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Fast 22.000 Stimmen als Klimaschutz-Auftrag für Berlakovich
Wien/Kopenhagen, Mittwoch, 16.Dezember 2009 – Morgen beginnt mit den Verhandlungen der Staats- und Regierungschefs aus mehr als 120 Nationen in Kopenhagen die heiße Phase der Verhandlungen um einen neuen internationalen Klimavertrag. Auch der österreichische Umweltminister Nikolaus Berlakovich muss mit seinen Amtskollegen die zahllosen offenen Finanzfragen und Klimaschutzziele zu einem Paket schnüren. Die österreichische WWF-Delegation übergab deshalb heute Nachmittag im Bella Center in Kopenhagen fast 22.000 in Österreich gesammelte Unterschriften an den Bundesminister. „Die Stimmen aus Österreich sollen die Verhandlungsposition des Ministers stärken und ihn gleichzeitig ermahnen, dass auch Österreich als eines der reichsten Länder der Welt seine Verantwortung für das Weltklima übernehmen muss“, sagte die Leiterin der österreichischen WWF-Kampagne „Vote Earth“, Kathrin Hebel. Den Stand der Verhandlungen bezeichnete Hebel derzeit als „Granitblock der Uneinsichtigkeit“.
Der heutige Mittwoch steht in Kopenhagen ganz im Zeichen von Klimaaktionen für die Rettung unseres Planeten. Zahlreiche Demonstrationen finden in der Kopenhagener Innenstadt und rund ums Konferenzgebäude statt. Als Teil der ersten weltweiten Volksabstimmung für das Klima übergab der WWF Österreich heute die knapp 22.000 gesammelten Unterschriften an den Umweltminister in Form eines blauen Ballons mit der österreichischen Fahne und der Anzahl der gesammelten Stimmen. „Alle Menschen in Österreich, die in den letzten fünf Wochen ihre Stimme für den Klimaschutz abgegeben haben, beauftragen Umweltminister Berlakovich die Forderungen des WWF für ein verbindliches Klimaschutzabkommen zu erfüllen. Gleichzeitig erinnert der WWF den Minister auch an die Klimaverantwortung im eigenen Land.
Tausende Menschen werden sich heute Abend an einem Laternenmarsch zum Kopenhagener Rathaus beteiligen. Um 19 Uhr wird der WWF dort den „Orb“ an die politischen Entscheidungsträger. Der Orb ist eine Festplatte in Form eines Globus mit mehr als 300 Gigabyte Datenmaterial, auf der der heutige Wissensstand zum Klimawandel sowie mehrere Millionen Namen, Stimmen und Bilder von Klimaschützern aus aller Welt gespeichert sind. Eine identische Kopie wird als Erinnerung und Mahnmal für künftige Generationen im Nationalmuseum von Dänemark zu sehen sein.
Nach der Übergabe des Orb wird heute Abend für eine Stunde unter dem Motto „Earth Hour“ in Kopenhagen die Lichter ausgehen. Die Aktion ist eine symbolische Wiederholung der erfolgreichen Earth Hour 2009, bei der am 27. März Hunderte Millionen Menschen als Zeichen für den Klimaschutz in mehr als 4.000 Städten in 88 Ländern für eine Stunde das Licht ausschalteten. Die internationale WWF-Delegation wird sich in den nächsten Tagen dafür einsetzen, um die politischen Entscheidungsträgen für einen neuen Klimaschutzvertrag bis zum Samstag zu überzeugen. „Heute Nachmittag sieht es sehr schlecht aus für das Weltklima. Weder China noch die USA sind bereit, ihre Karten auf den Tisch zu legen. „Wir hoffen am Freitag auf einen amerikanischen Weihnachtssack voll mit finanziellen Zugeständnissen und Zusagen von Präsident Barack Obama, damit auch die Schwellenländer China, Indien, Brasilien und auch die Entwicklungsländer einem rechtsverbindlichen globalen Vertrag zum Klimaschutz beitreten“, so WWF-Klimaexperte Markus Niedermair.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Leiter Medien WWF Österreich (vor Ort im Bella Center in Kopenhagen), Tel. 0676-83488-231, Email: franko.petri@wwf.at, Website: www.voteearth.at.
Pressefotos der Übergabe zum Download auf www.wwf.at/presse.
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