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Flussgipfel: Berlakovich will sofortigen Baustopp an der Sulm
Wien, 19. Juli 2013 – Bundesminister Nikolaus Berlakovich will sich beim Kraftwerksbau an der Schwarzen Sulm für einen sofortigen Baustopp einsetzen und das Thema am kommenden Montag in den Ministerrat bringen. Doch der Umweltminister zögert noch mit seiner Weisung an Landeshauptmann Franz Voves das Projekt ganz zu stoppen. Das ist das Ergebnis des gestrigen Treffens mit Berlakovich und den wichtigsten Vertretern der Umweltschutzszene Österreichs. Die Delegation der Umweltschützer überreichte dem Minister 5.000 Unterschriften zur Rettung der Schwarzen Sulm. „Wir begrüßen die Absicht des Umweltministers. Aber die Weisung an den steirischen Landeshauptmann durch Berlakovich ist längst überfällig. Nur so kann die Schwarze Sulm gerettet werden“, appelliert WWF-Flussexperte Christoph Walder an den Minister.
Eine große Allianz für einen kleinen Fluss: Fast die gesamte Umweltszene Österreichs war beim gestrigen Flussgipfel mit Bundesminister Berlakovich im Lebensministerium vertreten. Freda Meissner-Blau, Bernd Lötsch, Ulrich Eichelmann von Riverwatch, WWF, GLOBAL 2000, Naturschutzbund, Umweltdachverband, Arbeitskreis zum Schutz der Koralpe, die Initiative zur Rettung der Sulm und die Grünen Steiermark.
Die Umweltschützer informierten den Minister dabei über die Situation vor Ort und forderten ihn auf, das Projekt per Weisung endlich zu stoppen. Derzeit wird an der Sulm gebaggert und das Kraftwerk ist bereits im Bau. Erst vor wenigen Tagen war es vor Ort zu einer Eskalation zwischen dem Kraftwerksbetreiber und Aktivisten gekommen.
Gleichzeitig prüfen die Behörden der Steiermark im Rahmen des Wasserrechtsverfahrens, ob der ökologische Wert der Natur höher zu bewerten ist als die zu erwartende Stromgewinnung. Die Umweltexperten befürchten, dass das Kraftwerk erneut genehmigt wird, denn die Prüfung des Projekts erfolgt durch dieselben Beamten, die es vor Jahren schon einmal genehmigt und den wasserrechtlichen Bescheid ausgestellt hatten.
Berlakovich versicherte der Umweltexpertendelegation gestern sich für einen sofortigen Baustopp einzusetzen und das Thema am kommenden Montag im Ministerrat mit dem Bundeskanzler und den Regierungsmitgliedern zu besprechen. Eine Weisung an Landeshauptmann Voves sei für ihn erst das letzte Mittel. „Ohne Weisung aber droht eine Eskalation an der Schwarzen Sulm, hohe Strafzahlungen an die EU und die Zerstörung einer der letzten unberührten Flüsse Österreichs“, warnt Walder.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, WWF-Pressesprecher, Tel. 01-48817-231, E-Mail: franko.petri@wwf.at.
Foto-Credit: Grüne Steiermark
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