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„Gemeinsam für Unseren Inn“
Presseaussendung
Innsbruck, 13. September 2017 – Der Inn ist ein stark genutztes Gewässer, das Inntal zählt zu den am intensivsten belasteten Tälern der Alpen. Von Hochwasserschutz, Tourismus oder Ökologie bis hin zu Energiewirtschaft, Landwirtschaft und Sport treffen hier verschiedenste Interessen aufeinander und führen damit immer wieder zu Konflikten. Daher stehen der 13. und der 14. September 2017 auf Einladung der Alpen-Wissenschaftskommission ISCAR, der Universität Innsbruck sowie des WWF im Zeichen eines länderübergreifenden Informationsaustausches, an dem über 100 Expertinnen und Experten aus den drei Anrainerstaaten Schweiz, Österreich und Deutschland teilnehmen. Die Suche nach gemeinsamen Lösungen zur Zukunft des Dreiländerflusses steht dabei im Zentrum.
„Der ‚Flussdialog Inn‘ soll die grenz- und themenüberschreitende Diskussion und Zusammenarbeit verstärken“, fasst Mitveranstalter Prof. Leopold Füreder, Vorsitzender von ISCAR – International Scientific Committee on Research in the Alps zusammen. „Ein Fluss kümmert sich nicht um administrative Grenzen. Alle Aktivitäten, die am Fluss passieren, beeinflussen auch den Ober- und den Unterlauf. Bei einem Dreiländerfluss wie dem Inn ist das natürlich angesichts der Anzahl der betroffenen Personen und Institutionen eine besondere Herausforderung.“
Christoph Walder, Naturschutzleiter des WWF Österreich, ergänzt: „Wir vom WWF sind überzeugt, dass sich die Interessen des Naturschutzes mit der wirtschaftlichen Nutzung des Flusses und einem effektiven Hochwasser-management vereinen lassen.“ Der Inn ist einer der bedeutendsten Alpenflüsse und größter alpiner Zubringer der Donau. Früher wies der Inn eine große Artenvielfalt auf und beherbergte mehr als 30 Fischarten. Heute sind etwa im Tiroler Inn nur noch 2 Fischarten mit natürlicher Fortpflanzung übrig geblieben. Das Inntal dient seit Jahrtausenden als Siedlungsraum, Verkehrsweg und Wirtschaftsraum. „Vor allem in den letzten 150 Jahren wurde dem Fluss arg zugesetzt. Für den WWF steht daher ein Ziel im Vordergrund: die letzten intakten Abschnitte zu schützen und die anderen wieder zu renaturieren.“ Der „Flussdialog Inn“ soll als Anstoß dienen, diesem Ziel näher zu kommen.
Veranstaltungsort und Gastgeber ist die Universität Innsbruck. „Verschiedene Institute unserer Universität, aber auch andere Forschungseinrichtungen wie Museen erarbeiten durch ihre oft jahrzehntelagen Forschungstätigkeiten die Grundlagen dafür, dass geeignete Lösungen gefunden werden können.“, erklärt Prof. Roland Psenner von der Uni Innsbruck. Gefördert wird die Veranstaltung, an der neben dem Land Tirol, dem Kanton Graubünden und dem Freistaat Bayern auch die TIWAG, der VERBUND, verschiedene Natur- und Umweltorganisationen sowie Fischerei- und Kajakverbände teilnehmen, von der Abteilung Umweltschutz des Landes Tirol und der Stadt Innsbruck.
Rückfragehinweis:
Martin Hof, Pressesprecher WWF Alpenflüsse, 0676 83 488 306, martin.hof@wwf.at
Christoph Walder, Leiter Naturschutz WWF Österreich, 0676 9255430, christoph.walder@wwf.at
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