Vollversammlung der internationalen Meeresbodenbehörde startet am Montag in Jamaika – Massiver Druck könnte Moratorium gefährden – WWF fordert das Verhindern einer Umweltkatastrophe
Weltweiter Klimastreik: WWF fordert Stopp von Flächenfraß
Ab 12 Uhr findet der achte weltweite Klimastreik statt. Der WWF Österreich tritt gegen die massive Verbauung auf: „Bodenschutz ist Klimaschutz“
„Der Flächenfraß befeuert die Klimakrise – intakte Böden hingegen können ihre Folgen mindern und CO2 speichern. Anstatt unsere letzten verbliebenen Naturräume zu schützen, werden immer mehr Gewerbeparks auf die grüne Wiese gebaut, die wiederum neue Straßen brauchen, die Zersiedelung fördern und damit das Verkehrsproblem verschlimmern“, kritisiert Hanna Simons, Programmleiterin des WWF Österreich. Derzeit werden in Österreich täglich rund 11,5 Hektar wertvoller Grünflächen verbaut. „Die Politik muss den zunehmenden Flächenfraß endlich stoppen und sich aktiv für den Schutz unserer Natur einsetzen“, fordert Simons.
Hinsichtlich des von der Bundesregierung für Oktober angekündigten Bodenschutz-Gipfels fordert der WWF einen Bodenschutz-Vertrag mit einer verbindlichen Obergrenze von maximal einem Hektar Verbauung pro Tag. Darüber hinaus brauche es eine klimagerechte Ökologisierung des Steuersystems und einen Klima- und Bodencheck für Großprojekte. „Die Politik muss den Flächenfraß als Problem für Umwelt, Klima und Gesundheit erkennen und Bodenschutz zur Chefsache machen – denn Bodenschutz ist Klimaschutz!“, sagt Simons und verweist auf eine aktuelle repräsentative Umfrage, wonach sich 76 Prozent der Österreicher*innen eine verbindliche Obergrenze für den Bodenverbrauch wünschen. „Wir müssen heute alle auf die Straße gehen und für unsere Forderungen eintreten. Nur gemeinsam können wir die Klimakrise bekämpfen,“ sagt Simons.
Der achte weltweite Klimastreik der Fridays for Future führt am 24. September ab 12 Uhr vom Wiener Praterstern bis zum Heldenplatz.
Details zum Klimastreik in Wien: www.klimaprotest.at
Details zu den Klimastreiks in allen Bundesländern: www.fridaysforfuture.at
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