Folgen der Klimakrise sorgen für Schäden in Millionenhöhe – Umweltschutzorganisation fordert konsequenten Klimaschutz und wirksame Klimawandelanpassung statt reiner Symptombekämpfung
EU-Renaturierungsgesetz: WWF begrüßt Einigung, warnt vor Schlupflöchern
Die Umweltschutzorganisation WWF Österreich begrüßt die aktuelle politische Einigung auf das geplante EU-Renaturierungsgesetz, kritisiert aber mehrere Schlupflöcher bei der künftigen Umsetzung: “Gut, dass es eine Einigung gibt, aber der aktuelle Kompromiss ist stark verwässert worden. Das wird das Erreichen der extrem wichtigen Ziele erschweren”, sagt WWF-Biodiversitätssprecher Joschka Brangs zum Ergebnis der Trilog-Verhandlungen zwischen Kommission, Rat und Parlament. Der finale Entwurf enthält zwar wieder Maßnahmen in der Landwirtschaft und für die Wiedervernässung von Mooren, ist aber insgesamt weit von dem entfernt, was aus wissenschaftlicher Sicht zum Schutz der Natur, zum Stopp des Artensterbens und zur Abfederung der Klimakrise notwendig wäre.
Der WWF Österreich fordert daher die Bundesregierung und alle EU-Abgeordneten auf, bei den finalen Abstimmungen für eine ambitionierte Fassung des Gesetzes einzutreten. “Die Zeit drängt, denn wir Menschen sind von einer intakten und vielfältigen Natur abhängig: Sie schützt nicht nur unser Klima und die Anpassung an die Klimakrise, sondern sichert auch unsere langfristige Ernährungssicherheit”, betont Joschka Brangs vom WWF.
Hintergrund
Das Nature Restoration Law beinhaltet neue, rechtsverbindliche Ziele zur Renaturierung von Land- und Meeresökosystemen, wie zum Beispiel von Wäldern, Schutzgebieten in schlechtem Zustand, Ökosystemen in der Stadt und in der Agrarlandschaft, sowie zur Renaturierung von Flüssen und zum Schutz von Bestäubern. Es ist der zentrale Baustein zur Umsetzung der EU-Biodiversitätsstrategie und Herzstück des EU Green Deal.
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