Dritte Flughafenpiste in London vor Gericht gescheitert: WWF fordert Stopp für klimaschädliche Großprojekte auch in Österreich

27. Februar 2020 | Presse-Aussendung

Wien, London, am 27. Februar 2020. Gute Nachrichten aus dem Vereinigten Königreich: Die geplante dritte Piste am Flughafen London-Heathrow darf laut Berufungsgericht nicht gebaut werden, weil das Projekt weder mit den Klimaschutz-Verpflichtungen der britischen Regierung noch mit dem Pariser Klimaschutzabkommen vereinbar sei, wie der GUARDIAN berichtet. „Das muss auch für Österreich ein lauter Weckruf sein. […]

Wien, London, am 27. Februar 2020. Gute Nachrichten aus dem Vereinigten Königreich: Die geplante dritte Piste am Flughafen London-Heathrow darf laut Berufungsgericht nicht gebaut werden, weil das Projekt weder mit den Klimaschutz-Verpflichtungen der britischen Regierung noch mit dem Pariser Klimaschutzabkommen vereinbar sei, wie der GUARDIAN berichtet. „Das muss auch für Österreich ein lauter Weckruf sein. Neue Flughafen-Erweiterungen, Autobahnen und Schnellstraßen schaden dem Klima und bremsen die Mobilitätswende. Daher braucht es dringend einen unabhängigen und verpflichtenden Klimacheck, der klimaschädliche Fehlinvestitionen in Zukunft verhindert. Auch der Bau der in Österreich bereits durchgeboxten dritten Piste muss von Politik und Flughafen nochmals überdacht werden“, sagt WWF-Klimasprecher Karl Schellmann anlässlich des bahnbrechenden Urteils. "Gerade angesichts der von der Bundesregierung angekündigten Klimaneutralität bis 2040 braucht es in allen Bereichen eine echte Trendwende."

„Österreich ist insbesondere im Verkehr meilenweit von seinen Klimazielen entfernt. Daher muss auch der Generalverkehrsplan einer Strategischen Umweltprüfung mit einer Klima- und Umweltcheck-Bewertung unterzogen und überarbeitet werden“, fordert Schellmann. Darüber hinaus erwartet der WWF Österreich von der Bundesregierung eine umfassende Ökologisierung des Steuersystems und einen raschen Abbau umweltschädlicher Subventionen. „Das gesamte System gehört konsequent auf Klimaschutz und Energiesparen ausgerichtet. Ansonsten drohen auch milliardenschwere Strafzahlungen beim Verfehlen der EU-Klimaziele“, warnt WWF-Klimasprecher Karl Schellmann unter Verweis auf falsche Anreize wie das teure Dieselprivileg.

Rückfragehinweis:


WWF Österreich, Mag. Volker Hollenstein, Leiter Politik & Kommunikation;
Mobil: +43664 501 31 58; E-Mail: volker.hollenstein@wwf.at

Rückfragen

Hinweis: Dieser Inhalt wurde zuletzt vor mehr als einem Jahr aktualisiert. Zahlen und Fakten könnten daher nicht mehr aktuell sein. Bitte benutzen Sie die Globale Suche um aktuellere Inhalte zum Thema auf wwf.at zu finden.

Tiger, Gorilla, Eisbär & Co brauchen jetzt Ihre Hilfe!

Leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz bedrohter Tierarten. Unterstützen Sie uns dabei, faszinierende Lebewesen vor dem Aussterben zu bewahren und deren Lebensräume zu erhalten.

Tiger, Gorilla, Eisbär & Co brauchen jetzt Ihre Hilfe!

Leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz bedrohter Tierarten. Unterstützen Sie uns dabei, faszinierende Lebewesen vor dem Aussterben zu bewahren und deren Lebensräume zu erhalten.

Tiger, Gorilla, Eisbär & Co brauchen jetzt Ihre Hilfe!

Leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz bedrohter Tierarten. Unterstützen Sie uns dabei, faszinierende Lebewesen vor dem Aussterben zu bewahren und deren Lebensräume zu erhalten.

WWF-News per E-Mail

Im WWF-Newsletter informieren wir Sie laufend über aktuelle Projekte und Erfolge: Hier bestellen!

News

Aktuelle Beiträge

ERSTE WWF STOCK ENVIRONMENT – Umweltfonds jetzt auch in Deutschland verfügbar

ERSTE WWF STOCK ENVIRONMENT – Umweltfonds jetzt auch in Deutschland verfügbar

Mit dem ERSTE WWF STOCK ENVIRONMENT ermöglicht die Erste Asset Management nun auch Anleger:innen in Deutschland, in globale Unternehmen zu investieren, deren Produkte und Dienstleistungen bestimmten Nachhaltigkeitskriterien entsprechen. Vor allem die Themenfelder Erneuerbare Energien und Energieeffizienz, Recycling und Abfallwirtschaft, Wasseraufbereitung und –versorgung sowie nachhaltige Mobilität werden in der Strategie des Fonds berücksichtigt. In Österreich gehen der WWF und die Erste AM bereits seit 17 Jahren einen gemeinsamen Weg. Seit 2006 erreicht der Fonds eine überzeugende Performance und bietet interessante Wachstumschancen – sowohl in finanzieller als auch in ökologischer Hinsicht. Anleger:innen sollten dabei aber stets die Risiken beachten, die Investments in Wertpapiere beinhalten.

mehr lesen