Google-Ausbau: WWF fordert rasche Reparatur des UVP-Gesetzes
Neue Zahlen: Möglicher Stromverbrauch entspricht fast einem Drittel des Stromverbrauchs von ganz Oberösterreich – Gesamter Ausbau muss Umweltprüfung durchlaufen – Stromhunger darf nicht auf Natur abgewälzt werden
WWF: Erstmals in Österreich: klimaneutral Drucken
Wien, 26.4.07 – Der Klimawandel bedroht die Artenvielfalt und die Lebensräume vieler Bewohner auf unserem Planeten. Während auch hierzulande noch über Möglichkeiten von Klimaschutzmaßnahmen diskutiert wird, setzt das Melker Familienunternehmen gugler* cross media gemeinsam mit dem WWF ein innovatives Konzept bereits in die Tat um. Seit Anfang April kann gugler* seinen Druckerzeugnissen das Prädikat „klimaneutral gedruckt“ verleihen. Ein Druckauftrag kann durch den Ankauf von Emissionsminderungs-Zertifikaten neutralisiert werden. Diese Ausgleichsbeiträge fließen in ausgewählte Klimaschutzprojekte, die das Gold-Standard-Gütesiegel des WWF tragen.
Das Melker Familienunternehmen gugler* cross media hat sich den Ruf eines Öko-Pioniers in der Branche erarbeitet. Nach der Einführung des Ökolabels greenprint* für umweltverträgliche Druckproduktion war nun der nächste Schritt bei gugler* „klimaneutrales Drucken“. CO2-Emissionen können mit Hilfe moderner Technologien oftmals beträchtlich reduziert, aber nur selten völlig vermieden werden. Dafür wurde das Konzept der Klimaneutralität entwickelt. Dieses basiert auf einem einfachen Ausgleichsprinzip, nach dem verursachte Emissionen durch die Einsparung der gleichen Menge an anderer Stelle neutralisiert werden können. Die Idee der Klimaneutralität ist weltweit anerkannt und wird von Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen, wie auch Umweltorganisationen und staatlichen Stellen als innovative Chance im Klimaschutz wahrgenommen.
Sobald die exakte Emissionsmenge errechnet ist, kann ein Druckauftrag neutralisiert werden – durch den Ankauf von ökologisch hochwertigen Emissionsminderungs-Zertifikaten aus anerkannten Klimaschutzprojekten. gugler* unterstützt dabei nur Vorhaben, die das Gold-Standard-Gütesiegel des WWF tragen. Aktuell wird mit den Neutralisierungsaufwänden der Betrieb eines Biomasse-Kraftwerks in Karnataka/Indien gefördert.
Der WWF bekennt sich zur klimaneutralen Druckproduktion bei gugler*. Das innovative Medienhaus war der erste Betrieb in Österreich, der die strengen Richtlinien des FSC (Forest Stewardship Council) erfüllt. FSC wird vom WWF als Zertifizierungssystem unterstützt. Das FSC-Gütesiegel garantiert die Verwendung von Papier aus nachhaltiger Waldwirtschaft. Zudem hat man auch im Rahmen der WWF Woodgroup bereits gemeinsame Aktivitäten für den Klimaschutz gesetzt.
DI Dr. Hildegard Aichberger, GF des WWF Österreich, zeigt sich erfreut über das nachhaltige Konzept zur Klimaneutralität. „Der Klimawandel hat viele Ursachen. Und mindestens genau so viele visionäre Köpfe sind notwendig, um diese Entwicklung zu stoppen. Jeder Auftraggeber, der seine Druckprodukte neutralisiert, leistet damit auch einen Beitrag, seinen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern,“ so Aichberger vom WWF.
Für GF Ernst Gugler ist klimaneutrales Drucken ein konsequenter Schritt hin zu einer noch umweltverträglicheren Produktion. „Klimaneutrales Drucken ergänzt sich perfekt mit unserer Unternehmensphilosophie. Wir sehen in diesem Angebot aber auch eine große und innovative Chance für alle Unternehmen, die im Sinne eines wertorientierten Managements bewusst ein Zeichen setzen wollen.“
Weitere Infos unter www.klimaneutral-drucken.at, www.greenprint.at, www.gugler.at
Rückfragehinweis:
Mag. Elke Mühlbachler, WWF-Pressesprecherin, tel. 01/48817-210.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Huchensterben in der Ybbs: WWF warnt vor tödlichen Wanderhindernissen
Fotos zeigen stark gefährdete Fische vor Kraftwerksbarrieren – WWF fordert funktionsfähige Fischaufstiege und durchgängige Flüsse als Schutz vor zunehmender Hitze
WWF-Erfolg: Tiwag muss Gefahrenanalysen herausgeben
Das Tiroler Landesverwaltungsgericht gibt dem WWF recht: Die Tiwag muss wichtige Dokumente rund um den geplanten Ausbau des Kraftwerks Kaunertal herausgeben. Dazu zählen auch Flutwellenberechnungen und Gefahrenszenarien.
WWF-Untersuchung: Wildfluss-Heuschrecken am Tiroler Inn verschwunden
Drei stark gefährdete Arten nur noch am Zubringer Ötztaler Ache nachweisbar – Flussverbauungen und Wasserableitungen setzen letzte Lebensräume unter Druck – WWF fordert großflächige Renaturierungen
WWF: Gericht verpflichtet Tiwag zur Herausgabe von Gefahrenanalysen
Landesverwaltungsgericht gibt WWF recht: Landesenergiekonzern muss Untersuchungen zu klimabedingten Naturgefahren, Flutwellenberechnungen, Alarmpläne und Gefahrenszenarien zum Gepatsch-Speicher herausgeben
Google-Rechenzentrum ohne UVP: WWF fordert rasche Gesetzesreform
Rechenzentren als eigenen Tatbestand im UVP-Gesetz verankern – Umweltorganisation verlangt Gesamtprüfung und strenge Umweltauflagen für Google-Ausbau in Kronstorf
Good News: Mehr Luchse in den Südostalpen
Im Dreiländereck Italien-Slowenien-Österreich beobachten wir einen Anstieg der Luchspopulation. Eine schöne Bestätigung für den grenzüberschreitenden Artenschutz!
WWF-Studie: Massiv gefährdete Donaustöre beinahe täglich Opfer von Wildtierkriminalität
In zehn Jahren über 3.300 Störe in der Unteren Donau illegal getötet – WWF warnt vor Kollaps dieser wichtigen Vorkommen in Europa und fordert konsequentere Strafverfolgung
WWF zum Tag der Haie: 80 Arten leben im Mittelmeer – und brauchen besseren Schutz
Über 60 Prozent der Hai- und Rochenarten im Mittelmeer sind bedroht – Überfischung und Verschmutzung als Ursache – Haifleisch oft versteckt auf Touristenmenüs – WWF ruft zu Vorsicht beim Fischkonsum auf und fordert strengere Kontrollen der Fischerei













