Artenschutzkonferenz: Stirbt der Blauflossenthunfisch aus?

19. März 2010 | Presse-Aussendung

Wien/Doha, Donnerstag, 18. März – Der Antrag von Monaco, den internationalen Handel mit atlantischem Blauflossenthunfisch zu verbieten, wurde heute bei der internationalen Artenschutzkonferenz in Doha/Katar abgewiesen. „Obwohl wissenschaftlich erwiesen ist, dass der Bestand alle Kriterien für den Schutz der Art erfüllt und trotz der politischen Unterstützung einer Mehrheit von Fangnationen auf beiden Seiten des Atlantiks, […]
nachhaltige-fischerei-thunfisch

Wien/Doha, Donnerstag, 18. März – Der Antrag von Monaco, den internationalen Handel mit atlantischem Blauflossenthunfisch zu verbieten, wurde heute bei der internationalen Artenschutzkonferenz in Doha/Katar abgewiesen. „Obwohl wissenschaftlich erwiesen ist, dass der Bestand alle Kriterien für den Schutz der Art erfüllt und trotz der politischen Unterstützung einer Mehrheit von Fangnationen auf beiden Seiten des Atlantiks, hat die Regierung keine Chance bekommen, die Diskussion zu Ende zu führen. Das ist eine Katastrophe für die Weltmeere“, reagierte WWF-Meeresexperte Axel Hein heute Nachmittag enttäuscht. 72 der 129 Mitgliedsstaaten von CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) haben gegen den Antrag gestimmt. Damit konnte keine Zweidrittel-Mehrheit erreicht werden.

Das Fürstentum Monaco, das den Antrag auf die Listung im Anhang I – was einem internationalen Handelsverbot entspricht – eingebracht hatte, wurde kurz nach Eröffnung der Verhandlungen unterbrochen und Libyen drängte auf eine unmittelbare Stimmabgabe. Damit darf Japan, das 80 Prozent aller gefangenen Blauflossenthunfische aufkauft, den Raubbau an der extrem gefährdeten Art fortsetzen. Der WWF wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass Restaurants, Supermärkte, Händler und Konsumenten keinen Blauflossenthunfisch mehr kaufen.

Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231, Email: franko.petri@wwf.at.

Rückfragen

Hinweis: Dieser Inhalt wurde zuletzt vor mehr als einem Jahr aktualisiert. Zahlen und Fakten könnten daher nicht mehr aktuell sein. Bitte benutzen Sie die Globale Suche um aktuellere Inhalte zum Thema auf wwf.at zu finden.

Tiger, Gorilla, Eisbär & Co brauchen jetzt Ihre Hilfe!

Leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz bedrohter Tierarten. Unterstützen Sie uns dabei, faszinierende Lebewesen vor dem Aussterben zu bewahren und deren Lebensräume zu erhalten.

Tiger, Gorilla, Eisbär & Co brauchen jetzt Ihre Hilfe!

Leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz bedrohter Tierarten. Unterstützen Sie uns dabei, faszinierende Lebewesen vor dem Aussterben zu bewahren und deren Lebensräume zu erhalten.

Tiger, Gorilla, Eisbär & Co brauchen jetzt Ihre Hilfe!

Leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz bedrohter Tierarten. Unterstützen Sie uns dabei, faszinierende Lebewesen vor dem Aussterben zu bewahren und deren Lebensräume zu erhalten.

WWF-News per E-Mail

Im WWF-Newsletter informieren wir Sie laufend über aktuelle Projekte und Erfolge: Hier bestellen!

News

Aktuelle Beiträge

ERSTE WWF STOCK ENVIRONMENT – Umweltfonds jetzt auch in Deutschland verfügbar

ERSTE WWF STOCK ENVIRONMENT – Umweltfonds jetzt auch in Deutschland verfügbar

Mit dem ERSTE WWF STOCK ENVIRONMENT ermöglicht die Erste Asset Management nun auch Anleger:innen in Deutschland, in globale Unternehmen zu investieren, deren Produkte und Dienstleistungen bestimmten Nachhaltigkeitskriterien entsprechen. Vor allem die Themenfelder Erneuerbare Energien und Energieeffizienz, Recycling und Abfallwirtschaft, Wasseraufbereitung und –versorgung sowie nachhaltige Mobilität werden in der Strategie des Fonds berücksichtigt. In Österreich gehen der WWF und die Erste AM bereits seit 17 Jahren einen gemeinsamen Weg. Seit 2006 erreicht der Fonds eine überzeugende Performance und bietet interessante Wachstumschancen – sowohl in finanzieller als auch in ökologischer Hinsicht. Anleger:innen sollten dabei aber stets die Risiken beachten, die Investments in Wertpapiere beinhalten.

mehr lesen