Spektakuläre Aufnahmen zeigen Leopardensprung über Grenzzaun – Hoffnung für eine bedrohte Art – WWF Österreich setzt sich zum Arterhalt im Kaukasus ein – Internationaler Tag des Leoparden am 3. Mai
Bild der Woche: Geisternetze, unbeachtete Todesfalle
Eine Million Tonnen Geisternetze landen jedes Jahr in den Weltmeeren. Das ergibt der neue WWF-Report "Stop Ghost Gear – The Most Deadly Form of Marine Plastic Debris". Geisternetze sind Fischereinetze, die in den Meeren verloren gegangen sind oder zurückgelassen wurden. Ein enormes Problem, das in der Öffentlichkeit kaum bekannt ist. Wie der alarmierende Bericht zeigt, sind heute 557 Tierarten direkt davon betroffen.

Tödlichster Plastikmüll in den Ozeanen
Geisternetze sind eine unterschätzte Todesfalle für Tiere wie Meeresschildkröten, Fische, Delfine, Wale, Robben oder Seevögel. Während Plastikmüll in unseren Meeren immer mehr als globales Problem erkannt wird, erhalten verwaiste Fischereinetze bis jetzt noch nicht die dringend notwendige Aufmerksamkeit der Weltpolitik. Mindestens ein Drittel des gesamten Meeresmülls besteht heute bereits aus alter Fischereiausrüstung – der tödlichsten Form von Plastikmüll in den Ozeanen.

Zahl der direkt betroffenen Tierarten verdoppelt
Die Netze brauchen Jahrzehnte bis zur vollständigen Zersetzung. Wale, Delfine, Robben, Schildkröten oder Seevögel verfangen sich darin oder verwechseln Teile davon mit Nahrung. Beides führt zum langsamen und qualvollen Tod. Die Zahl der direkt betroffenen Tierarten hat sich in den letzten 20 Jahren auf 557 verdoppelt. Unsere Untersuchungen zeigen, dass 66% aller Meeressäuger wie Wale, Delfine und Robben, 50% der Seevögel und alle 7 Arten von Meeresschildkröten Schaden durch Geisternetze oder anderen Plastikmüll erleiden. Geisternetze zerstören zudem wertvolle Lebensräume vieler Arten.

Wir fordern ein globales UN-Abkommen
Der WWF Österreich appelliert an die Österreichische Bundesregierung, sich auf allen diplomatischen Ebenen für ein weltweit verbindliches UN-Abkommen einzusetzen. Wir fordern ein globales UN-Abkommen, das den Eintrag von Plastikmüll in die Meere wie die unsachgemäße Entsorgung von Fischereiausrüstung bis 2030 beendet. Neben der Politik nehmen wir auch die Fischereiwirtschaft in die Pflicht. 90 % der durch Geisternetze getöteten Arten sind von kommerziellem Nutzen. Es liegt im Eigeninteresse der Fischereiwirtschaft, das selbst verursachte Problem schnellstmöglich in den Griff zu bekommen.
Hier kannst du den WWF-Report "Stop Ghost Gear – The Most Deadly Form of Marine Plastic Debris" in voller Länge downloaden: https://cutt.ly/ngxfJZB
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF fordert „Schwammwald-Paket“ gegen zunehmende Trockenheit
Wasserspeicher-Funktion der heimischen Wälder stark belastet – Folgen der Klimakrise machen sich immer stärker bemerkbar
Neuer Bericht: Waldzerstörung trotz Rückgang auf alarmierendem Niveau
2030-Ziel außer Reichweite – WWF fordert Waldschutzpaket und entwaldungsfreie Lieferketten
WWF: Bodenverbrauch in Österreich 2025 gestiegen
7,7 Hektar pro Tag – Politisches Ziel deutlich überschritten – „Boden-Budget“ bereits Ende April erschöpft – WWF fordert Maßnahmen gegen fortschreitende Verbauung
Budget: WWF fordert Wasserzins nach Schweizer Vorbild
Österreichisches Modell könnte rund 685 Millionen Euro jährlich für Budget bringen – Einnahmen sollen zweckgebunden in Gewässerschutz, Renaturierung und Energiesparmaßnahmen fließen
WWF: Salzburger Wolf-Verordnung verstößt gegen EU-Recht
Naturschutzorganisation warnt vor Gefährdung des Artenschutzes und erheblichem Tierleid – Rückzug der Verordnung aufgrund zahlreicher Mängel gefordert
WWF-Analyse zeigt dramatische Unterfinanzierung des Naturschutzes
Finanzierungslücke von fast einer Milliarde Euro beim Schutz der Biodiversität – Nur 30 Prozent des Bedarfs gedeckt – WWF und Wissenschaft fordern Kurswechsel bei Budget-Entscheidungen
WWF-Erfolg: Durchbruch bei Renaturierung an der Mur
Der WWF hat drei große Renaturierungsmaßnahmen in Slowenien erfolgreich abgeschlossen – mit spürbaren Effekten bis nach Österreich. Davon profitieren zahlreiche Arten wie Eisvögel und Uferschwalben.
WWF kritisiert Österreich-Vorstoß zur Lockerung von EU-Umweltauflagen
Kritik an Vorpreschen der Bundesregierung bei Deregulierung – Natur- und Artenschutz-Richtlinien wichtiges Schutzschild für Biodiversität und Klima













