Geplante Verordnung der Landesregierung äußerst mangelhaft – WWF fordert umfassende Sanierung statt Stückwerk – Weitere Eskalation des EU-Vertragsverletzungsverfahrens droht
WWF und Volksschule Mils: Aktiv für den Wiedehopf
WWF Presseaussendung
Mils, am 15. April 2016 – Die Volksschule Mils unter der Leitung der Lehrerin Rebecca Bullock und von Schuldirektorin Simone Grissemann hat sich für Donnerstag, den 14. April ein spannendes Artenschutzprojekt vorgenommen: Die Schülerinnen und Schüler der Schule bastelten Nisthilfen für eine besonders attraktive Vogelart – den Wiedehopf. Sein farbiges Gefieder, der gekrümmte Schnabel und die Federhaube machen diesen im Tiroler Inntal selten gewordenen Vogel unverwechselbar. „Der Wiedehopf ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch ein überaus nützlicher Vogel, da er größere Insekten, darunter auch Engerlinge, frisst“, erklärt Toni Vorauer, Schutzgebietsbetreuer der Inn-Auen und WWF-Mitarbeiter.
Unter der Mithilfe von Vorauer fertigten die Kinder zwei mittelgroße Holzkästen an und brachten sie an geeigneten Stellen an Bäumen im Landschaftsschutzgebiet Milser Au an. Der Wiedehopf ist eine kulturfolgende Vogelart und wurde in dieser Gegend immer wieder beobachtet. Im Frühling bereitet er sich wie alle anderen Vögel auf die Brutzeit vor. Weil es immer schwieriger wird, geeignete Nistplätze zu finden, wollen ihn der WWF und die Volksschule Mils dabei tatkräftig unterstützen. „Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass die Nisthilfe von den Wiedehöpfen auch angenommen wird, und es bald gefiederten Nachwuchs gibt“, so Vorauer.
Die Kästen wurden in einer Höhe von eineinhalb Meter platziert. „Man würde meinen, dass hier Fressfeinde wie Marder oder Wiesel leichtes Spiel haben“, erzählt Vorauer. „Doch der Wiedehopf ist sehr wehrhaft. Sowohl die Elterntiere als auch die Nestlinge zeigen eine besondere Verhaltensweise. Sie strecken ihren Feinden flugs das Hinterteil entgegen und spritzen dünnflüssigen Kot aus dem Darm. Dazu wird noch schlangenähnlich gezischt.“
Mit diesem Projekt setzt die Volksschule Mils ihr Engagement für den Artenschutz fort. Bereits in vergangenen Jahren bauten die Volksschüler mit der Hilfe von Toni Vorauer Nistkästen. Manche dieser Nisthilfen wurden jedoch zerstört. „Die Schülerinnen und Schüler und der WWF ersuchen die Besucher der Milser Au, keine Steine oder Äste auf die Kästen zu werfen“, bitten die Vogelfreunde. Schließlich sollen die Nistkästen noch lange als gemütliche Kinderstube für die Küken genutzt werden können.
Rückfragehinweis:
Toni Vorauer, WWF-Mitarbeiter und Schutzgebietsbetreuer, Tel. 0676/83 488 401,
E-Mail: vorauer@ecotone.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF: Lebensmittelverschwendung kostet Haushalte im Schnitt rund 100 Euro pro Monat
Tag der Lebensmittelrettung am 26. Mai: WWF errechnet Kosten der Verschwendung für Haushalte – Mehr Aufklärung, Transparenz und verbindliche Reduktionsziele gefordert
WWF: Neuer OECD-Bericht belegt anhaltenden Reformstau
Umweltprüfbericht kritisiert fehlende Verbindlichkeit, unklare Zuständigkeiten und umweltschädliche Fehlanreize – Ausbau von Schutzgebieten und bessere Naturschutz-Finanzierung empfohlen – OECD warnt vor Bodenversiegelung und Verfehlen der Klimaziele
Good News: Laos kämpft um Rückkehr der Tiger
Die Regierung in Laos hat einen Nationalen Aktionsplan verabschiedet, durch den sich die Tigerpopulation wieder erholen soll.
INN Dialog diskutiert über Zukunft des Dreiländerfluss
Rund 100 Teilnehmende aus Wissenschaft, Praxis und Bevölkerung diskutieren über den Arten- und Naturschutz am Inn – Abschluss des grenzüberschreitenden EU-Projekt INNsieme connect
WWF: Neue Hoffnung für den Tiger – Laos startet nationalen Aktionsplan zur Rückkehr der Großkatzen
Nur mehr rund 5.500 Tiger in freier Wildbahn – Neuer Zehn-Jahres-Plan zur Aufwertung der Tiger-Lebensräume in Laos beschlossen – WWF vor Ort zur Umsetzung im Einsatz
WWF zum Natura 2000-Tag: Neue EU-Daten zeigen schlechte Lage der Biodiversität in Österreich
Aktuelle FFH-Datensätze: 81 Prozent der geschützten Arten und 77 Prozent der Lebensräume in keinem günstigen Zustand – WWF fordert größere und bessere Schutzgebiete
WWF zur Inflation: Fossile Energien sind zentraler Preistreiber
Ein Drittel der Teuerung geht auf höhere Treibstoff- und Heizölpreise zurück – WWF fordert mehr Energieeffizienz, Abbau umweltschädlicher Subventionen und naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien – Spritpreisbremse nahezu wirkungslos
WWF zu EABG-Verhandlungen: Regierung muss ihren Entwurf grundlegend verbessern
Naturschutzorganisation kritisiert mangelnde Kompromissbereitschaft der Koalition und fordert klare Verbesserungen bei Naturverträglichkeit













