77 Prozent der wertvollen Flussstrecken ohne verbindlichen Schutz vor weiterem Wasserkraftausbau – Hitze und Dürre machen Schutz und Renaturierung dringlicher – WWF legt Zeugnisse für alle neun Bundesländer vor
Fridays for Future: WWF Österreich fordert Sofortpaket der Bundesregierung
Wien, am 15. März 2019. Anlässlich der heutigen Klimakundgebungen unter dem Motto „Fridays for Future" fordert die Umweltschutzorganisation WWF Österreich ein rasches und weitreichendes Aktionsprogramm der Bundesregierung. „Österreich tut viel zu wenig, um das Pariser Klimaschutzabkommen mit Leben zu erfüllen. Mut und Konsequenz in der Klimapolitik fehlen, stattdessen dominieren zahnlose Strategien und Appelle. Die Verantwortung für die Zukunft der nächsten Generationen wird nicht ausreichend wahrgenommen“, sagt Hanna Simons, Leiterin Natur- und Umweltschutz beim WWF Österreich. „Bewusstseinsbildung ist wichtig, aber die Politik darf ihre Zuständigkeit für die Bekämpfung der Klimakrise nicht einfach an die Menschen auslagern. Alle Defizite und Lösungsvorschläge sind seit Jahren bekannt, dennoch steigen die CO2-Emissionen weiter.“
Der WWF Österreich fordert drei konkrete politische Maßnahmen, die auch von der heimischen Klimawissenschaft eingemahnt werden. „Wir brauchen eine echte ökologische Steuerreform, die umweltfreundliches Verhalten belohnt und fossile Energien ausbremst. Umweltschädliche Subventionen müssen rasch abgebaut und ökologisch vernünftig investiert werden. Parallel zum naturverträglichen Ausbau Erneuerbarer ist vor allem ein großes Energiesparprogramm notwendig“, sagt Simons.
Die heimische Politik bekennt sich oft und gern zum Klimaschutz, macht aber in der konkreten Praxis oft das glatte Gegenteil. „Es ist komplett absurd, dass jährlich bis zu fünf Milliarden Euro für fossile Relikte wie zum Beispiel das Dieselprivileg verschwendet werden. Zugleich werden klimapolitische Irrwege forciert, von Tempo 140 über die dritte Flughafenpiste bis hin zu neuen Autobahnen“, kritisiert Hanna Simons vom WWF Österreich und spricht sich für eine nachhaltige Kehrtwende aus.
Rückfragehinweis:
Sarah Bimingstorfer
WWF-Presesprecherin
+43 676 834 88 216
sarah.bimingstorfer@wwf.at
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