Fotobelege aus Wasserkraft-Restwasserstrecken – WWF fordert akute Wasserabgabe, Schutzprogramm und rasche Renaturierung der letzten Huchenflüsse
INN Dialog diskutiert über Zukunft des Dreiländerfluss
Unter dem Motto „Vom Kiesel zur Au – Gemeinsam den Stein ins Rollen bringen” fand in den vergangenen zwei Tagen der fünfte internationale INN Dialog statt – eines der größten Austauschformate Tirols zu Natur- und Gewässerschutz. Rund 100 Teilnehmende aus verschiedenen Ländern kamen nach Innsbruck, um sich über die Zukunft des Inns auszutauschen. „Über die letzten drei Jahre haben wir im Rahmen von INNsieme connect umfangreiche Maßnahmen für den Arten- und Lebensraumschutz umgesetzt. Der INN Dialog bildet den krönenden Abschluss unserer Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern, mit dem gemeinsamen Ziel den Inn wieder zur Lebensader für Mensch und Natur zu machen”, sagt Marianne Götsch vom WWF Österreich und stellvertretende Projektleiterin von INNsieme connect.
Während der mehrtägigen Veranstaltung wurden Projektergebnisse von INNsieme connect zu gefährdeten Amphibien, heimischen Fischen und ihren Lebensräumen präsentiert. „Durch gezielte Maßnahmen schaffen wir es, die Lebensräume heimischer Fischarten zu erhalten, bis der Inn seine Dynamik wieder selbst entfalten kann”, sagt Julius Gorenz von der Technischen Universität München. Wie das aussehen kann, zeigt die erste Geschiebe-Habitat-Studie, die im Rahmen von INNsieme connect von der Schweizer Flussbau AG durchgeführt wurde. Diese zeigt, wie viel Platz und Geschiebe der Inn benötigt, um seine Naturlebensräume wieder eigendynamisch auszubilden. Auf dieser Grundlage wurde ein umfassendes Konzept für den Inn erstellt, das als Basis für zukünftige Renaturierungen dienen soll. In der Schweiz wurde die älteste Renaturierung am Inn besichtigt. Expertinnen und Experten dreier Länder zeigen am Inn bei Strada, was erfolgreiche Renaturierungen langfristig verändern können. So sind beispielsweise Flussuferläufer und Flussregenpfeifer zum Brüten hierher zurückgekehrt.
Über INNsieme connect
Der INN Dialog ist Teil von INNsieme connect, der Fortsetzung des erfolgreichen Projekts INNsieme (2019–2022). Im Rahmen dessen kommen Partnerorganisationen aus mehreren Ländern zusammen, um den Inn als wertvollen Lebensraum für Mensch und Natur zu stärken und ein Netzwerk für seinen Schutz zu schaffen. Dabei werden Maßnahmen zum Artenschutz, zur Umweltbildung sowie zur Planung konkreter Renaturierungen am Inn und seinen Zubringern umgesetzt. Dies wird durch die Kofinanzierung der Europäischen Union im Rahmen des Förderprogramms Interreg Bayern–Österreich 2021–2027 sowie durch die Förderung des Landes Tirol ermöglicht.
Weitere Informationen unter www.innsieme.org
Fotos und das Konferenzprogramm finden Sie hier.
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Analyse stellt Tiroler Abschuss von Forschungswolf infrage
Auswertung der Standortdaten zeigt unauffällig wandernden Wolf abseits von Ortschaften – Forschungsleiter kritisiert Vorgehen der Behörden – WWF fordert volle Aufklärung durch Landesregierung
WWF kritisiert Niederösterreichs Angriff auf Renaturierung scharf
Naturschutzorganisation: Blockade-Drohung ist fahrlässig und verantwortungslos – Wiederherstellung der Natur schützt Gemeinden vor Hitze, Hochwasser und Folgekosten
WWF: Wolfsabschüsse erreichen bereits zur Jahresmitte neuen Höchststand
Mindestens 23 Abschüsse allein im ersten Halbjahr 2026 – Von Jänner bis Juni schon mehr behördliche Tötungen als im gesamten Vorjahr – WWF kritisiert aggressives Vorgehen gegen geschützte Art
March erstmals über 30 Grad: WWF warnt vor Hitzestress für Fische
Neuer Höchstwert von 30,3 Grad bei Hohenau – Bisheriger Rekord aus 2018 deutlich überschritten – WWF fordert Ausweitung von Renaturierungsprojekten
WWF-Kritik an Linzer “Österreich-Deklaration”: Stillstand beim Bodenschutz wird zementiert
Zitierte ÖROK-Zahlen zeigen massive Zielverfehlung von Bund und Ländern
Hitze – WWF fordert Sonderbudget für Entsiegelung und Renaturierung
Bund und Länder sollen Gemeinden beim Umbau stark versiegelter Orte unterstützen – Zusätzliche Mittel für Begrünung, naturnahe Gewässer und mehr Wasserrückhalt – EU-Renaturierungsgesetz ambitioniert umsetzen
WWF und BirdLife fordern „Aktion scharf gegen Giftköder“
Grausame Geier-Vergiftung im Lesachtal muss Konsequenzen haben – Verbotenes Nervengift für 90 Prozent aller nachgewiesenen Wildtier-Vergiftungen verantwortlich – Seit Jahrzehnten verboten, aber bis heute eingesetzt
WWF: Anhaltende Hitzewelle belastet Wildtiere
Hitze und Trockenheit setzen Amphibien, Jungvögeln und Schmetterlingen besonders zu – WWF fordert mehr Wasserrückhalt und gibt Tipps, um Wildtieren zu helfen










