Google-Rechenzentrum wird größer: WWF fordert strenge Umweltauflagen

10. Juli 2026 | Boden, Österreich, Politische Arbeit, Presse-Aussendung

Geplante Erweiterung in Kronstorf verschärft Druck auf Böden und Wasser der Region - WWF verlangt volle Transparenz und verbindliche Auflagen von Landesregierung

Linz, am 10. Juli 2026 – Angesichts der geplanten Erweiterung des Google-Rechenzentrums in Kronstorf fordert die Naturschutzorganisation WWF hohe Umweltstandards und eine umfassende Prüfung der Gesamtbelastung. „Anstatt die Werbeagentur für Google zu spielen, sollte sich die Landesregierung um das Einhalten hoher Standards für den Schutz der Umwelt und die Bevölkerung kümmern. Es handelt sich schließlich um eines der größten Boden- und Energiefresser-Projekte des Landes“, sagt WWF-Bodenschutzsprecher Simon Pories. Vor einer weiteren Genehmigung müssten der gesamte Flächen-, Strom- und Wasserbedarf sowie die Auswirkungen auf das Stromnetz und die Region vollständig offengelegt und unabhängig bewertet werden.

Der WWF fordert insbesondere einen sparsamen Umgang mit Boden und Wasser sowie eine verbindliche und umfassende Nutzung der Abwärme. Auch die vollständigen Kosten für notwendige Netz- und Infrastrukturmaßnahmen müssten transparent sein und dürften nicht auf die Allgemeinheit abgewälzt werden. „Ein Milliardenprojekt erfordert auch starke ökologische Standards. Dazu gehören höchste Effizienzstandards, eine konsequente Nutzung der Abwärme und ein messbarer Nutzen für die Standortgemeinde statt wolkiger Versprechen“, sagt Pories.

Google hat aktuell weitere Ausbaustufen beantragt, die laut Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner eineinhalb Mal so groß sein sollen wie die bereits genehmigte erste Baustufe. Der WWF fordert daher, das Gesamtprojekt statt einzelner Etappen zu bewerten. „Die Stückelung der Ausbaustufen darf den Blick auf die Gesamtbelastung nicht verstellen. Die Bevölkerung hat ein Recht auf eine transparente Gesamtbilanz für Boden, Energie, Wasser und Infrastruktur, bevor die Standorterweiterung einfach durchgewunken wird“, sagt Pories.

Rückfragen

Mag. Volker Hollenstein
Politischer Leiter, WWF Österreich

News

Aktuelle Beiträge

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.

Rechtgrundlage dafür ist unser berechtigtes Interesse (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO) und deine Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO ) zur Nutzung bestimmter Cookies. Diese kannst du über den entsprechenden Link im Footer der Website jederzeit überprüfen.

Ausführliche Informationen zur Nutzung, Speicherdauer und Übertragung ihrer personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit den von uns verwendeten Cookies finden sie in unserer Datenschutzerklärung im Bereich 8.Verarbeitungsvorgänge.

HINWEIS:
Bei Cookies von Drittanbietern die in den USA niedergelassen sind, werden diese ebenfalls nur nach Ihrer Einwilligung gesetzt da den USA vom Europäischen Gerichtshof kein angemessenes Datenschutzniveau bescheinigt wird. So besteht insbesondere das Risiko, dass Ihre Daten dem Zugriff durch US-Behörden zu Kontroll- und Überwachungszwecken unterliegen und dagegen keine wirksamen Rechtsbehelfe zur Verfügung stehen.