Grausame Geier-Vergiftung im Lesachtal muss Konsequenzen haben – Verbotenes Nervengift für 90 Prozent aller nachgewiesenen Wildtier-Vergiftungen verantwortlich – Seit Jahrzehnten verboten, aber bis heute eingesetzt
Größtes Tiger-Fotomosaik der Welt enthüllt
Wien, 7. Juni 2007 – Mit dem zwei Stockwerke hohen Fotomosaik eines Tigers haben 35 Organisationen heute auf der Weltartenschutzkonferenz in Den Haag das weltweite Ende des Tigerhandels gefordert. Das 36 Quadratmeter große Mosaik, das vor dem Tagungsort enthüllt wurde, besteht aus rund 25.000 Fotos von Tigerfreunden aus über 140 Nationen. Dadurch soll nochmals vehement auf die Bedrohung der Tiger hingewiesen werden.
Auf der Weltartenschutzkonferenz CITES (Convention on International Trade in Endangered Species) entscheiden bis zum 15. Juni Delegierte aus 171 Staaten darüber, welche bedrohten Tier- und Pflanzenarten international gehandelt werden dürfen. Der Tiger gehört zu diesen bedrohten Spezies. 35 Organisationen haben sich zur „International Tiger Coalition“ zusammengeschlossen, um die Delegierten dazu zu bringen, sich zu mehr Tigerschutz zu verpflichten.
Sorgen bereitet der Tigerkoalition vor allem die Entwicklung in China. Dort leben inzwischen fast 5.000 Tiger auf so genannten Tigerfarmen. Die Farm-Besitzer drängen die chinesische Regierung, das seit 14 Jahren bestehende nationale Handelsverbot mit Tigerteilen aufzuheben. „Weil sich nicht erkennen lässt, ob ein Tigerprodukt von einem wilden Tiger oder einem aus Gefangenschaft stammt, wäre damit das Feuer auf Tiger in freier Wildbahn wieder eröffnet“, sagt WWF-Artenschutzexpertin Jutta Jahrl.
Zusätzlich zu den 25.000 Fotos hat die Tigerkoalition rund 32.000 Unterschriften gesammelt, um China dazu aufzufordern, das Handelsverbot aufrechtzuerhalten. „Das chinesische Verbot ist das wichtigste Standbein für den internationalen Tigerschutz“, sagt WWF-Expertin Jahrl. „China hat mit diesem Verbot das erfolgreichste Instrument zur Rettung der Tiger geschaffen. Diese große Leistung darf nicht zunichte gemacht werden.“
Der WWF dankt dem Lebensministerium für die Unterstützung seiner CITES-Arbeit.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF: Anhaltende Hitzewelle belastet Wildtiere
Hitze und Trockenheit setzen Amphibien, Jungvögeln und Schmetterlingen besonders zu – WWF fordert mehr Wasserrückhalt und gibt Tipps, um Wildtieren zu helfen
llegaler Tigerhandel: Neuer Report zeigt Schwächen in Südostasiens Justizsystemen
WWF, GuArdean und TRAFFIC analysieren Strafverfolgung in sieben Tiger-Verbreitungsstaaten – Drahtzieher und Geldgeber werden bisher zu selten belangt – WWF fordert verstärkte Kontrollen und internationale Zusammenarbeit
Italienischer Top-Experte kritisiert Tiroler Wolfsabschuss: WWF fordert lückenlose Aufklärung
Zoologe Marco Apollonio bezeichnet Abschuss von Forschungswolf Mirco als „dumm und unnötig“ – WWF verlangt vollständige und transparente Aufklärung durch die Tiroler Landesregierung.
WWF-Erfolg: Mehr Wasser für den Mühlbach
Mehr Wasser, mehr Artenvielfalt: Dank der erfolgreich umgesetzten Maßnahme an der Grenzmur führt der Mühlbach heute mehr als doppelt so viel Wasser wie früher.
Forschungswolf getötet – WWF kritisiert überzogene Abschusspolitik in Tirol
Artenschutzorganisation fordert Kurskorrektur im Wolfsmanagement – Besenderte Wölfe liefern wertvolle Daten für Herdenschutz und Prävention – Italien forscht, Österreich schießt ab
Kampf gegen Plastikmüll: WWF weitert Offensive gegen Geisternetze im Mittelmeer aus
Plastikkrise im Mittelmeer spitzt sich zu – Bereits vier Tonnen alte Fischereisausrüstung geborgen – Neue Tauchausbildung soll Bergungsmenge bis Jahresende verdoppeln – Ausweitung von Meeresschutzgebieten gefordert
WWF: Portugal investiert groß in Renaturierung, Österreich soll nachziehen
Portugal will 500 Millionen Euro jährlich in Wiederherstellung der Natur investieren – Gemessen an der stärkeren Wirtschaftskraft wären das in Österreich rund 840 Millionen Euro pro Jahr – WWF fordert rasche Vorlage des gesamten Renaturierungsplans von Bund und Ländern
WWF kritisiert lückenhaftes Umweltbudget
Umweltschutzorganisation warnt vor fehlenden Mitteln für Renaturierung und Gewässerschutz – Weniger Klimaschutz, mehr fossile Anreize













