Naturschutzorganisation fordert rasches Handeln von Bund und Ländern – Echte Energiewende setzt zuerst beim Verbrauch an – Erneuerbare Energien konsequent naturverträglich ausbauen
Etappensieg: EU-Ausschuss gegen Atomkraft und Erdgas in Klima-Taxonomie
Die Umweltschutzorganisation WWF Österreich begrüßt das aktuelle Veto der Abgeordneten des Umwelt- und Wirtschaftsausschusses im EU-Parlament gegen die Inklusion von Atomkraft und Erdgas in die Taxonomie für nachhaltige Investitionen. „Das ist ein wichtiger Etappensieg. Damit könnte das Greenwashing von Atomkraft und Erdgas auf den letzten Metern doch noch verhindert werden. Jetzt muss sich auch noch das Plenum des EU-Parlament dieser Entscheidung anschließen“, fordert WWF-Experte Jakob Mayr mit Blick auf die Abstimmung des EU-Parlaments in der ersten Juliwoche. „Die endgültige Ablehnung von Atomkraft und Erdgas in der Taxonomie wäre auch ein wichtiges Signal an die weltweiten Finanzmärkte, dass Europa auf echten Klimaschutz setzt. Ansonsten könnten Milliarden Euro in schädliche Industrien fließen und einen fatalen Lock-in Effekt produzieren, der Europa noch weiter von den Klimazielen und der Energie-Unabhängigkeit entfernt”, warnt Mayr und verweist einmal mehr auf die fatalen Folgen der hohen Abhängigkeit von teurem Erdgas.
Atomkraft ist weder nachhaltig noch zukunftsfähig und daher die völlig falsche Antwort auf die Klima- und Biodiversitätskrise. Auch Erdgas darf keinen Platz in der Taxonomie haben. Denn gemeinsam mit Erdöl und Kohle gehört fossiles Gas weltweit zu den größten Klimakillern und ist allein in Österreich für 20 Prozent aller Treibhausgasemissionen verantwortlich. Besonders problematisch ist das bei der Förderung freigesetzte Methan, ein noch viel schädlicheres Treibhausgas als CO2. Dazu kommen die hohen volkswirtschaftlichen Kosten, weil Erdgas großteils teuer importiert werden muss. “Europa muss vor allem in Energiespar-Programme und naturverträgliche erneuerbare Energieträger investieren anstatt neue fossile Abhängigkeiten zu schaffen”, fordert Jakob Mayr vom WWF.
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