Anhaltende Trockenheit verschärft Wassermangel im Nationalpark und gefährdet Biodiversität – WWF fordert Stadt Wien zum Handeln auf
WWF: Sofortiger Planungsstopp für Staustufe Graz
Wien, Graz, am 29. 11. 2011 – Fünf unabhängige Experten der Fachabteilung für Wasserwirtschaft des Landes Steiermark bestätigen nun in einer Stellungnahme zur laufenden UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung), wovor die Kraftwerksgegner seit langem gewarnt haben: Kommt die Staustufe Graz, verschlechtert sich nicht nur der Mur-Abschnitt mitten in Graz mit seiner Huchenpopulation, sondern auch die Qualität des Grundwassers im Grazer Feld. "Das Kraftwerk hat also direkte negative Auswirkungen auf das Trinkwasser der Grazerinnen und Grazer", erklärt Christoph Litschauer, Flussexperte des WWF. "Das kann auf keinen Fall im Öffentlichen Interesse, also dem Gemeinwohl dienlich, sein."
Der WWF unterstützt vollinhaltlich die Forderung von "Rettet die Mur" nach einem Planungsstopp für das umstrittene Kraftwerk. "Standort und Planung der Staustufe müssen nun angesichts des vernichtenden Expertenurteils völlig neu überdacht werden", so Litschauer vom WWF.
Die steirische Mur beherbergt die größte Huchenpopulation Österreichs. Dies ist ein deutlicher Indikator für ihre ökologische Wertigkeit und auch für die gute Wasserqualität der Mur im Raum Graz. Hier muss der Naturschutz eindeutig Vorrang vor der energiewirtschaftlichen Nutzung haben, fordert der WWF abschließend.
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, Pressesprecherin WWF
Email: claudia.mohl@wwf.at
Tel: 01 488 17 – 250
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF warnt: Drei Viertel der Fluss-Pegel in Österreich mit Niedrigwasser
Extreme Trockenheit setzt Gewässer und Arten stark unter Druck – Besondere Betroffenheit in der Steiermark, Niederösterreich und Kärnten – WWF fordert Schutzpaket für Flüsse
WWF fordert Sieben-Punkte-Plan gegen zunehmende Dürre
„Österreichs Wasserpolitik nicht klimatauglich“ – WWF fordert mehr Wasserrückhalt, weniger Versiegelung und konsequente Renaturierung – Biber als natürlichen Helfer fördern
Studie der Uni Graz: Fehlende Klimapolitik gefährdet Budgetsanierung
Analyse des Wegener Centers zeigt steigende Kosten und fiskalische Risiken durch fehlende Klimaschutz-Maßnahmen – WWF fordert Kurswechsel in der Budgetpolitik
WWF: Persischer Leopard überwindet Grenzzaun zwischen Iran und Aserbaidschan
Spektakuläre Aufnahmen zeigen Leopardensprung über Grenzzaun – Hoffnung für eine bedrohte Art – WWF Österreich setzt sich zum Arterhalt im Kaukasus ein – Internationaler Tag des Leoparden am 3. Mai
WWF fordert „Schwammwald-Paket“ gegen zunehmende Trockenheit
Wasserspeicher-Funktion der heimischen Wälder stark belastet – Folgen der Klimakrise machen sich immer stärker bemerkbar
Neuer Bericht: Waldzerstörung trotz Rückgang auf alarmierendem Niveau
2030-Ziel außer Reichweite – WWF fordert Waldschutzpaket und entwaldungsfreie Lieferketten
WWF: Bodenverbrauch in Österreich 2025 gestiegen
7,7 Hektar pro Tag – Politisches Ziel deutlich überschritten – „Boden-Budget“ bereits Ende April erschöpft – WWF fordert Maßnahmen gegen fortschreitende Verbauung
Budget: WWF fordert Wasserzins nach Schweizer Vorbild
Österreichisches Modell könnte rund 685 Millionen Euro jährlich für Budget bringen – Einnahmen sollen zweckgebunden in Gewässerschutz, Renaturierung und Energiesparmaßnahmen fließen













