Folgen der Klimakrise sorgen für Schäden in Millionenhöhe – Umweltschutzorganisation fordert konsequenten Klimaschutz und wirksame Klimawandelanpassung statt reiner Symptombekämpfung
EU verbietet endlich die Einfuhr von illegalem Holz
Wien/Brüssel, 12. Oktober 2010 – Der EU-Rat hat soeben in Brüssel das EU-Holzhandelsgesetz angenommen. Damit wird die Einfuhr illegaler Holzprodukte nach Europa künftig endlich verboten. Wer Holz und Holzprodukte als erster in der EU auf den Markt bringt (so genannte “Erst-in-Verkehrs-Bringer”), muss bald die legale Herkunft nachweisen. Die EU ist einer der größten Märkte für Holzprodukte aus illegaler Herkunft, deshalb hat der WWF seit Jahren für dieses Gesetz gekämpft. Die Umweltschutzorganisation begrüßt das Gesetz sehr, hält es jedoch nicht uneingeschränkt für einen großen Wurf. Nina Griesshammer, WWF-Expertin für Forstpolitik und Tropenwaldschutz: “Höchst problematisch ist, dass nicht alle Holz- und Papierprodukte wie zum Beispiel Druckerzeugnisse wie Bücher und Magazine nicht unter die neue Regelung fallen und nach wie vor aus illegalem Einschlag stammen können. Das darf nicht so bleiben.” Die WWF-Expertin kritisiert auch die lange Zeit bis zum Inkrafttreten des Gesetzes: “Das Gesetz gilt erst in 27 Monaten, bis dahin können sich die Holzkonzerne auf Kosten der Wälder und des Klimas weiter austoben
Die eigentliche Arbeit steht erst jetzt an: “Wir sind gespannt, ob die europäischen Unternehmen schnell eine effiziente und strenge Rückverfolgung der Handelskette aufbauen, damit kein illegales Holz mehr in die Europäische Union gelangt. Außerdem werden wir sehr genau darauf achten, dass die EU-Mitgliedsstaaten saftige Sanktionen für diejenigen verhängen, die uns Verbrauchern trotz des Gesetzes illegales Holz andrehen wollen.”
Laut einer Studie des WWF stammen zwischen 16 und 19 Prozent der Holzimporte in die Europäische Union aus illegalen Quellen. Die Definition bezieht sich auf Gesetzesverstöße bei Ernte, Transport, Einkauf oder Verkauf des Holzes.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, WWF-Pressesprecher, Tel. 01-48817-231,
Email: franko.petri@wwf.at.
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