Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
Aviso: WWF Österreich bei Klimakonferenz in Ägypten
Die Weltklimakonferenz startet am kommenden Sonntag und auch der WWF Österreich ist in Sharm el Sheik vor Ort. WWF-Klimasprecher Thomas Zehetner steht in der Auftakt-Woche in Wien für Interviews, Informationen und Einordnung der Verhandlungen zur Verfügung – ab 13. bis 20. November wird er vor Ort sein.
WWF fordert “konkrete Schritte statt abstrakte Versprechen”
Der WWF fordert im Rahmen der Klimakonferenz konkrete Schritte, die über abstrakte Versprechen hinausgehen. “Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren. Wir brauchen jetzt ambitionierte Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgase für jeden einzelnen Sektor und ein Ende für fossile Energieträger. Wenn wir unsere Klimaziele erreichen wollen, darf es keine Investitionen in neue Öl-und Gasinfrastruktur geben”, fordert Zehetner. Zudem müssten die Industriestaaten ihre versprochenen Klima-Hilfen endlich einhalten.
Eine weitere wichtige Forderung ist die Schaffung eines Fonds für „Verluste und Schäden“ mitsamt Finanzierungszusagen für die Entwicklungsländer, die immer stärker mit den Auswirkungen der Klimakrise zu kämpfen haben. Außerdem bietet die COP27 die Chance, den Klimaschutz und den Schutz unserer Biodiversität auf den richtigen Weg zu bringen: “Die Natur ist unsere beste Verbündete im Kampf gegen die Klimakrise – wir müssen die globale Erhitzung auf 1,5°C begrenzen, um einen weltweiten Rückgang der funktionierenden Ökosysteme und einen unumkehrbaren Verlust der Artenvielfalt zu verhindern”, sagt Thomas Zehetner.
Die Weltklimakonferenz findet in einer schwierigen geopolitischen Lage statt. “Die Vorbereitungen ähneln eher einer Klima-Weltmeisterschaft, wo die Staaten wie beim Fußball gegeneinander und nicht miteinander spielen”, sagt Thomas Zehetner. Auf der COP27 braucht es eine Trendwende, um den Fokus der internationalen Politik wieder auf gemeinsame Anstrengungen für mehr Klimaschutz zu legen. Damit die Klimakonferenz zu einem Erfolg wird, müssen die Ergebnisse den Grad der Dringlichkeit und die Kürze der Zeit, die wir noch haben, widerspiegeln. “Alles andere wäre, als würden wir mit einem Gartenschlauch einen Waldbrand löschen”, sagt Thomas Zehetner vom WWF.
Auf allen Social Media Kanälen des WWF Österreich und auf unserer Website können Sie mitverfolgen, was sich auf der Konferenz tut, welche Themen die Diskussionen bestimmen und ob die Weichen für eine lebenswerte Zukunft gestellt werden.
Weitere Infos:
Forderungen des WWF Österreich an die COP27
Forderungen des WWF International an die COP27 (englisch)
Forderungen der Allianz für Klimagerechtigkeit zur COP27
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Auswilderungsprojekt: Tiroler Wisent-Kuh „Ina” erfolgreich im Kaukasus freigelassen
Naturschutzorganisation siedelt Wildrinder in ihrer Heimat Aserbaidschan an – Kuh „Ina” aus Innsbruck ist eines von 18 Tieren – WWF: „Paradebeispiel für internationalen Artenschutz”
Stromanbieter-Check: TIWAG fällt bei Stromanbieter-Check durch
129 heimische Stromanbieter von WWF und GLOBAL 2000 analysiert – TIWAG aufgrund von mangelnder Transparenz und fehlender naturverträglicher Strategie nur auf Platz 116
Stromanbieter-Check: Wenige Vorreiter, viel Intransparenz
WWF und GLOBAL 2000 analysieren 129 heimische Stromanbieter: Nur drei Vorreiter gekürt, schlechtes Zeugnis für viele Landesenergieversorger
Tiwag-Talschaftsverträge: WWF fordert Reformen statt heimlicher Absprachen
Geheime Vereinbarungen erst nach Gerichtsbeschluss offengelegt – WWF fordert volle Transparenz, unabhängige Kontrolle und neue Spielregeln für künftige Verträge
Good News: Neues Jahr bringt Fangverbot für Störe in Bulgarien
Bulgarien hat ein dauerhaftes Fangverbot für Störe in der Donau und im Schwarzen Meer eingeführt. Der WWF Bulgarien spielte dabei eine Schlüsselrolle.
Treibhausgas-Bilanz: WWF warnt vor drohendem Verfehlen der Klimaziele
Ausblick negativ, Österreich nicht auf Kurs für 2030 und 2040 – Verfehlen der Klimaziele wäre „politisches Debakel der Sonderklasse“
WWF zum Ableben von Andreas Pataki
Früherer Bürgermeister von Marchegg und langjähriger Partner im WWF-Auenreservat Marchegg verstorben – WWF würdigt Lebenswerk und Einsatz für Natur
Good News: Abkommen als Meilenstein für Meeresschutz
Das neue Jahr läutet eine neue Ära der Meerespolitik ein: Durch das internationale Abkommen zum Schutz der Hohen See gibt es nun endlich Regeln für zwei Drittel der globalen Meeresfläche.









