Neue Studie bestätigt positive Effekte von Biberdämmen: Durch Biber geschaffene Feuchtgebiete speichern große Mengen an Kohlenstoff – WWF fordert mehr Raum für den Biber
„Der letzte Wilde“: Das war der Riverwalk 2019
Lech, am 25. Juli 2019. Gemeinsam wanderten die Mitglieder der Jugendinitiative Generation Earth 14 Tage lang durch das Lechtal. Mit der Aktion wollen die jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 30 Jahren das Bewusstsein für die Rolle intakter Flüsse schärfen sowie spannende Einblicke in die Naturschutzpraxis bieten. Neben dem Naturerlebnis standen auch die Erweiterung des eigenen Wissens mit einer Gewässerschutz-Wanderung, Workshops und Trainings am Programm. Der Riverwalk fand heuer bereits zum sechsten Mal statt und stellt jedes Jahr einen anderen schützenswerten Fluss in den Vordergrund. Enden wird der Riverwalk am Freitag, den 26. Juli, in Schongau in Deutschland.
„Der Lech ist ein Paradebeispiel für erfolgreichen Gewässerschutz in Österreich. Über dreißig Jahre haben sich lokale Organisationen, Künstler und der WWF für den Erhalt dieses Flusses eingesetzt. Im Zuge des Riverwalks 2019 haben wir ein Gewässer gesehen, das nicht verbaut ist und wo zahlreiche Renaturierungsprojekte dazu beigetragen haben, dass der freifließende Lech auch ‚Der letzte Wilde‘ genannt wird.“, freut sich Philipp Wilfinger, Generation Earth Mitglied und Mitorganisator des Riverwalks 2019. „Wir wünschen uns, dass auch andere österreichische Flüsse nach diesem Vorbild renaturiert werden – zur Bewahrung unserer Biodiversität, zum Erhalt unserer Lebensqualität und zum Schutz unseres Trinkwassers.“
Erhalt unserer Flüsse als Lebensgrundlage
Nur mehr 15 Prozent der österreichischen Flüsse sind ökologisch intakt. 60 Prozent sind in keinem guten Zustand und gelten als sanierungsbedürftig. Um auf diesen erschreckenden Zustand aufmerksam zu machen, stellt der Riverwalk Flüsse als Lebensgrundlage in den Mittelpunkt: „Die Ökosysteme des Süßwassers sind massiv von Artensterben bedroht. Die Politik hat viel zu lang weggesehen. Wir fordern mehr Einsatz von den politischen Verantwortlichen, was den Gewässerschutz betrifft – sowohl auf österreichischer, als auch auf europäischer Ebene.“, so Philipp Wilfinger.
Rückfragehinweis:
Philipp Wilfinger, Generation Earth Mitglied und Mitorganisator Riverwalk 2019
Sarah Bimingstorfer, WWF-Pressesprecherin, Tel. 0676 83 488 216, sarah.bimingstorfer@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Good News: Besserer Schutz für wandernde Tierarten
Tiere wie die grüne Meeresschildkröte, die Schneeeule und der Große Hammerhai werden zukünftig besser geschützt. Die Entscheidung fiel auf der UN-Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten.
WWF an Bundesregierung: Verzicht auf Energiesparen verschärft Energiekrise
Anhaltendes Verweigern wirksamer Energiespar-Maßnahmen und Kampagnen erhöht Risiko von Versorgungsengpässen – Umdenken der Politik gefordert
Neue WWF-Umfrage zeigt große Unterstützung für Renaturierung in Österreich
76 Prozent halten Renaturierungsmaßnahmen für wichtig – Mehrheit fordert Kanzler-Einsatz für Finanzierung und Abbau umweltschädlicher Subventionen
Bauarbeiten für Lobau-Autobahn gestartet – WWF kritisiert sündteuren Irrweg
Umweltrisiken und Milliardenkosten sprechen eindeutig gegen neue S1-Autobahn – WWF fordert Ausbau des öffentlichen Verkehrs und flächensparende Raumplanung
Drama um Buckelwal „Timmy“: WWF warnt vor steigenden Gefahren für Wale weltweit
Wachsender Unterwasserlärm, Schiffsverkehr und Folgen der Klimakrise bringen Wale weltweit unter Druck – WWF fordert verstärkten Schutz, um Risiko für Strandungen zu reduzieren
WWF und VCÖ: Rund 17.000 Hasen jährlich Opfer des Straßenverkehrs
Straßennetz wird zur tödlichen Falle – Zerschneidung der Lebensräume nimmt zu – WWF und VCÖ fordern Stopp der Naturzerstörung
WWF-Erfolg: Comeback der Spitzmaulnashörner in Südafrika
Hoffnung für eine stark bedrohte Art: Durch Schutzmaßnahmen leben wieder 6.487 Spitzmaulnashörner in Südafrika. Vor allem Lebensraumverlust und Wilderei sind eine große Gefahr.
WWF: Neues Gesetz bedroht Österreichs letzte intakte Flüsse
Naturschutzorganisation warnt vor „Freibrief für Flussverbauung“ durch EABG – Geplantes Aufweichen des Gewässerschutzes geht weit über EU-Vorgaben hinaus – WWF fordert deutliche Verbesserungen













