Brutbilanz 2026: 30 Jahre alter Rekord gebrochen – 147 Jungvögel bei 46 Brutpaaren nachgewiesen – WWF-Auenreservat bietet wertvollen Lebensraum
WWF ruft Walfangkommission zur Offensive für Walschutz auf
Jersey/Wien, Dienstag, 12. Juli 2011 – Anlässlich der gerade tagenden Internationalen Walfangkommission (IWC) auf der britischen Insel Jersey ruft der WWF die Regierungsvertreter zu verstärktem Schutz der Wale auf. Wale, Delfine und Meeresschildkröten sind heute bedroht wie noch nie zuvor. „Die Schifffahrt, der Öl- und Gasabbau vor den Küsten, die Netze der Fischereiindustrie und der Lärmpegel in den Ozeanen sind die schlimmsten Bedrohungen für die Wale“, so WWF-Meeresexperte Georg Scattolin. Durch menschlichen Einfluss sterben jährlich mehr als 300.000 Wale, Delfine und Meeresschildkröten.
Der WWF warnt, dass einige Wal- und Delfinarten wie auch manche Arten von Meeresschildkröten kurz vor der Austrottung stehen. Besonders gefährdet sind die nordwestlichen pazifischen Grauwale, von denen nur noch 130 Exemplare existieren. Auch von der kleinsten Walart, dem Vaquita, gibt es nur mehr gezählte 245 Individuen. Insgesamt verenden jährlich mehr als 300.000 Wale, Delfine und Schildkröten in den Netzen der Fischer als unnützer Beifang. „Im 21. Jahrhundert sind die Weltmeere in einer großen Krise. Der Abbau von Öl und Gas und die Überfischung sind für die sinkende Zahl der Wale hauptverantwortlich“, so Scattolin. Auch die tödlichen Zusammenstöße von Schiffen und Walen werden immer häufiger.

Der WWF ruft die IWC zu dringendem Handeln auf. Besonders die Effektivität und Transparenz der Entscheidungen innerhalb der IWC muss verbessert werden, so der WWF. Zusätzlich braucht es dringend mehr Gelder für die Durchführung von Schutzprogrammen. Zusammenstöße von Schiffen und Walen könnten leicht verhindert werden. Dazu müsste die Fahrgeschwindigkeit der Schiffe in den kritischen Gebieten verlangsamt werden und die Schifffahrtsrouten so verändert werden, dass die Kollisionen stark vermindert werden können, so der WWF.
Rückfragehinweis:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231
Email: franko.petri@wwf.at
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