Vollversammlung der internationalen Meeresbodenbehörde startet am Montag in Jamaika – Massiver Druck könnte Moratorium gefährden – WWF fordert das Verhindern einer Umweltkatastrophe
Jugendliche übergeben 13.800 Unterschriften gegen Plastiksackerl an EU
Brüssel/Wien, 17. Jänner 2014 – 13.800 Unterschriften für ein Plastiksackerlverbot übergab die Jugendgruppe des WWF Österreich gemeinsam mit drei Wiener Anti-Plastik- AktivistInnen dem EU-Umweltkommissar Janez Potočnik. Gemeinsam mit der Petitions-Initiatorin Alexandra Haaji fordern sie ein Plastiksackerl freies Österreich. „Plastiksackerl bestehen aus Erdöl und hochgiftigen Weichmachern, sie verrotten nie und werden meist nach nur wenigen Minuten in Verwendung weggeschmissen. In Österreich verursachen sie 7.000 Tonnen Müll im Jahr“, betont die 20-jährige Lisa Klimek, Mitglied der WWF-Jugendgruppe. „Wir hoffen, dass sich EU-Umweltkommissar Janez Potočnik noch stärker für verpflichtende Maßnahmen der EU-Staaten gegen die Plastikflut einsetzt.“
„Der ehemalige Umweltminister Berlakovich speiste uns mit leeren Versprechen ab. Außer ein paar kleinen Pilotprojekten ist nichts passiert“, erzählt Petitions-Initiatorin Alexandra Haaji. Umso wichtiger sei es jetzt, EU-Umweltkommissar Janez Potočnik, der kürzlich die ersten erfolgreichen Schritte für ein Plastiksackerlverbot in der EU setzte, den Rücken zu stärken. Davon ist auch die Wiener Anti-Plastik-Aktivistin Stella Wittmann überzeugt. Sie möchte alles daran setzen, dass Haajis Petition nicht im Sand verläuft. Gemeinsam mit Mitgliedern der WWF- Jugendgruppe übergab sie die Petition gestern an EU-Umweltkommissar Janez Potočnik. Die Jugendlichen sammelten im Rahmen ihrer Kampagne „Plastiksackerl DISLIKE“ ebenfalls mehrere tausend Unterschriften. Unterstützt wurde die Aktion weiters von Plastik- Expertin und Buchautorin Sandra Krautwaschl: „Jeder einzelne kleine Schritt zählt, wenn es um die Erhaltung unserer Lebensräume geht. Aber wir brauchen auch die politischen Entscheidungen, damit es für viele Menschen leichter wird, im Alltag kleine Schritte in die richtige Richtung zu gehen.“
Mit der Kampagne „Plastiksackerl DISLIKE”, möchte die WWF Jugendgruppe ein Zeichen für einen Weg aus der Wegwerfgesellschaft setzen. Die Jugendlichen machten mit verschiedenen Aktionen wie Straßentheater, Online- Aktionen oder einem Stoffsackerl-Wettbewerb auf die Umweltproblematik von Plastik aufmerksam. „YTAE beschäftigt sich mit dem Thema Plastik, weil uns die damit zusammenhängenden Probleme für Umwelt und Gesundheit unglaublich erschüttern“, so Lisa Klimek. „Vor allem Plastiksackerl sind unnötig und leicht durch umweltfreundliche Alternativen wie Stoffsackerl ersetzbar. Jeder Konsument hat es selbst in der Hand, hier etwas zu verändern.“
Die WWF Jugendgruppe „Youth Taking Action for the Earth“ (YTAE) besteht aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 14 und 25 Jahren aus ganz Österreich. YTAE setzt sich durch Inspiration, Motivation, Bildung und Aktion für die Lösung von Umweltproblemen ein. Dazu organisieren die YTAEs jedes Schuljahr mehrere Veranstaltungen für interessierte Jugendliche und junge Erwachsene: von Naturerlebnistagen über Naturschutzaktionen bis hin zu Workshops zu verschiedensten Themen, wie Umweltschutz, Projektmanagement Teamführung oder Öffentlichkeitsarbeit. Neben der Kampagne „Plastiksackerl DISLIKE“ für ein Plastiksackerlverbot in Österreich realisiert die Jugendgruppe unter anderem auch jährliche Donau-Aufräumaktionen („Danube-Clean-Up“) oder Umwelt-Leader-Camps für Jugendliche aus verschiedenen europäischen Ländern.
Weitere Informationen zur Kampagne „Plastiksackerl DISLIKE” auf www.wwf.at/plastiksackerl-dislike. Mehr Informationen zur WWF Jugendgruppe auf www.wwf.at/ytae, www.facebook.com/WWFytae und www.WWFytae.blogspot.com.
Rückfragehinweis und Fotos:
Mag. (FH) Lisa Simon, Pressesprecherin WWF Österreich, Tel.: +43-1-48817-215, Mobil: +43-676-83488215, E-Mail: lisa.simon@wwf.at
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