Google-Ausbau: WWF fordert rasche Reparatur des UVP-Gesetzes
Neue Zahlen: Möglicher Stromverbrauch entspricht fast einem Drittel des Stromverbrauchs von ganz Oberösterreich – Gesamter Ausbau muss Umweltprüfung durchlaufen – Stromhunger darf nicht auf Natur abgewälzt werden
Aus für umstrittenes Inn-Kraftwerk Telfs
Innsbruck, am 9. April 2010 – Aufatmen für die bedrohte Tierwelt der letzten Auwaldreste am Inn: Der Inn darf im Sonderschutzgebiet der Rietzer und Mieminger Auen weiter frei fließen. Dem geplanten Wasserkraftwerk der IKB (Innsbrucker Kommunalbetriebe) wurde gestern in der naturschutzrechtlichen Vorprüfung eine klare Absage erteilt. “Wir begrüßen die richtungsweisende Entscheidung von Naturschutzlandesrat Hannes Gschwentner”, freut sich Christoph Walder vom WWF. “Damit wird eines der wertvollsten Naturgebiete in Tirol vor der Zerstörung bewahrt.”
Auch für die Fortführung des gemeinsamen Projekts der.inn von Land Tirol, Lebensministerium und WWF, das in zahlreichen Maßnahmen den Inn lebendiger und sicherer gestalten soll, ist diese Entscheidung von großer Bedeutung.
Kopfschütteln herrscht beim WWF allerdings über die Ankündigung der IKB, am Standort Telfs festzuhalten und das Projekt geringfügig umzuplanen. “Wieviel Gelder der Innsbrucker Stromkunden sollen noch versenkt werden, bis man einsieht, dass im Sonderschutzgebiet die Natur Vorrang hat?”, fragt sich Walder. Bürgermeisterin Christine Öpotz-Plörrer sei aufgerufen, diesem Treiben ein Ende zu machen.
Weitere Informationen:
Claudia Mohl, WWF Pressesprecherin, Tel. 488 17 250
Christoph Walder, WWF-Flussexperte, Tel. 0676/92 55 430
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