Umweltschutzorganisation für „Hitze-Milliarde“, mehr Renaturierung und wirksamen Klimaschutz – Natürliche Schutzmaßnahmen verstärken
Ein Tag im Leben einer Tiger-Rangerin
Kaum jemad weiß, dass es sie gibt. Dabei leisten diese Frauen einen enorm wichtigen Beitrag, um die letzten Amurtiger Chinas vor der Ausrottung zu bewahren. Fern aller Aufmerksamkeit, tief im Nordosten Chinas, geht dieses einzigartige Rangerteam regelmäßig auf Tiger-Patrouille. Das besondere: Dieses Team besteht ausschließlich aus weiblichen Rangern. Die Frauen der “Dongning Forestry Bureau” in Heilongjiang sind das einzige rein weibliche Ranger-Team in ganz China. Wir wollen ihre Geschichte erzählen und zeigen, wie ein Arbeitstag im Leben dieser außergewöhnlichen Frauen aussieht.
Ein Tag im Leben einer Tiger-Rangerin
Ranger-Arbeit ist anstrengend, fordernd und gefährlich. Die Mission der Frauen ist es, Tiger und auch Leoparden vor der Ausrottung zu bewahren und die lokale Bevölkerung für den Arten- und Umweltschutz zu sensibiliseren. Einige von ihnen treten damit in die Fußstapfen ihrer Großväter und Väter. Keine einfache Aufgabe, trotzen die Rangerinnen in ihrem Berufsalltag nicht nur extremer Kälte und Gefahren sondern auch Ungleichheit und Vorurteilen. LINK (Bild der Woche)

Qui Zhi ist eine von ihnen und nimmt uns mit in den Wald. Schon ihr Vater arbeitete als Ranger. Sie zeigt uns, wie ein Tag im Leben einer Rangerin in China aussieht. Bei Tagesanbruch brechen die sechs Rangerinnen zur Patrouille auf. Auf sie wartet ein stundenlanger Marsch durch das eisige und unerbittliche Terrain. Bis zu minus 20 Grad Celsius können die Temperatur hier fallen.

Die Frauen achten genau auf den Boden, suchen nach Fußspuren und Schlingallen (Link), während sie patrouillieren. Die Schlingfallen sind oft gut versteckt und schwer zu erkennen, was zu Unfällen wie diesem führen kann, als sich ein Mitglied von Shis Team mit dem Fuß in einer Schlinge verfängt.

Das Team läuft drei Stunden in eine Richtung, um Tubaogou zu erreichen, die Heimat von Amurtigern und Leoparden. Während sie den steilen und teilweise schneebedeckten Berghang hinaufklettern, wechseln Shi und ihre Kollegen die Batterien und tauschen die Datenkarten in ihrer Infrarot-Kamerafalle aus, mit der sie Videomaterial von allen Großkatzen aufnehmen, die in der Nacht vorbeikommen.

Eine der Frauen entdeckt eine Reihe von Fußabdrücken. Nachdem sie diese untersucht und vermessen haben, stellen sie fest, dass die Abdrücke zu einem Leoparden gehören. Das Team macht Fotos und trägt die Koordinaten in das Patrouillenprotokoll ein. Diese Momente seien die Höhepunkte ihrer Tage, berichtet Qui Zhi. Jede Spur eines wilden Tieres sei ein Nervenkitzel.

“Ich bin sehr stolz auf die Arbeit, die ich mache. Wir leben neben dem Wald und betrachten ihn als Begleiter… ich ermutige meine Familie, auf das harmonische Zusammenleben von Mensch und Natur zu achten und sich bewusst um die Wildtiere zu kümmern”, so Qui Zhi.
Sensibiliserung der lokalen Bevölkerung
Wenn die Frauen nicht auf Patrouille sind, besuchen sie oft lokale Märkte und stehen in engem Kontakt mit den Gemeinden, in denen sie aufgewachsen sind. Die Frauen hören sich die Probleme der lokalen Bevölkerung an und versuchen sie für den Schutz der Wildtiere und Wälder zu sensibilisieren. Am Ende eines langes Tages freut sich das Team über die erzielten Erfolge. Zum Abschluss ein springendes Selfie mit dem Fotografen.

Hinweis: Die Fotos entstanden vor Ausbruch der Corona-Pandemie, im Jahr 2019.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Auswertung: 39 große Alpenspeicher im Nahbereich von Permafrost
Steigende Klimarisiken erfordern mehr Transparenz und Vorsorge – Minister Totschnig soll bis Jahresende Klima-Sicherheitsbericht vorlegen – Stopp für riskanten Kaunertal-Ausbau gefordert
Rechenzentrum Stetten: WWF fordert Stopp der Umwidmung auf der grünen Wiese
4,3 Hektar Ackerfläche sollen zu Bauland werden – Naturschutzorganisation verlangt Prüfung von Brachflächen und Offenlegung aller Umweltfolgen
WWF zu CO₂-Speicherung: CCS nur für unvermeidbare Restemissionen
Umweltschutzorganisation warnt vor Freibrief für fossile Geschäftsmodelle – Vorrang für Emissionsvermeidung – Strenge Grenzen bei geplanter Öffnung für CO₂-Speicherung
Finale bei Österreichs Flusswahl: Noch bis 1. September abstimmen
Neun Flüsse aus allen Bundesländern stehen zur Wahl – Extreme Trockenheit und Hitze setzen Gewässer und Fische unter Druck – WWF ruft zu starkem Zeichen für lebendige Flüsse auf
WWF-Erfolg: Brutflöße sorgen für Jungvogel-Boom an der March
Der WWF baut und renoviert künstliche Brutplätze für die Zugvögel. Nun können wir eine positive Bilanz ziehen: Im Gebiet gibt es so viele Jungvögel, wie seit Jahren nicht mehr!
600 Tötungen pro Jahr: WWF kritisiert geplante Biber-Verordnung in Niederösterreich
Drastische Verschärfung bei Biber-Management vorgesehen – Direkte Eingriffe in Lebensraum und Bestand möglich – WWF ortet Freibrief für pauschale Abschüsse
Klimagesetz: WWF begrüßt Klimaneutralität 2040, kritisiert fehlende Verbindlichkeit
Umweltschutzorganisation fordert ambitionierten und verbindlichen Klimafahrplan, andernfalls droht Etikettenschwindel – Fokus auf natürlichen Klimaschutz und Renaturierung gefordert
WWF kritisiert Blockade der Industriellenvereinigung bei wirksamer Klimapolitik
Rahmenbedingungen für Klimaneutralität 2040 längst überfällig – Industriellenvereinigung verhindert zahlreiche Energiegesetze und schadet sich selbst










