Kritik an Vorpreschen der Bundesregierung bei Deregulierung – Natur- und Artenschutz-Richtlinien wichtiges Schutzschild für Biodiversität und Klima
Good News: Geretteter Seeadler besendert und wieder in Freiheit
Es war wohl Glück im Unglück: Einem Spaziergänger fiel vor einigen Tagen ein Vogel auf, der kaum vom Boden hochkam. Der Mann handelte geistesgegenwärtig und rief die von VIER PFOTEN geführte Eulen- und Greifvogelstation Haringsee an. Diese nahm den Seeadler in ihre Obhut. Bei Untersuchungen wurde festgestellt, dass es sich wohl um ein Schädel-Hirn-Trauma handelte. Das kann etwa passieren, wenn ein Vogel mit einem Auto zusammenstößt oder es zu Revierkämpfen kommt. Nachdem der Seeadler einige Tage lang mit Medikamenten behandelt wurde, war es Zeit für seine Freilassung.
Doch zuvor wurde er noch vom WWF besendert. Denn so können wir mehr über Flugrouten und Paarungsverhalten von Seeadlern erfahren. Schnell stellte sich heraus: Der Seeadler wurde eigentlich schon vor drei Jahren beringt und besendert – als er im Nationalpark Donau-Auen geschlüpft war. Doch leider ging der Sender verloren. Erkennen konnten wir ihn aber an den Ringen an seinen Füßen, durch die alle beringten Seeadler sofort identifiziert werden können. Am Montag wurde der Seeadler dann wieder in die Freiheit entlassen. Der solarbetriebene GPS-Sender am Rücken, den der Adler kaum bemerkt, wird spannende Einblicke in sein Leben geben.
Im Rahmen unseres Forschungs- und Schutzprogramms besendern wir regelmäßig Seeadler. Das ist wichtig, damit wir die Art besser schützen können. Denn der Mensch brachte den Seeadler im 19. und 20. Jahrhundert an den Rand der Ausrottung. In Österreich galt die Art ab den 1950er Jahren sogar als ausgestorben. Im Jahr 2000 startete der WWF deshalb sein Seeadlerschutzprojekt in Österreich. Ein wichtiger Baustein sind die Besenderungen. Auch durch diese Daten wissen wir, dass es dank intensiver Schutzmaßnahmen gelungen ist, dass der Seeadler wieder nach Österreich zurückgekehrt ist. Die Zahl der Brutpaare in Österreich ist wieder auf 70 angewachsen.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Durchbruch an der Grenzmur: WWF zeigt, wie Renaturierung gelingt
WWF Österreich und slowenische Projektpartner stellen natürlichen Fluss der Mur wieder her – Verbesserung des Hochwasserschutzes und der Flusslebensräume
Hitzetod bedroht Amazonas-Delfine: Studien zeigen gefährliche neue Normalität
Anhaltende Überhitzung von Flüssen gefährdet seltene rosa Flussdelfine – Klimakrise als Ursache für “thermische Fallen” von bis zu 41 Grad Celsius – WWF fordert besseren Schutz von Flüssen
Hunde-Spaziergang am Inn: Wie man Vogel-Nachwuchs schützen kann
An den Kiesbänken des Inns brüten derzeit wieder seltene Vogelarten. Doch Spaziergänger:innen und freilaufende Hunde können den Nachwuchs unwissentlich gefährden.
Statusbericht Wolf: 121 Wölfe in Österreich nachgewiesen, weniger Rudel, kaum Nachwuchs
Neuer Bericht des Österreichzentrums: Rückgang auf acht Wolfsrudel im Vorjahr, nur wenige Welpen, Rekordzahl an Abschüssen – WWF fordert mehr Herdenschutz
Brutsaison am Inn: WWF und BirdLife appellieren für mehr Rücksicht auf seltene Kiesbrüter
Gefährdete Vogelarten brüten am Inn – Steigende Bestände bei Flussuferläufern geben Hoffnung – Naturschutzorganisationen warnen vor Störungen durch Menschen
Steiermark: WWF kritisiert Frontalangriff auf den Artenschutz
Naturschutzorganisation warnt vor ökologischen Folgen und rechtlichen Problemen – Umdenken der Landesregierung gefordert
Energieeffizienz: Österreich seit sechs Monaten säumig bei EU-Richtlinie, 2030-Ziel wackelt
Stillstand bei Umsetzung verschärft Energiekrise und erhöht Abhängigkeit von Importen – Anhaltende EU-Vertragsverletzung könnte Österreich Millionen kosten – WWF fordert rasches Gegensteuern
Tennis-Star Dominic Thiem engagiert sich für seltene Donau-Störe
Prominente Hilfe für den Artenschutz – Naturschutzorganisation WWF bekommt Unterstützung im Einsatz für die am stärksten bedrohte Tiergruppe der Welt













