Umweltprüfbericht kritisiert fehlende Verbindlichkeit, unklare Zuständigkeiten und umweltschädliche Fehlanreize – Ausbau von Schutzgebieten und bessere Naturschutz-Finanzierung empfohlen – OECD warnt vor Bodenversiegelung und Verfehlen der Klimaziele
Aschermittwoch: WWF empfiehlt Bio-Fisch mit kleinstem Klima-"Flossenabdruck"
Fastenzeit: Karpfen, Saibling und Forelle aus Österreich entlasten Klima und Meere – Preisgekrönter WWF-„Flossenabdruck“-Rechner für Konsument*innen – Fischratgeber bewertet über 60 Arten nach einfachem Ampelsystem
Wien, 16.02.2021 – Der Heringsschmaus am Aschermittwoch läutet traditionell die Fastenzeit ein. In den enthaltsamen Wochen bis Ostern erfreuen sich Fischgerichte großer Beliebtheit. Doch die Weltmeere sind drastisch überfischt und auch das Klima leidet unter langen Transportwegen oder energieintensiven Fangmethoden einiger Arten. Fischgenuss mit gutem Gewissen ist dennoch möglich. Die Umweltschutzorganisation WWF Österreich empfiehlt Bio-Fisch aus heimischer Zucht: „Karpfen, Saibling oder Forelle aus Österreich sind hinsichtlich Frische, Qualität und kurzer Transportwege unschlagbar. Wer Meere und das Klima entlasten will, trifft damit die beste Wahl“, erklärt WWF-Fischereiexperte Axel Hein. Damit Konsument*innen spielerisch ein Gefühl dafür bekommen, welche Auswirkungen ihre Fisch-Kaufentscheidung auf das Klima hat, bietet der WWF einen preisgekrönten „Flossenabdruck“-Rechner. Unter www.wwf-finprint.org wählt man Fisch-, Fang- und Transportarten – Informationen, die auf den Produktverpackungen verpflichtend anzugeben sind. Die verursachten CO2-Emissionen werden automatisch berechnet.
„Mit Grundschleppnetzen gefangene tropische Garnelen sind um ein Vielfaches klimaschädlicher als der Karpfen aus dem Waldviertel. Zudem sind 34 Prozent der weltweiten Meeresfischbestände überfischt und 60 Prozent bis an nachhaltige Grenzen befischt. Der Griff zu regionalen Produkten ist daher doppelt umweltfreundlich“, sagt Hein. Wer trotzdem nicht auf Meeresfisch wie den traditionellen Hering verzichten will, entscheidet sich besser für zertifizierte Produkte als für konventionelle. Denn vor allem die 90 Prozent nicht zertifizierten Fischereien verursachen den größten Raubbau an den Weltmeeren. Für Wildfisch bietet das MSC-Siegel derzeit noch die beste Orientierungshilfe. Das ASC-Siegel kennzeichnet Fisch und Meeresfrüchte aus verantwortungsvoller Zucht. Den höchsten Umweltstandard garantieren Bio-zertifizierte Zuchtprodukte.
Fisch-Empfehlungen abseits von Gütesiegeln finden Konsument*innen im beliebten WWF Fischratgeber. Das Online-Nachschlagewerk bewertet über 60 Arten nach dem einfachen Ampelsystem: „Grün steht für eine gute Wahl, Gelb eingestufte Fische sollten zweite Wahl sein und von Rot bewerteten Arten lässt man lieber die Finger“, erklärt Hein. Der Ratgeber ist für mobile Endgeräte optimiert und im Geschäft schnell bei der Hand. Fisch-Rezepte renommierter europäischer Köchinnen und Köche sowie unterhaltsame Geschichten über einzelne Arten runden das Web-Angebot ab.
WWF „Flossenabdruck“-Rechner – ausgezeichnet mit dem ’Best Website, App & eCommerce’-Preis des Digitalwerbeverbands IAB: https://www.wwf-finprint.org
WWF Fischratgeber: https://fischratgeber.wwf.at
Rückfragehinweis:
Mag. Florian Kozák
Pressesprecher WWF Österreich
+43 676 83 488 276
florian.kozak@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Good News: Laos kämpft um Rückkehr der Tiger
Die Regierung in Laos hat einen Nationalen Aktionsplan verabschiedet, durch den sich die Tigerpopulation wieder erholen soll.
INN Dialog diskutiert über Zukunft des Dreiländerfluss
Rund 100 Teilnehmende aus Wissenschaft, Praxis und Bevölkerung [AL1.1]diskutieren über den Arten- und Naturschutz am Inn – Abschluss des grenzüberschreitenden EU-Projekt INNsieme connect
WWF: Neue Hoffnung für den Tiger – Laos startet nationalen Aktionsplan zur Rückkehr der Großkatzen
Nur mehr rund 5.500 Tiger in freier Wildbahn – Neuer Zehn-Jahres-Plan zur Aufwertung der Tiger-Lebensräume in Laos beschlossen – WWF vor Ort zur Umsetzung im Einsatz
WWF zum Natura 2000-Tag: Neue EU-Daten zeigen schlechte Lage der Biodiversität in Österreich
Aktuelle FFH-Datensätze: 81 Prozent der geschützten Arten und 77 Prozent der Lebensräume in keinem günstigen Zustand – WWF fordert größere und bessere Schutzgebiete
WWF zur Inflation: Fossile Energien sind zentraler Preistreiber
Ein Drittel der Teuerung geht auf höhere Treibstoff- und Heizölpreise zurück – WWF fordert mehr Energieeffizienz, Abbau umweltschädlicher Subventionen und naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien – Spritpreisbremse nahezu wirkungslos
WWF zu EABG-Verhandlungen: Regierung muss ihren Entwurf grundlegend verbessern
Naturschutzorganisation kritisiert mangelnde Kompromissbereitschaft der Koalition und fordert klare Verbesserungen bei Naturverträglichkeit
WWF: Mehr als 1.300 geschützte Tiere seit 2020 in Österreich getötet
Abschüsse von Bibern, Fischottern, Wölfen und Greifvögeln nehmen deutlich zu – WWF warnt vor „Normalisierung“ der Tötung geschützter Arten – Neue Kampagne gestartet
Almauftrieb am Hundsheimer-und Spitzerberg: Erste Beweidung seit 60 Jahren stärkt Biodiversität
Grasende Rinder sichern Lebensraum für seltene Arten – Vorzeigemodell: WWF fordert Ausweitung naturnaher Beweidungsprojekte in ganz Österreich










