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EARTH HOUR: „Dunkelmunkel“ statt Lichterglanz für den Klimaschutz
Wien, Freitag, 26. März 2010 – Morgen Samstag wird sich die vierte EARTH HOUR quer über den Erdball bewegen. Um 20.30 Uhr werden in mehr als 4.000 Städten in knapp als 130 Ländern der Welt für eine Stunde die Lichter ausgehen. Die globale Aktion wandert wie eine Welle von den neuseeländischen Chatham-Inseln entlang der Zeitzonen in 24 Stunden bis zur Pazifikinsel Samoa. Hunderte von Veranstaltungen, Konzerte und Feiern für den Klimaschutz finden statt. Zum fünften Mal seit dem Zweiten Weltkrieg wird auch der Piccadilly Circus in London dunkel sein. Sogar auf den Galapagos Inseln werden die Straßenlaternen durch Kerzen ersetzt und selbst die australische Antarktis-Station wird für eine Stunde die Lichter abschalten. In Kasachstan und den Philippinen wird es Flash Mobs im Kerzenlicht geben. Alle sieben Kontinente sind Teil der Aktion. Mehr als 1.200 Wahrzeichen bleiben weltweit im Dunkeln. Die ältesten Wahrzeichen, die ihre Lichter abschalten, sind die 4.500 Jahre alten Pyramiden von Gizeh und das jüngste Gebäude ist der 800 Meter hohe Burj Khalifa.
Gestern hat auch Schloss Schönbrunn in Wien zugesagt, die Schlossbeleuchtung und die Gloriette auszuschalten. „Wir rufen ganz Österreich auf ein symbolisches Zeichen zu setzen, am Samstag ebenfalls die Lichter abzuschalten und eine Kerze anzuzünden. Dunkelmunkel statt Lichterglanz!“, formuliert WWF-Geschäftsführerin Hildegard Aichberger das Motto. Die globale Aktion soll den Klimawandel weltweit bewusst machen und richtet sich an die Weltklimakonferenz von Mexiko, wo Ende des Jahres ein verbindlicher Weltvertrag zur Reduktion der Treibhausgase beschlossen werden soll. Tipps für das Energiesparen finden sich auf www.earthhour.at.
Rund um die Earth Hour finden weltweit Events bei Kerzenschein statt. Der WWF empfiehlt mit Freunden, Nachbarn oder in der Familie Kerzenscheinpartys zu organisieren und die dunkle Stunde gemeinsam zu erleben – eben „dunkelzumunkeln“. Auch in Österreich gehen am Samstag in allen Landeshauptstädten und vielen anderen Gemeinden die Lichter aus. Dunkel werden sein: in Innsbruck das Goldene Dachl; in Bregenz der Martinsturm; in St. Pölten das Rathaus; in Graz der Uhrturm, die Herz-Jesu-Kirche und die Oper; in Klagenfurt der Lindwurm; in Linz das Ars Electronica Center und das Lentos Kunstmuseum; in Eisenstadt das Schloss Esterházy und weitere Gebäude; in Salzburg die gesamte Stadtbeleuchtung mit der Festung Hohensalzburg; in Wien der Arsenalturm und das Schloss Schönbrunn mit der Gloriette. Die Vergleichsfotos aus Österreich werden auf www.earthhour.at zu sehen sein. Bis zum Samstagabend kann sich jeder dort eintragen und kurz vor der Earth Hour auch noch eine virtuelle Kerze entzünden. Mehr als 7.000 Österreicher haben sich dort bereits registriert.
Viele österreichische Prominente wie Alfons Haider, Barbara Rett, Christian Clerici, Helmut Pechlaner, Herbert Steinböck, Doris Golpashin, Bernd Lötsch, Thomas Schäfer-Elmayer, Christina Stürmer, Kicker Roland Linz und Radio Arabella-Moderatorin Leila Mahdavian werden am Samstag Abend die Lichter ausmachen und Kerzen anzünden. Mehr als 160 Online-Portale in Österreich unterstützen die Kampagne auf ihren Websites.
Der WWF betont, dass die Earth Hour eine symbolische Aktion ist und ein Zeichen an die Entscheidungsträger der Welt für einen wirksamen Klimaschutz setzen soll. Ende des Jahres werden die Politiker aller Länder auf der Weltklimakonferenz in Cancun in Mexiko über die Klimazukunft des Planeten entscheiden. Der WWF fordert einen weltweit bindenden Vertrag zur Reduktion der Treibhausgase um mindestens 80 Prozent bis 2050, den wirksamen Schutz der Regenwälder, nationale und internationale Programme zur Förderung von Energieeffizienz und den Umbau des Weltenergiesystems hin zu Erneuerbaren Ressourcen. „Wir müssen die Erderwärmung unter zwei Grad halten, sonst wird es zu einem globalen Artensterben kommen“, warnt Aichberger.
Die Earth Hour, die 2007 vom WWF gegründet wurde, findet seit 2008 auch in Österreich statt. 2008 waren 35 Länder, 2009 bereits 88 Länder an der Earth Hour beteiligt, 20.000 Firmen, 8.000 Schulen, 5.500 Organisationen erreichten letztes Jahr weltweit mehrere Hundert Millionen Menschen. Unter den mehr als 1.200 dunklen Wahrzeichen heuer sind der Eiffelturm, das Brandenburger Tor, die Bosporus-Brücke sowie der Big Ben und auch der Buckingham Palace in London.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Medienleiter WWF, Tel. 01-48817-231, Email: franko.petri@wwf.at. Website: www.earthhour.at. WWF auf Twitter: www.twitter.com/wwfaustria und Facebook: www.facebook.com/wwfaustria.
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