Hochwasser: WWF fordert raschen Bundeshochwassergipfel

7. Juni 2013 | Presse-Aussendung

Wien, 10. Juni 2013 – Nach der Hochwasserkatastrophe fordert der WWF nun einen raschen Bundeshochwassergipfel. Dort soll ein nationales Aktionsprogramm für den ökologischen Hochwasserschutz beschlossen werden. „Neben dem technischen Hochwasserschutz braucht es einen klaren Fahrplan zum Rückbau der Flusskorsette und zur Ausweitung der natürlichen Überschwemmungsflächen“, so WWF-Flussexperte Christoph Walder. Zur Vorbereitung des Gipfels erwartet sich […]

Wien, 10. Juni 2013 – Nach der Hochwasserkatastrophe fordert der WWF nun einen raschen Bundeshochwassergipfel. Dort soll ein nationales Aktionsprogramm für den ökologischen Hochwasserschutz beschlossen werden. „Neben dem technischen Hochwasserschutz braucht es einen klaren Fahrplan zum Rückbau der Flusskorsette und zur Ausweitung der natürlichen Überschwemmungsflächen“, so WWF-Flussexperte Christoph Walder. Zur Vorbereitung des Gipfels erwartet sich der WWF außerdem eine genaue Auflistung aller ökologischen Flussrevitalisierungen mit einer Flächenbilanz der neu gewonnenen Flussräume, die seit dem letzten „Jahrhunderthochwasser“ 2002 stattgefunden haben.

Es wurde in den letzten Jahren sehr viel Geld ausgegeben für die wichtigen und sinnvollen festen und mobilen Hochwasserschutzbauten. Der WWF wünscht sich aber zukünftig eine Hochwasserschutzoffensive, bei der für jeden Euro, der in technischen Hochwasserschutz fließt, ein Euro zur Renaturierung der Flüsse verwendet wird. „Wenn die Flüsse wieder freier fließen können, mindert sich das Schadenspotenzial bei den kommenden Hochwasserkatastrophen“, so Walder. Für einen Vergleich, was technisch realisiert wurde und was an ökologischen Revitalisierungen bisher geschehen ist, braucht es einen konkreten Vergleich der Projekte und deren Kosten.

Für den Bundeshochwassergipfel schlägt der WWF vor, neben den zuständigen Bundesministern Nikolaus Berlakovich und Doris Bures auch die Vertreter der Länder, der Landwirtschaft, der Gemeinden sowie Fachexperten der Universitäten und auch Vertreter der NGOs miteinzubeziehen.

Der vom WWF geforderte Hochwasserschutz unterscheidet sich von den technischen Lösungen dadurch, dass durch die Aufweitung der Flussräume den Gewässern wieder mehr Platz gegeben wird und die Hochwässer zukünftig in die Auen und die flussnahen Schwemmgebiete schadlos abfließen können. Neben dieser Hochwasserschutzwirkung hat der ökologische Hochwasserschutz auch noch zahlreiche andere positive Wirkungen wie die Sicherung von Grund- und Trinkwasser und als Lebensraum für gefährdete Tier und Pflanzenarten.

Rückfragehinweis:
MMag. Franko Petri, WWF Pressesprecher, Tel. 01-48817-231, E-Mail: franko.petri@wwf.at.

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