22 besenderte Greifvögel liefern wertvolle Daten für den Artenschutz – Erste markierte Seeadler brüten mittlerweile in drei Nachbarländern – Rund 90 Paare leben wieder in Österreich
Dunkle Wolken über Durban: Klimakonferenz vor entscheidender Woche
Durban, Montag, 5. 12. 2011 – Die Klimakonferenz in Durban geht heute in die zweite und entscheidende Phase. Die erste Woche war nach Einschätzung des WWF von taktischem Geplänkel und einem Abtasten der Positionen geprägt. Weder bei den Verhandlungen über eine zweite Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls noch bei den Beratungen über ein Mandat für ein internationales Abkommen ab 2015 gab es bislang entscheidende Durchbrüche. Auch über die Bereitstellung der Gelder für den so genannten Grünen Klimafonds besteht keine Einigkeit. Die USA verharren in ihrer Blockadehaltung der vergangenen Jahre und auch die EU tritt bislang wenig entschlossen auf. „Trotzdem wäre es falsch das Scheitern der Konferenz vor dessen Ende zu verkünden“, sagte Klimaexpertin Regine Günther vom WWF heute in Durban. „Die Verhandlungen stecken derzeit noch im Klimaschlamm. Die Welt erwartet bis Freitag eine Einigung, sonst verlieren wir wertvolle Zeit und viele Menschen ihr Leben“, warnt Günther.
Der WWF fordert schärfere Emissionsreduktionsziele. Keinesfalls darf man hinter den Zusagen von der Vertragsstaatenkonferenz von Cancún aus dem vergangenen Jahr zurückbleiben. Die Industrieländer müssen sich auf eine zweite fünfjährige Verpflichtungsperiode unter dem Dach des Kyoto-Protokolls einigen. Parallel dazu muss in Südafrika die Basis für ein Klima-Nachfolgeabkommen gelegt werden. Zu den Klimaverhandlungen unter dem Dach der UN sieht der WWF derzeit keine Alternative. „Unverbindliche Absichtserklärungen reichen nicht, sie müssen rechtlich abgesichert und mit Leben gefüllt werden“, so Günther. Der WWF tritt für ein neues Klimaabkommen aller Staaten bis 2015 ein. Dazu sind neben verbindlichen Zusagen der Industrieländer und ambitionierte Beiträge der wichtigsten Schwellenländer – China, Indien, Brasilien und Südafrika – notwendig. Nur so lässt sich das angestrebte Ziel erreichen den Anstieg der globalen Temperaturen auf maximal zwei Grad zu begrenzen.
Die neuesten Informationen zum Stand der Verhandlungen: www.panda.org/cop17. Ein deutschsprachiger täglicher Blog mit Fotos, Videos und Hintergrundinformationen sowie Reportageelementen ist auf www.wwf.at verfügbar.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. +43-676-83488231 (vor Ort in Durban)
EMail: franko.petri@wwf.at
Blog aus Durban auf www.wwf.at
Skype: frankopetri
Facebook: www.facebook.com/WWFOesterreich
Twitter: www.twitter.com/wwfaustria; #wwf, #wwf_media
Youtube: www.youtube.com/wwfaut
Weitere Informationen auf www.panda.org/cop17
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Wasserkrise in der Lobau: Eines der größten Gewässer erstmals im Frühjahr geteilt
Bekanntes Eberschüttwasser im Nationalpark durch Wassermangel in zwei Teile getrennt – WWF fordert rasche Maßnahmen gegen Austrocknung der Unteren Lobau
Wildtierkriminalität in Österreich: 310 Fälle und eine sehr hohe Dunkelziffer
Neuer Bericht zeigt dramatisches Ausmaß illegaler Verfolgung geschützter Arten – BirdLife Österreich und WWF Österreich fordern nationalen Aktionsplan
Neuer Entwurf für Isel-Schutzgebiet verfehlt EU-Vorgaben
Geplante Verordnung der Landesregierung äußerst mangelhaft – WWF fordert umfassende Sanierung statt Stückwerk – Weitere Eskalation des EU-Vertragsverletzungsverfahrens droht
WWF: Lebensmittelverschwendung kostet Haushalte im Schnitt rund 100 Euro pro Monat
Tag der Lebensmittelrettung am 26. Mai: WWF errechnet Kosten der Verschwendung für Haushalte – Mehr Aufklärung, Transparenz und verbindliche Reduktionsziele gefordert
WWF: Neuer OECD-Bericht belegt anhaltenden Reformstau
Umweltprüfbericht kritisiert fehlende Verbindlichkeit, unklare Zuständigkeiten und umweltschädliche Fehlanreize – Ausbau von Schutzgebieten und bessere Naturschutz-Finanzierung empfohlen – OECD warnt vor Bodenversiegelung und Verfehlen der Klimaziele
Good News: Laos kämpft um Rückkehr der Tiger
Die Regierung in Laos hat einen Nationalen Aktionsplan verabschiedet, durch den sich die Tigerpopulation wieder erholen soll.
INN Dialog diskutiert über Zukunft des Dreiländerfluss
Rund 100 Teilnehmende aus Wissenschaft, Praxis und Bevölkerung diskutieren über den Arten- und Naturschutz am Inn – Abschluss des grenzüberschreitenden EU-Projekt INNsieme connect
WWF: Neue Hoffnung für den Tiger – Laos startet nationalen Aktionsplan zur Rückkehr der Großkatzen
Nur mehr rund 5.500 Tiger in freier Wildbahn – Neuer Zehn-Jahres-Plan zur Aufwertung der Tiger-Lebensräume in Laos beschlossen – WWF vor Ort zur Umsetzung im Einsatz













