Mehr Wasser, mehr Artenvielfalt: Dank der erfolgreich umgesetzten Maßnahme an der Grenzmur führt der Mühlbach heute mehr als doppelt so viel Wasser wie früher.
Kampagnen-Auftakt in Innsbruck: WWF Jugendgruppe fordert Plastiksackerl freies Österreich
Wien/Innsbruck, 23. Mai 2011 – Am Wochenende fiel in Innsbruck der Startschuss für die österreichweite Initiative „Plastiksackerl DISLIKE“ der WWF Jugendgruppe „Youth Taking Action for the Earth“ (YTAE). Bei einem multikulturellen Fest im Caritas Integrationshaus und einem Straßentheater vor dem Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum stellte das siebenköpfige Team 14- bis 18-Jähriger ihr Projekt vor und rief zur Unterzeichnung ihrer Petition für ein Plastiksackerl freies Österreich auf. „Plastiksackerl bestehen aus Erdöl und giftigen Weichmachern, sie verrotten nie und werden meist nach nur einmaliger Verwendung weggeschmissen. In Österreich verursachen sie 7000 Tonnen Müll im Jahr. Das ist verrückt“, betonen die Jugendlichen von YTAE. „Mit ‚Plastiksackerl DISLIKE’ wollen wir einen Schritt raus aus der Wegwerfgesellschaft machen.“ Unter www.wwf.at/plastiksackerl-petition können alle Österreicher die Initiative unterstützen.
„Plastiksackerl DISLIKE” ist das erste Projekt der WWF Jugendgruppe „Youth Taking Action for the Earth.” „Wir haben Plastik als Projektthema gewählt, weil uns die damit zusammenhängenden Umweltprobleme alle unglaublich erschüttern und wir uns für eine saubere Zukunft einsetzen wollen”, so die Jugendlichen. „Auf Plastiksackerl konzentrieren wir uns deshalb, weil diese wirklich unnötig und leicht durch umweltfreundliche Alternativen wie Stoffsackerl ersetzbar sind. Und hierzu kann jeder etwas beitragen.” Um auf die Umweltproblematik von Plastik aufmerksam zu machen, haben die Jugendlichen ein Straßentheater geschrieben. Mit diesem touren sie in den nächsten Monaten durch Österreich und rufen dabei zur Unterzeichnung der Petition für ein Plastiksackerl freies Österreich auf. Erster Halt war vergangenes Wochenende in Innsbruck. Am Freitag Abend wurde das “Theater ums Sackerl” bei einem multikulturellen Fest im Caritas Integrationshaus uraufgeführt. Am Samstag folgten zwei weitere Aufführungen vor dem Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum.
Zusätzlich zur Petition und dem Straßentheater hat die WWF Jugengruppe einen österreichweiten Stoffsackerlwettberweb initiiert (http://wwfytae.blogspot.com) und führt Gespräche mit Unternehmen, um deren Plastiksackerlverbrauch zu reduzieren. „Jugendliche möchten und können viel verändern, man muss ihnen nur die Chance geben“, ist Nathan Spees, Leiter des WWF Jugendprogramms überzeugt. „Das Engagement der YTAE-Jugendlichen ist einfach unglaublich. Sie treten mit Politikern, Experten und Unternehmen in Kontakt und haben wahnsinnig kreative Ideen für Bewusstseinsbildungsmaßnahmen.”
Das Jugendprogramm des WWF Österreich „Youth Taking Action for the Earth“ wurde im September 2010 gegründet. Aus Bewerbern aus ganz Österreich wurden sieben 14- bis 18-Jährige aus Wien, Nieder- und Oberösterreich ausgewählt. Im Laufe des Schuljahrs erhalten die Jugendlichen im Rahmen eines umfangreichen Trainingsprogramms von WWF Mitarbeitern und externen Experten Hintergrundwissen zu Umweltthemen wie dem ökologischen Fußabdruck oder Plastik und erlernen neue Fähigkeiten, wie Projektmanagement oder Öffentlichkeitsarbeit. Danach wählen sie ein Projektthema aus, entwickeln einen Aktionsplan und setzen diesen um. Das Besondere am WWF Jugendprogramm: Nach ihrem Trainingsjahr geben die Jugendlichen das neu Erlernte im Sinne einer „Peer-to-Peer Education“ an den nachfolgenden YTAE-Jahrgang weiter, der seine Ausbildung im Schuljahr 2011/2012 startet. „Das selbst Aktivwerden, ist der Kern des WWF Jugendprogramms“ so Spees. „Wir sagen den Teens nicht, was sie wie tun sollen. Wir vermitteln ihnen nur das Know-how, um ihre eigenen Ziele erreichen zu können.“
Weitere Informationen zur WWF Jugendgruppe „Youth Taking Action for the Earth“ unter www.wwf.at/ytae, www.facebook.com/WWFytae und www.WWFytae.blogspot.com.
Der WWF dankt dem Lebensministerium und dem EU Programm „Jugend in Aktion“ für die finanzielle Unterstützung von „Youth Taking Action for the Earth“, sowie den zahlreichen Unterstützern des „Many Cultures, One Earth"-Festes im Caritas Integrationshaus (InfoEc, CUBIC, youngCaritas, Verival Bio, Hannes Haas, Giner Romed, Hans Martin Bio Großhandel, Familie Schwarz).
Rückfragehinweis und Fotos:
Mag. (FH) Lisa Simon, Pressesprecherin WWF Österreich, Tel.: 01-48817-215, Mobil: 0676-83488-215,
E-Mail: lisa.simon@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Forschungswolf getötet – WWF kritisiert überzogene Abschusspolitik in Tirol
Artenschutzorganisation fordert Kurskorrektur im Wolfsmanagement – Besenderte Wölfe liefern wertvolle Daten für Herdenschutz und Prävention – Italien forscht, Österreich schießt ab
Kampf gegen Plastikmüll: WWF weitert Offensive gegen Geisternetze im Mittelmeer aus
Plastikkrise im Mittelmeer spitzt sich zu – Bereits vier Tonnen alte Fischereisausrüstung geborgen – Neue Tauchausbildung soll Bergungsmenge bis Jahresende verdoppeln – Ausweitung von Meeresschutzgebieten gefordert
WWF: Portugal investiert groß in Renaturierung, Österreich soll nachziehen
Portugal will 500 Millionen Euro jährlich in Wiederherstellung der Natur investieren – Gemessen an der stärkeren Wirtschaftskraft wären das in Österreich rund 840 Millionen Euro pro Jahr – WWF fordert rasche Vorlage des gesamten Renaturierungsplans von Bund und Ländern
WWF kritisiert lückenhaftes Umweltbudget
Umweltschutzorganisation warnt vor fehlenden Mitteln für Renaturierung und Gewässerschutz – Weniger Klimaschutz, mehr fossile Anreize
Vergiftete Gänsegeier: Neue Spuren im Kärntner Giftfall
WWF und BirdLife: Aktuelle Genanalyse des Mageninhalts liefert neue Erkenntnisse zur Vergiftung – Wölfe könnten das eigentliche Ziel der Täter gewesen sein
Artenschutz: WWF-Studie stellt Bundesländern schlechtes Zeugnis aus
WWF-Bundesländerbarometer: Nur vier von 35 Bewertungen erreichen gute Umsetzung – Große Defizite beim Management von Biber, Fischotter, Luchs und Wolf – Lichtblick beim Seeadler
WWF: Hunderte Menschen setzen Zeichen für den Schutz des Platzertals
660 Meter Menschenkette in Innsbruck machte Ausmaß des geplanten Tiwag-Staudamms sichtbar – Initiative „Rettet das Platzertal“ fordert Stopp des Projekts und naturverträgliche Alternativen
WWF zu EABG-Einigung: Schutz der letzten Flussjuwele vor Aushebelung bewahrt
Untauglicher Entwurf der Koalition in parlamentarischen Verhandlungen entschärft, aber Druck auf Flüsse bleibt hoch – WWF fordert Energiewende mit naturverträglichen Standorten und mehr Effizienz













