Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
WWF startet erste weltweite Volksabstimmung fürs Klima
Wien, 9. November 2009 – Der WWF Österreich startet heute seine Vote-Earth-Kampagne, die bis zum Beginn der Klimakonferenz in Kopenhagen am 7. Dezember dauern wird. Vote Earth – Wähle die Erde!“ ist die erste weltweite Volksabstimmung und der WWF erwartet sich viele Millionen Stimmen, die im Dezember den Delegierten in Kopenhagen übergeben werden. Auf einer eigenen Website www.voteearth.at können alle ÖsterreicherInnen mit wenigen Mausklicks ihre Stimme für die Erde abgeben und die Stimmenanzahl auf einer Landkarte Österreichs vergleichen. „Mit Vote Earth schaffen wir eine weltweite demokratische Plattform, die jedem Österreicher und jeder Österreicherin eine Stimme in Kopenhagen geben soll“, erklärt WWF-Geschäftsführerin Hildegard Aichberger. Ein Fernsehspot mit dem Schauspieler Frank Hoffmann bewirbt die Aktion. Gleichzeitig unterstützen mehr als 140 der meistbesuchten Websites Österreichs und viele österreichische Medien die Kampagne auf ihren Homepages. Zahlreiche Prominente aus Politik, Kultur und Sport werben für Vote Earth. Die weltweite Aktion schließt an die erfolgreiche „Earth Hour“ an, bei der sich heuer knapp eine Milliarde Menschen in mehr als 4.000 Städten beteiligten und die Lichter für eine Stunde abschalteten.
„Wähle die Erde!“ ist ein demokratisches Onlineportal, das auf Google Maps basiert und über zahlreiche Medien und die wichtigsten sozialen Internetdienste wie Facebook und Twitter verbreitet wird. Die österreichischen Stimmen für die Erde werden zusammen mit den Stimmen aller Staaten der Welt auf der Klimakonferenz in Kopenhagen den Delegierten übergeben, die einen Nachfolgevertrag für das Kyoto-Abkommen beschließen sollen. Der WWF erwartet sich mehr als Hundert Millionen Stimmen. Auch der WWF Österreich wird in Kopenhagen vertreten sein und die österreichischen Stimmen gesammelt an die Entscheidungsträger für das Weltklima übergeben.
Vote Earth ist eine Folgekampagne der Earth Hour, die 2007 in Sydney begann. Damals schalteten 2,2 Millionen Menschen ihre Lichter aus und setzten damit ein Zeichen für den Klimaschutz. Dieses Zeichen wurde 2008 zur globalen Bewegung, als 50 Millionen Menschen in 400 Städten ihre Lichter abdrehten. Am 28. März 2009 beteiligten sich knapp eine Milliarde Menschen und machten die Earth Hour damit zur größten Aktion für das Weltklima aller Zeiten. Mehr als 4.000 Städte, darunter auch die Hauptstädte von 88 Staaten, schalteten für eine Stunde ihre Lichter aus. Auch knapp Tausend der berühmtesten Sehenswürdigkeiten waren für eine Stunde dunkel, darunter auch mehrere Wahrzeichen in Österreichs Landeshauptstädten. Fast 20.000 Wirtschaftsunternehmen, 8.000 Schulen und 5.500 Organisationen unterstützten die Aktion aktiv.
Auf dem Weltklimagipfel der Vereinten Nationen (COP 15) wird zwei Wochen lang in Kopenhagen über das Klimaschicksal der Erde verhandelt. Der WWF fordert einen wirksamen und bindenden Nachfolgevertrag zum Abkommen von Kyoto. Das Ziel des Vertrages ist es, die weltweite Erdewärmung unter zwei Grad zu halten um Katastrophen und ein Massensterben von einem Drittel aller Tier- und Pflanzenarten zu verhindern.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Leiter Medien WWF Österreich, Tel. 01-48817-231, Email: franko.petri@wwf.at, Website: www.voteearth.at.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Auswilderungsprojekt: Tiroler Wisent-Kuh „Ina” erfolgreich im Kaukasus freigelassen
Naturschutzorganisation siedelt Wildrinder in ihrer Heimat Aserbaidschan an – Kuh „Ina” aus Innsbruck ist eines von 18 Tieren – WWF: „Paradebeispiel für internationalen Artenschutz”
Stromanbieter-Check: TIWAG fällt bei Stromanbieter-Check durch
129 heimische Stromanbieter von WWF und GLOBAL 2000 analysiert – TIWAG aufgrund von mangelnder Transparenz und fehlender naturverträglicher Strategie nur auf Platz 116
Stromanbieter-Check: Wenige Vorreiter, viel Intransparenz
WWF und GLOBAL 2000 analysieren 129 heimische Stromanbieter: Nur drei Vorreiter gekürt, schlechtes Zeugnis für viele Landesenergieversorger
Tiwag-Talschaftsverträge: WWF fordert Reformen statt heimlicher Absprachen
Geheime Vereinbarungen erst nach Gerichtsbeschluss offengelegt – WWF fordert volle Transparenz, unabhängige Kontrolle und neue Spielregeln für künftige Verträge
Good News: Neues Jahr bringt Fangverbot für Störe in Bulgarien
Bulgarien hat ein dauerhaftes Fangverbot für Störe in der Donau und im Schwarzen Meer eingeführt. Der WWF Bulgarien spielte dabei eine Schlüsselrolle.
Treibhausgas-Bilanz: WWF warnt vor drohendem Verfehlen der Klimaziele
Ausblick negativ, Österreich nicht auf Kurs für 2030 und 2040 – Verfehlen der Klimaziele wäre „politisches Debakel der Sonderklasse“
WWF zum Ableben von Andreas Pataki
Früherer Bürgermeister von Marchegg und langjähriger Partner im WWF-Auenreservat Marchegg verstorben – WWF würdigt Lebenswerk und Einsatz für Natur
Good News: Abkommen als Meilenstein für Meeresschutz
Das neue Jahr läutet eine neue Ära der Meerespolitik ein: Durch das internationale Abkommen zum Schutz der Hohen See gibt es nun endlich Regeln für zwei Drittel der globalen Meeresfläche.












