Aufnahmen von Wildtierkameras zeigen, wie thailändische Tigerfamilien durch die Wälder streifen. Und auch Zahlen bestätigen, dass sich die dortigen Tigerbestände erholen – in Thailand ist er seit 2024 um 16% angestiegen.
Aschermittwoch: Welchen Fisch auf den Tisch?
Wien, am 12. Februar 2018 – Der Heringsschmaus läutet traditionell die Fastenzeit ein. Wer angesichts überfischter Ozeane mit gutem Gewissen zu Fisch greifen möchte, dem empfiehlt der WWF: Forelle, Saibling oder Karpfen aus heimischen Gewässern sind erste Wahl. Fisch aus Österreich entlastet die Meere und ist hinsichtlich Frische, Qualität und kurzer Transportwege unschlagbar, sagt WWF-Meeresexperte Axel Hein. Konsumentinnen und Konsumenten empfiehlt der WWF zudem einen Blick in den WWF Fischratgeber, der online unter www.wwf.at/fischratgeber abrufbar ist. Ein einfaches Ampel-System unterstützt beim möglichst nachhaltigen Einkauf.
Fisch ist eine gesunde Delikatesse, sollte bewusst und nicht täglich konsumiert werden. Denn 90 Prozent der Meeres-Fischbestände sind überfischt oder bis an ihre Grenzen befischt. Zugleich importiert Österreich 95 Prozent des konsumierten Fischs – der Bedarf kann derzeit also nur zu fünf Prozent aus heimischer Produktion gedeckt werden, weshalb es auch internationale Alternativen braucht. „MSC-zertifizierte Produkte gewährleisten immerhin einen Mindeststandard und sind ganz klar konventionellen Produkten vorzuziehen“, betont Hein. Gleiches gilt für ASC-zertifizierte Zucht von Fisch und Meeresfrüchten – besonders beliebt sind Lachs oder Garnelen –, deren Zuchtkriterien die konventionelle Aquakultur schrittweise ökologisch und sozial nachhaltiger gestalten sollen.
Zugleich fordert der WWF von MSC höhere Standards und schärfere Kontrollen und hat seine Forderungen gegenüber MSC zuletzt im Jänner 2018 international eingebracht, um Verbesserungen voranzutreiben. Bei allem Reformbedarf bleibt MSC das weltweit strengste Wildfang-Siegel für Meeresfisch und ist bis heute alternativlos. „Denn vor allem jene 90 Prozent nicht-zertifizierte Fischereien sind es, die den größten Raubbau an unseren Meeren zu verantworen haben“, warnt Hein.
„Die Politik war und ist säumig, daher braucht es global anwendbare Richtlinien und Grenzwerte, um Produktionsbedingungen zu verbessern. Fischereiquoten, die auf wissenschaftlichen Kriterien basieren, elektronische Überwachung von Fischereiaktivitäten und eine lückenlose Umsetzung der Richtlinien der gemeinsamen Fischereipolitik sind das Gebot der Stunde. Je verbindlicher und ambitionierter, desto besser für Meere und Menschen“, bekräftigt WWF-Experte Hein. Schließlich sichert Fisch Einkommen und Nahrung von über 800 Millionen Menschen weltweit.
Rückfragehinweis:
Mag. Florian Kozák, WWF Pressesprecher+43 676 83 488 276 florian.kozak@wwf.at
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