Spektakuläre Aufnahmen zeigen Leopardensprung über Grenzzaun – Hoffnung für eine bedrohte Art – WWF Österreich setzt sich zum Arterhalt im Kaukasus ein – Internationaler Tag des Leoparden am 3. Mai
EU-Rüffel für Österreich beim Kraftwerk Ferschnitz: WWF warnt vor weiterem EU-Verfahren in der Causa Kraftwerk Rosenburg am Kamp
Presseaussendung
Wien am 29. April 2016 – Angesichts der gestrigen EU-Rüge für Österreich wegen Nichtbeachtung von EU-Naturschutz-Vorschriften (Natura 2000) beim Bau des Ybbs-Kraftwerks bei Ferschnitz in Niederösterreich warnt der WWF vor ähnlichen Konflikten im Fall des Kraftwerks Rosenburg am Kamp.
Christoph Litschauer, Flussexperte beim WWF Österreich, kommentiert die Situation wie folgt: „Der von der EVN beabsichtigte Neubau des Klein-Kraftwerks Rosenburg hätte schwere Beeinträchtigungen von natürlichen Lebensräumen zur Folge, die als Europaschutzgebiet gewidmet sind. Die geplante Anhebung des Wasserspiegels durch eine neue Staumauer würde eine sehr seltene Hartholzau und natürliche Ufer von prioritär geschützen Schlucht- und Hangmischwäldern beeinträchtigen. Dies widerspricht dem Erhaltungsziel des Natura 2000-Gebietes und kann, ähnlich wie beim Kraftwerk Ferschnitz an der Ybbs, zu einem EU-Vertragsverletzungsverfahren führen. Außerdem drohen schwere Schäden für den natürlichen Fluss durch Ausbaggerungen im Unterwasser.
Wir appellieren dringend an die EVN und ihre Eigentümer, allen voran das Land NÖ, weitere Konflikte zu vermeiden und von jeglichen neuen Eingriffen in das Europaschutzgebiet Abstand zu nehmen!“
Weitere Informationen:
Christoph Litschauer, WWF Flussexperte, Tel.: 0676 83488213 oder Email: christoph.litschauer@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF fordert „Schwammwald-Paket“ gegen zunehmende Trockenheit
Wasserspeicher-Funktion der heimischen Wälder stark belastet – Folgen der Klimakrise machen sich immer stärker bemerkbar
Neuer Bericht: Waldzerstörung trotz Rückgang auf alarmierendem Niveau
2030-Ziel außer Reichweite – WWF fordert Waldschutzpaket und entwaldungsfreie Lieferketten
WWF: Bodenverbrauch in Österreich 2025 gestiegen
7,7 Hektar pro Tag – Politisches Ziel deutlich überschritten – „Boden-Budget“ bereits Ende April erschöpft – WWF fordert Maßnahmen gegen fortschreitende Verbauung
Budget: WWF fordert Wasserzins nach Schweizer Vorbild
Österreichisches Modell könnte rund 685 Millionen Euro jährlich für Budget bringen – Einnahmen sollen zweckgebunden in Gewässerschutz, Renaturierung und Energiesparmaßnahmen fließen
WWF: Salzburger Wolf-Verordnung verstößt gegen EU-Recht
Naturschutzorganisation warnt vor Gefährdung des Artenschutzes und erheblichem Tierleid – Rückzug der Verordnung aufgrund zahlreicher Mängel gefordert
WWF-Analyse zeigt dramatische Unterfinanzierung des Naturschutzes
Finanzierungslücke von fast einer Milliarde Euro beim Schutz der Biodiversität – Nur 30 Prozent des Bedarfs gedeckt – WWF und Wissenschaft fordern Kurswechsel bei Budget-Entscheidungen
WWF-Erfolg: Durchbruch bei Renaturierung an der Mur
Der WWF hat drei große Renaturierungsmaßnahmen in Slowenien erfolgreich abgeschlossen – mit spürbaren Effekten bis nach Österreich. Davon profitieren zahlreiche Arten wie Eisvögel und Uferschwalben.
WWF kritisiert Österreich-Vorstoß zur Lockerung von EU-Umweltauflagen
Kritik an Vorpreschen der Bundesregierung bei Deregulierung – Natur- und Artenschutz-Richtlinien wichtiges Schutzschild für Biodiversität und Klima













