Geplante Erweiterung in Kronstorf verschärft Druck auf Böden und Wasser der Region – WWF verlangt volle Transparenz und verbindliche Auflagen von Landesregierung
Autofreier Tag: Bahn fahren und Klima schützen
Wien, 19. September 2008 – Der „Autofreie Tag“ am 22. September setzt bereits zum achten Mal ein europaweites Zeichen für umweltfreundliche Mobilität. Autofreie Alternative Nummer Eins auf Kurz- und Langstrecken ist die Bahn – im Alltag wie im Urlaub. Allein ein einziger Bahnfahrer spart der Umwelt von Wien nach Bregenz knapp 108 Kilogramm CO2. Mit Bahn, Postbus und Autoreisezügen schaffen die ÖBB auch auf dem Weg in den Urlaub einen Beitrag zum Klimaschutz.
Der 22. September steht ganz im Zeichen umweltfreundlicher Mobilität. Die ÖBB hängen die Konkurrenz Straße in Sachen Klimabilanz klar ab. Die CO2-Belastung durch einen PKW-Fahrer ist fast acht Mal höher als die eines Bahnfahrers und fünf Mal höher als beim Busfahren. Jede Fahrt mit den ÖBB ist damit ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Auch die Wirtschaft kann die umweltfreundliche Alternative Bahn nutzen, denn 89 Prozent der Bahnstromversorgung stammen aus erneuerbaren Energiequellen. Dadurch verursacht in Österreich ein Gütertransport auf der Schiene etwa 23 Mal weniger CO2 als ein LKW-Transport auf der Straße. „Bedenkt man, dass die ÖBB jährlich rund 97 Millionen Tonnen Güter befördern, kann man sich den enormen Klimavorteil der Bahn beim Gütertransport gut vorstellen“, so Herbert Minarik, ÖBB-Konzernkoordinator für Umwelt und Nachhaltigkeit.
Aber nicht nur auf dem Weg zur Arbeit ist man mit den ÖBB klimafreundlich unterwegs. Im Herbst, wenn die schönen Wander- und Ausflugsziele in Österreich locken, schaffen die ÖBB mit Bahn und Postbus umweltfreundliche Anreisealternativen zum Auto. Wer am Urlaubsort auf Auto und Motorrad wegen der größeren Flexibilität aber nicht verzichten möchte, entlastet die Umwelt ein Stück weit an Bord der Autoreisezüge.
Dass die ÖBB die Weichen in Richtung umweltbewusstes Reisen gestellt haben, zeigt auch die umfassende Partnerschaft mit dem WWF im Interesse von Klima- und Artenschutz. „Gemeinsam mit den ÖBB setzt sich der WWF für Mobilität mit Verantwortung ein“, so DI Dr. Hildegard Aichberger, Geschäftsführerin des WWF Österreich. „Als größter Anbieter von umweltfreundlichem Verkehr in Österreich, sind die ÖBB ein starker Partner für aktiven Klimaschutz in unserem Land“.
Ein Teil der Kooperation von ÖBB und WWF ist die Landkarte „Fahrziel Natur“, die den umweltfreundlichen Weg zu zehn Naturschutzgebieten und Nationalparks in ganz Österreich weist. Neben der Anreisebeschreibung und dem kompletten ÖBB-Streckennetz bietet die Landkarte auch Informationen über die Tier- und Pflanzenwelt und das Engagement des WWF. Zusätzlich gibt es für jedes der zehn Schutzgebiete einen besonderen WWF-Tipp – von Wanderungen über Möglichkeiten zur Tierbeobachtung bis hin zu Führungen.
Zu bestellen ist die Landkarte kostenlos auf www.wwf.at/karte.
Weitere Informationen:
Mag. (FH) Lisa Simon, WWF-Pressesprecher, Tel. 01-48817-215.
Mag. Bettina Gusenbauer, ÖBB-Pressesprecherin, bettina.gusenbauer@oebb.at.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF zur Roten Liste: Artensterben reicht von der Tiefsee bis in die Wüste
Neue Daten zeigen Bedrohung durch Tiefseebergbau, Industrieprojekte und invasive Arten – WWF fordert mehr Schutzgebiete und Stopp für riskante Naturzerstörung
Tiefseebergbau gefährdet globale Sicherheit, Klima und Artenvielfalt – WWF fordert Moratorium
Internationale Konferenz berät über Abbau von seltenen Rohstoffen in der Tiefsee Ende Juli – Neue Studie beschreibt globale Negativ-Folgen durch Zerstörung artenreicher Tiefsee-Lebensräume – WWF fordert Stopp der Abbaupläne
WWF warnt: Viele Flüsse gehen mit Niedrigwasser in den Hochsommer
An rund 85 Prozent der Pegel lagen die Juni-Abflüsse unter dem langjährigen Mittel – Hohe Wassertemperaturen verschärfen Lage für Fische und Gewässerlebensräume
WWF warnt vor Tabubruch im Lech-Schutzgebiet
Wasser aus intaktem Namloserbach im Natura-2000-Gebiet soll großteils abgeleitet werden – WWF sieht Genehmigungsfähigkeit höchst fraglich und fordert E-Werke Reutte zum Abbruch der Planungen auf
Tiwag-Gehälter: WWF fordert neue Strategie für Landeskonzern
Debatte über millionenschwere Vorstandsbezüge zeigt großen Reformbedarf bei Transparenz, Gemeinwohl und Naturverträglichkeit
Invasive Arten im Mittelmeer: WWF warnt vor Folgen für Artenvielfalt, Fischerei und Tourismus
Hasenkopf-Kugelfisch, Rotfeuerfisch, blaue Schwimmkrabbe & Co. bedrohen Mittelmeer-Lebensraum – WWF fordert: Natürliche Feinde wie Haie, Rochen und Oktopusse besser schützen; Überfischung stoppen; Meeresschutz ausweiten
WWF-Analyse: Untere Lobau fehlt im Renaturierungsatlas für Gewässer
Ausgerechnet eines der wichtigsten Sanierungsgebiete im Nationalpark Donau-Auen ist bisher nicht ausgewiesen – WWF sieht kritische Lücke und fordert Nachmeldung durch Wien und Niederösterreich beim Umweltministerium
Rekordtemperaturen, Massentourismus, Überfischung: WWF fordert 5-Punkte-Schutzpaket für das Mittelmeer
Umweltschutzorganisation macht auf dramatischen Zustand des Mittelmeers aufmerksam – Konkrete Maßnahmen gegen Plastikverschmutzung, Überfischung, intensive Schifffahrt und Artensterben gefordert













