Neuer Bericht des Österreichzentrums: Rückgang auf acht Wolfsrudel im Vorjahr, nur wenige Welpen, Rekordzahl an Abschüssen – WWF fordert mehr Herdenschutz
Aufbruch zur „Expedition Braunbär“
Wien, 12. Dezember 2007 – Auf www.pfanner.com geht’s zu einem spannenden Gewinnspiel, bei dem BärenliebhaberInnen durch den „richtigen Klick“ auf ihre Kosten kommen können. Wer weiß, was auf dem Speisezettel der zotteligen Gesellen steht, erhält bald die Chance mit einem WWF-Bärenexperten auf Expedition zu gehen. Fast 900 Bärenfans haben sich bereits beteiligt. Nach dem Einsendeschluss am 31. März 2008 wird ein Gewinner ausgelost, der sich dann mit der ganzen Familie auf die Spuren von Meister Petz begibt. Auf einer exklusiven Tour durch ein österreichisches Bärengebiet gilt es, allerlei Wissenswertes über den Braunbären und seinen Schutz zu erfahren.
Gemeinsam für den Schutz und die Rückkehr des Alpenbären – unter diesem Motto steht die Zusammenarbeit zwischen dem Fruchtsafthersteller Pfanner und dem WWF. Durch jeden Kauf einer Zwei-Liter-Packung Pfanner Multivitaminnektar wird das WWF Bärenschutz-Projekt unterstützt. „Um möglichst viele Menschen für den Bärenschutz mit ins Boot zu holen, sind wir auf starke Partner angewiesen“, erklärt Christoph Walder, WWF-Bärenprojektleiter. „Wir freuen uns über die wertvolle Unterstützung der Firma Pfanner“.
Das Management der Alpenbären ist mit einem enormen finanziellen Aufwand verbunden. Die Partner im Bärenschutzprojekt – das sind in Österreich unter anderem das Lebensministerium, die Bundesländer der „Koordinierungsstelle Braunbär“, das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und der WWF – bemühen sich etwa gemeinsam um eine Besenderung der letzten verbliebenen Bären im Ötschergebiet. Allein für Sendehalsbänder und Narkosemittel sind 10.000 Euro zu berappen. Auch die Monitoring-Tätigkeit der Bärenanwälte, die pro Jahr durchschnittlich 70 Haar- und Losungsproben zur Bestimmung des „genetischen Fingerabdrucks“ eines Bären nehmen, verschlingt große finanzielle Mittel.
Das Wildtier Bär ist gemäß der Naturschutz-Gesetzgebung der Europäischen Union zu schützen und zu erhalten. Als „prioritäre Art“ des Anhangs II der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie müssen die EU-Mitgliedsstaaten für den Bären einen „günstigen Erhaltungszustand“ sichern oder herstellen – ein Ziel, von dem man derzeit jedoch weit entfernt ist. Vor allem in den Alpen ist die Lage der Bären mit nur noch 38 Exemplaren bedrohlich. Erst wenn es gelingt, im Ostalpenraum wieder einer weit größeren Zahl an Bären Platz zu geben, wären die Vorgaben der EU erfüllt, so die Experten des WWF.
Hintergrundinformationen zum Bärenprojekt: www.wwf.at/baer
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, WWF-Pressesprecherin, Tel. 0676/83 488 203
Marie-Luise Dietrich, Kommunikationsleitung Hermann Pfanner Getränke GmbH., Tel. 0676/87755105
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Brutsaison am Inn: WWF und BirdLife appellieren für mehr Rücksicht auf seltene Kiesbrüter
Gefährdete Vogelarten brüten am Inn – Steigende Bestände bei Flussuferläufern geben Hoffnung – Naturschutzorganisationen warnen vor Störungen durch Menschen
Steiermark: WWF kritisiert Frontalangriff auf den Artenschutz
Naturschutzorganisation warnt vor ökologischen Folgen und rechtlichen Problemen – Umdenken der Landesregierung gefordert
Energieeffizienz: Österreich seit sechs Monaten säumig bei EU-Richtlinie, 2030-Ziel wackelt
Stillstand bei Umsetzung verschärft Energiekrise und erhöht Abhängigkeit von Importen – Anhaltende EU-Vertragsverletzung könnte Österreich Millionen kosten – WWF fordert rasches Gegensteuern
Tennis-Star Dominic Thiem engagiert sich für seltene Donau-Störe
Prominente Hilfe für den Artenschutz – Naturschutzorganisation WWF bekommt Unterstützung im Einsatz für die am stärksten bedrohte Tiergruppe der Welt
WWF warnt vor rechtswidriger Wolfsverordnung in Vorarlberg
Naturschutzorganisation kritisiert Begutachtungsentwurf und befürchtet pauschale Abschüsse durch die Hintertür – Forderung nach Überarbeitung und mehr Herdenschutz
Good News: Schon wieder Gorilla-Zwillinge im Virunga-Nationalpark
Gleich zwei Zwillingsgeburten bei den Berggorillas im Virunga-Nationalpark sorgen für Aufsehen. Feldteams konnten bereits beobachten, dass die Tiere innerhalb ihrer Familie einen bemerkenswerten Zusammenhalt zeigen.
WWF: Neue Salzburger Wolfsverordnung widerspricht europäischem Artenschutzrecht
Naturschutzorganisation kritisiert die geplanten anlasslosen Tötungen von Wölfen – Vorgehen gegen geschützte Wildtiere ist in Salzburg völlig überschießend
WWF: Interne Akten zeigen schwere Mängel beim Kraftwerksausbau Kaunertal
23 Nachforderungen, jede zweite betrifft Sicherheitsfragen – Tiwag-Unterlagen unvollständig, zentrale Risiken trotz Nachreichungen immer noch ungeklärt – WWF fordert Stopptaste für UVP












