Schutz der Tiroler Wildfluss-Landschaft am Lech verbunden. „Karlheinz Baumgartner hat den WWF für den Lech begeistert. Ganz ohne Übertreibung kann man sagen, dass er das Herz des jahrzehntelangen Einsatzes für den Schutz des Naturjuwels gewesen ist“, betont Christoph Walder.
„Karlheinz Baumgartner war stets besonnen, sein Wort hatte bei der Politik und bei der Bevölkerung Gewicht. Er war stark in seinem Glauben an die Menschlichkeit verwurzelt und verstand es, mit großer Beharrlichkeit und einer deutlichen Sprache keinen Zweifel an seiner Position aufkommen zu lassen. Dennoch hat er stets auf Konsens und gemeinsame Lösungen hingearbeitet“, sagt Christoph Walder vom WWF Österreich.
„Karlheinz Baumgartner hat sich über den Lech hinaus vor allem in seinem Wirkungsbereich als Seelsorger und im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft für Schöpfungsverantwortung der Diözese Innsbruck für einen nachhaltigen Umgang der Menschen mit der Natur eingesetzt. Er hinterlässt eine große Lücke.“
Rückfragehinweis:
Mag. Volker Hollenstein
Leiter Politik und Kommunikation WWF Österreich
volker.hollenstein@wwf.at
+43 664 501 31 58
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Google-Ausbau: WWF fordert rasche Reparatur des UVP-Gesetzes
Google-Ausbau: WWF fordert rasche Reparatur des UVP-Gesetzes
Neue Zahlen: Möglicher Stromverbrauch entspricht fast einem Drittel des Stromverbrauchs von ganz Oberösterreich – Gesamter Ausbau muss Umweltprüfung durchlaufen – Stromhunger darf nicht auf Natur abgewälzt werden
Huchensterben in der Ybbs: WWF warnt vor tödlichen Wanderhindernissen
Fotos zeigen stark gefährdete Fische vor Kraftwerksbarrieren – WWF fordert funktionsfähige Fischaufstiege und durchgängige Flüsse als Schutz vor zunehmender Hitze
WWF-Erfolg: Tiwag muss Gefahrenanalysen herausgeben
Das Tiroler Landesverwaltungsgericht gibt dem WWF recht: Die Tiwag muss wichtige Dokumente rund um den geplanten Ausbau des Kraftwerks Kaunertal herausgeben. Dazu zählen auch Flutwellenberechnungen und Gefahrenszenarien.
WWF-Untersuchung: Wildfluss-Heuschrecken am Tiroler Inn verschwunden
Drei stark gefährdete Arten nur noch am Zubringer Ötztaler Ache nachweisbar – Flussverbauungen und Wasserableitungen setzen letzte Lebensräume unter Druck – WWF fordert großflächige Renaturierungen
WWF: Gericht verpflichtet Tiwag zur Herausgabe von Gefahrenanalysen
Landesverwaltungsgericht gibt WWF recht: Landesenergiekonzern muss Untersuchungen zu klimabedingten Naturgefahren, Flutwellenberechnungen, Alarmpläne und Gefahrenszenarien zum Gepatsch-Speicher herausgeben
Google-Rechenzentrum ohne UVP: WWF fordert rasche Gesetzesreform
Rechenzentren als eigenen Tatbestand im UVP-Gesetz verankern – Umweltorganisation verlangt Gesamtprüfung und strenge Umweltauflagen für Google-Ausbau in Kronstorf
Good News: Mehr Luchse in den Südostalpen
Im Dreiländereck Italien-Slowenien-Österreich beobachten wir einen Anstieg der Luchspopulation. Eine schöne Bestätigung für den grenzüberschreitenden Artenschutz!
WWF-Studie: Massiv gefährdete Donaustöre beinahe täglich Opfer von Wildtierkriminalität
In zehn Jahren über 3.300 Störe in der Unteren Donau illegal getötet – WWF warnt vor Kollaps dieser wichtigen Vorkommen in Europa und fordert konsequentere Strafverfolgung










